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Hinter den Hatzjägern her

Wanderung Hinter den Hatzjägern her

Fünf Jahre nach dem Grenzgang anlässlich der 750-Jahrfeier fand wieder ein Grenzgang in Hatzbach statt.

Los ging es mit einem Gottesdienst im Festzelt am Grillplatz. Prädikantin Wiebke Hauschildt-Neuhaus aus Speckswinkel hatte extra das Thema Grenzgang in den Mittelpunkt ihrer Predigt gestellt.

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An allen Dreimärkern „huppchten“ die Hatzjäger Bürger – will heißen: Sie setzten sie dreimal auf die Grenzsteine.Privatfoto

Hatzbach. Nach dem Rennsteig- und dem Hessenlied, vorgetragen vom Evangelischen Posaunenchor Hatzbach, setzte sich der aus rund 200 Grenzgängern bestehende Zug - mit den Hatzjägern und der Hatzbachfahne an der Spitze - in Bewegung. Auf dem Weg in Richtung Gemarkungsgrenze am Walderod wurden die Grenzgänger mit Böllerschüssen verabschiedet.

Für diejenigen, die die rund zehn Kilometer lange Strecke nicht oder nicht komplett zu Fuß absolvieren konnten, hatten die Veranstalter ab dem Grillplatz Fahrgelegenheiten angeboten. Neben Senioren hatten vor allem Kinder Spaß an der Fahrt durch die Natur auf einem Traktoranhänger oder Planwagen

Einem Abstieg in das Tal des Wildbachs folgte ein steiler Anstieg, der die Grenzgänger entlang des Eichwalds zum ersten Dreimärker führte, wo die Grenzen von Wolferode, Hatzbach und Erksdorf aufeinandertreffen. Dort setzten die Hatz­jäger Erksdorfs Ortsvorsteher Udo Krebs mit den Worten „Der Stein - die Grenze - in Ewigkeit“ dreimal auf den Grenzstein.

Am nächsten Dreimärker, wo Erksdorf, Hatzbach und Emsdorf aufeinandertreffen, erläuterte Horst Erdel, warum der Verlauf der Grenze zur Gemarkung Emsdorf Jahrhunderte lang umstritten war und dass eine endgültige Festlegung der Grenze zwischen Hatzbach und Emsdorf erst 1756 mit dem Vertrag von Schröck und Marburg erreicht wurde. Dies hinderte die Hatzjäger aber auch nicht, ein Mitglied des Emsdorfer Ortsbeirats zu „huppchen“.

Ein Höhepunkt des weiteren Grenzgangs war der Blick vom Willersdorfer Wald auf die Kammermühle und auf Hatzbach. Schnell näherte sich der Zug dem nächsten und letzten Dreimärker, wo die Grenzen von Emsdorf, Hatzbach und Wolferode aufeinandertreffen.

Da kein Vertreter des Ortsbeirates und auch keine Abordnung aus Wolferode anwesend war, huppchten die Hatzjäger einfach einen aus Wolferode stammenden Hatzbacher Neubürger.

Am Hatzbacher Grillplatz klang der Tag gemütlich aus.

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