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Land will in drei Jahren mit Bau starten

Strassenbau Land will in drei Jahren mit Bau starten

Inzwischen gibt es aktua­lisierte Termine für den dritten Ausbauabschnitt der Bundesstraße 454. Hessen Mobil geht von einer Fertigstellung in der ersten Jahreshälfte 2023 aus.

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Der komplexeste der drei Ausbauabschnitte der Bundesstraße 454 soll wohl 2021 begonnen werden.

Quelle: Florian Lerchbacher

Stadtallendorf. Im Rathaus ist man erfreut darüber, dass es nun zumindest einen aktualisierten Zeitplan für den weiteren Ausbau der Bundesstraße 454 gibt. Gemeint ist der Umbau der Kreuzung aus Bundesstraße/Bahnhofstraße und Hauptstraße, von Stadtallendorf seit Jahren immer wieder angemahnt.

Bürgermeister Christian Somogyi (SPD) hat dieser Tage Post aus Wiesbaden erhalten, genauer gesagt aus dem Verkehrsministerium. Parallel dazu antwortete die Straßenbaubehörde Hessen Mobil auf eine Anfrage der OP. Der Tenor ist bei beiden gleich: Baubeginn wäre demnach ab dem Jahr 2021 beabsichtigt, die Verkehrsfrei­gabe soll dann in der ersten Jahreshälfte 2023 erfolgen.

Im vergangenen März hatte das Verkehrsministerium noch von einem Baubeginn ein Jahr früher gesprochen, es ist also eine weitere Verzögerung eingetreten.

Alle Leistungen an privates Ingenieurbüro vergeben

Von Beginn an waren die Straßenplaner des Landes angesichts der Dimension des Bauprojekts von mehreren Jahren Bauzeit ausgegangen. An der Kreuzung entsteht ein vergleichbares Bauwerk wie beim zweiten Bauabschnitt. Überörtlicher Verkehr läuft über die untere Ebene Bundesstraße, der innerörtliche Verkehr wird über einen Kreisverkehr auf der oberen Ebene geleitet.

Die Anbindung erfolgt über Rampen, analog zum Knotenpunkt Lilien­thalstraße/Wetzlarer Straße. Mit geschätzten 16,9 Millionen Euro Baukosten ist dieser Abschnitt zugleich der teuerste von allen. Von dieser Summe zahlt das Land nach früheren Angaben rund 10 Millionen Euro.

Derzeit erstellt Hessen Mobil die Ausschreibungsunterlagen für die Ausführungsplanung. Die Behörde will angesichts der Komplexität des Projektes alle Leistungen an ein privates Ingenieurbüro vergeben. Angesichts der landesweiten Auslastung von Hessen Mobil werden immer mehr Projekte an externe Büros vergeben.

Verkehrschaos vorprogrammiert?

Nächster Meilenstein auf dem Weg zum Baubeginn ist jetzt die europaweite Ausschreibung. Nach Angaben von Hessen-Mobil-Sprecherin Sonja Lecher sollen Ausschreibung und Vergabe der Bauaufträge bis ­Ende 2020 erfolgen.

Eines scheint angesichts dieser aktuellen Terminplanung klar zu sein: Die künftige Großbaustelle dürfte mit der Fertigstellung des Autobahn-49-Abschnitts bis Schwalmstadt wohl kollidieren. Sprich: Der zusätzliche Autobahnverkehr wird über die Bundesstraße aus auf Stadtallendorf treffen.

Ist das Verkehrschaos damit endgültig vorprogrammiert? Bürgermeister Christian Somogyi will davon derzeit noch nicht sprechen. „Ich bin zunächst mal froh darüber, dass wir einen aktuellen Terminplan haben, nach dem wir uns richten können“, sagte er gegenüber der OP. Beschleunigen lasse sich ein Baubeginn zum jetzigen Zeitpunkt wohl nicht mehr, vor allem angesichts des komplizierten Vergabeverfahrens, das notwendig sei.

Angesichts von mehreren Gesprächen mit dem Verkehrsministerium und Hessen Mobil ist Somogyi überzeugt, dass dort alles getan werde, um Chaos zu verhindern. „Wir erwarten ein weiträumiges Verkehrskonzept. Denn es ist klar, dass die Bundesstraße 454 in Stadtallendorf während der Bauzeit dicht sein wird“, so Somogyi. Diese Erfahrung haben Autofahrer auch schon während des zweiten Ausbauabschnitts machen müssen.

von Michael Rinde

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