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Jugendliche stellen Weichen

Soziales Jahr Jugendliche stellen Weichen

Unter dem Motto "Entdecke dich" feierten rund 80 junge Menschen einen Gottesdienst in der Stadtallendorfer Stadtkirche als Auftakt ihres sozialen Jahres (FSJ).

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Tim Sehon (von links), Eduard Fischer, Keno Laabs und Luis ­Rieger absolvieren ihr soziales Jahr im Ostkreis.

Quelle: Klaus Böttcher

Stadtallendorf. Veranstalter des Gottesdienstes waren die evangelischen Freiwilligendienste der Diakonie Hessen. „Sie sind stellvertretend für die 700 Freiwilligen hier“, sagte der Leiter der evangelischen Freiwilligendienste Mathias Busweiler. Zu den Freiwilligen zählen nicht nur junge Menschen aus Hessen, sondern auch aus Rheinland-Pfalz, Thüringen und Nordrhein-Westfalen.

Es sei eine Auszeit zwischen Schule und Studium, um etwas Neues zu entdecken“, sagte Busweiler und versprach, dass es ein spannendes Jahr werde.

Es war ein etwas anderer Gottesdienst. Statt Orgelmusik gab es Gesang von Martina Cloos, einer jungen Sängerin. Sie begleitete sich dabei selbst auf der Gitarre oder am Keyboard. Die Lesung und die Fürbitten sprachen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der evangelischen Freiwilligendienste.

Entdeckungsreise der jungen Menschen

Die „FSJler“ arbeiten in sehr verschiedenen Arbeitsbereichen. Das reicht von den Bereichen Kinder und Jugendliche über die Pflege von alten Menschen bis zur Pflege Behinderter oder den Diensten in den Kirchengemeinden.

Der Vorstand der Hephata-Diakonie, Pfarrer Maik Dietrich-Gibhardt, hielt die Ansprache und predigte zu dem Thema „Entdecke dich“. Er hieß die jungen Menschen willkommen auf ihrer Entdeckungsreise. „Sie entdecken soziale Leistungsfelder, die sie bisher noch nicht so kannten“, sagte er ihnen.

Sie würden neue Menschen kennenlernen und ihr Leben durch verschiedenste Erfahrungen bereichern. Es werde sicherlich auch Konflikte geben, aber dafür seien die „Reiseleiter“ da. Er wünschte den jungen Menschen, dass sie weichenstellende Erfahrungen sammeln. Gute Wünsche für das Jahr gab es auch bei dem Auftritt der Poetry Slamerin Anna Shakoor unter dem Motto „Was ich werden will“.

FSJ, um Erfahrungen zu sammeln

Eine Stelle für ihr FSJ fanden vier junge Männer im Ostkreis. Der Stadtallendorfer Tim Sehon ist in der evangelischen Kindertagesstätte in der Liebigstraße eingesetzt. „Ich bekomme einen allgemeinen Einblick, was Erzieher alles machen“, sagte er und kennt schon sein Ziel: „Ich möchte nach dem FSJ die Ausbildung zum Erzieher beginnen.“ Ebenfalls in Stadtallendorf ist Eduard Fischer eingesetzt. Sein FSJ absolviert er im evangelischen Kinderhort. „Ich möchte später einen sozialen Beruf ausüben, aber nicht Erzieher“, weiß er schon. Er mache das FSJ, um Erfahrungen zu sammeln.

Keno Laabs aus Schwalmstadt-Frankenhain ist in der Stadtallendorfer Astrid-Lindgren-Schule beschäftigt. Er betreut behinderte Kinder und unterstützt die Lehrer. „Es macht mir unglaublich Spaß und ich möchte eventuell Förderschullehrer werden“, nennt er sein Ziel. Luis Rieger aus Dannenrod ist in der evangelischen Jugend im Kirchenkreis Kirchhain eingesetzt. Er betreut Jugendgruppen oder Jungscharen und begleitet diverse Freizeiten oder Schulungen. „Ich weiß noch nicht, was ich nachher mache, entweder in die Richtung oder etwas ganz anderes“, sagt er.

von Klaus Böttcher

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