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Jahrzehntealte Forderung ist erfüllt

Spielplatz Jahrzehntealte Forderung ist erfüllt

Keiner weiß mehr genau, wann die Forderung nach einem Spielplatz für das Stadtallendorfer DAG-Gebiet erstmals ­aufkam. Die Diskussion dauerte Jahrzehnte. Seit Mittwoch spielen nun Kinder auf dem neugeschaffenen Gelände.

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Für die Einweihung des neuen Spielplatzes wurde eigens ein rot-weißes Absperrband durchschnitten.

Quelle: Michael Rinde

Stadtallendorf. Der viel strapazierte Satz „Was lange währt, wird endlich gut“ ist im Zusammenhang mit dem Spielplatz im DAG-Gebiet wohl angebracht. Am Mittwoch gab die Stadt die Fläche in der Straße Müllerwegstannen frei. Kinder aus dem Kindergarten Weißer Stein waren zur Eröffnung eingeladen. Und erkundeten begeistert Wippe, Rutsche und Gerüste. Dem Lachen nach zu urteilen hat der neue „Spielplatz Müllerwegstannen“ seine erste Prüfung gut bestanden.

Im Mai 2015 hatte die Stadt das Grundstück bereits gekauft, wegen der Schonzeit durfte dort aber erst im darauffolgenden Winter gerodet werden. In diesem Frühjahr wurden letzte Probleme gelöst, unter anderem mit der Wasserführung. Außerdem sollte der Rasen zunächst durchwurzeln, bevor darauf erstmals Kinder spielen.

Am Schluss gab es dann noch eine kleine Verzögerung. Der schattenspendende letzte Baum auf dem Gelände machte Probleme, seine Standsicherheit musste von einem Experten noch einmal überprüft werden. In Gruppen im sozialen Netzwerk Facebook gab es die ersten Nachfragen nach dem Eröffnungstermin für das fertige Spielgelände.

Der Spielplatz ist für Kinder vom ersten bis zum 14. Lebensjahr konzipiert. Rund 80 Kinder dieser Altersstufe leben im Einzugsbereich DAG-Gebiet. Diese Zahl hatte das Bürgerbüro der Stadtverwaltung im Vorfeld ermittelt. Mit rund 1200 Bewohnern ist das DAG-Gebiet zugleich eines der größten Wohngebiete in Stadtallendorf. All das verdeutlicht die Notwendigkeit für einen Spielplatz.

Wie lange über einen solchen Spielplatz „in der DAG“ in der Stadt diskutiert worden ist, lässt sich nicht mehr genau sagen. Werner Hesse (SPD) als altgedienter Parlamentarier ist sich sicher, dass es weit mehr als drei Jahrzehnte gewesen sein dürften. Sehr lange hat es am geeigneten Grundstück gefehlt, vor allem an einem zentral gelegenen. Bürgermeister Christian Somogyi wünschte sich am Mittwoch, dass dieser Spielplatz „zu einem Kommunikationspunkt für Kinder und Eltern wird“.

Für diesen Kommunikationspunkt habe die Stadt gerne Geld in die Hand genommen. Einschließlich Grundstückskauf und Bauarbeiten waren es am Ende exakt 220000 Euro. Damit verfügt Stadtallendorf nunmehr über 21 Spiel- und weitere 12 Bolzplätze. Der Spielplatz ist täglich von 8 bis 20 Uhr geöffnet, das Tor wird aber nicht verschlossen. „Sollte es aber Lärmprobleme geben, müssten wir darüber noch einmal nachdenken“, sagt Somogyi.

von Michael Rinde

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