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Jetzt sind es nur noch fünf Bewerber

Bürgermeisterwahl in Stadtallendorf Jetzt sind es nur noch fünf Bewerber

Am 28. Juli entscheidet der Stadtallendorfer Wahlausschuss über die Zulassung von voraussichtlich fünf Kandidaten für die Bürgermeisterwahl.

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Das sind aller Voraussicht nach die Stadtallendorfer Bürgermeisterkandidaten: Amtsinhaber Christian Somogyi (SPD, von links), Jürgen Berkei (CDU), Manfred Thierau (Bürgerunion, BUS), Peter Fuhrmann und Mubarik Sabir (beide parteilos).

Quelle: Archiv

Stadtallendorf. Am Montag, pünktlich um 18 Uhr, wird Klaus-Peter Riedl pflichtgemäß ein letztes Mal in den Briefkasten des Rathauses schauen. Riedl ist der stellvertretende Wahlleiter der Stadt Stadtallendorf. Theoretisch ist es bis zur letzten Minute möglich, dass sich noch ein Bewerber für die Bürgermeisterwahl am 24. September meldet. Möglich, aber eher unwahrscheinlich. Wie es aus dem Rathaus heißt, sind die Unterlagen von fünf Kandidaten erwartungsgemäß eingegangen. Einer, der seinen Hut bereits wortreich in den Ring geworfen hatte, will nun doch nicht in Stadtallendorf antreten. Rainer Wiegand, Künstlername „Hessenhenker“ und stellvertretender Landesvorsitzender der Allgemeinen Pogopartei Deutschlands, verzichtet. Das erklärte Wiegand in einer Pressemitteilung gegenüber der OP.

Seinen Verzicht begründete Wiegand mit der seinerzeitigen Ausbürgerung des früheren Armbrust-Weltmeisters Christian Lauer. Dem seien alle seine demokratischen Rechte entzogen worden. „Ich erkläre mich mit dem ausgebürgerten Mitbürger Christian Lauer solidarisch und trete nicht zur Bürgermeisterwahl in Stadtallendorf an, weil Christian Lauer auch nicht mehr teilnehmen darf“, heißt es in Wiegands Mitteilung.

Lauer war die Staatsbürgerschaft durch die Behörden des Lahn-Dill-Kreises entzogen worden, da er 2013 die armenische Staatsbürgerschaft angenommen hatte. Dieser Schritt war vom hessischen Verwaltungsgerichtshof im vergangenen Jahr bestätigt worden.

Wer sind die verbleibenden Bewerber, immer vorausgesetzt, sie werden endgültig zur Wahl zugelassen?

  • Der 41-jährige Jürgen Berkei ist CDU-Stadtverbandsvorsitzender, Stadtverordneter und Vorsitzender des Ausschusses für Grundsatzangelegenheiten und Finanzen. Er arbeitet als Prokurist bei der VR-Bank Hessenland in Alsfeld.
  • Amtsinhaber Christian Somogyi bewirbt sich um eine zweite Amtszeit. Der 60-Jährige Sozialdemokrat ist seit 2011 im Amt.
  • Manfred Thierau tritt für die noch junge Bürgerunion Stadtallendorf (BUS) an, die er mitgegründet hat. Der 54 Jahre alte Polizeioberkommissar ist seit 24 Jahren Stadtverordneter.
  • Als parteiloser Kandidat bewirbt sich Mubarik Sabir. Der 18-Jährige ist derzeit noch Schüler und hat sich unter anderem durch seinen Einsatz für Kinderrechte einen Namen gemacht.
  • Peter Fuhrmann ist der zweite parteilose Bewerber. Der 35 Jahre alte Polizeibeamte und Diplom-Verwaltungswirt ist ebenfalls gebürtiger Stadtallendorfer. Er lebt mit seiner Familie in der Haartsiedlung

Fuhrmann und Sabir mussten in Stadtallendorf mindestens 74 Unterstützungsunterschriften sammeln, um kandidieren zu können. Somogyi, Berkei und Thierau konnten darauf verzichten, da ihre Kandidatur von einer im Stadtparlament vertretenen Partei unterstützt wird.

Im nächsten Schritt muss jetzt der Wahlausschuss tagen und über die Zulassung der Kandidaten entscheiden. Der Wahlausschuss tagt am 28. Juli um 10 Uhr im Rathaus. Die Sitzung ist natürlich öffentlich.
Angesichts der vergleichsweise hohen Anzahl an Kandidaten ist in Stadtallendorf eine Stichwahl durchaus wahrscheinlich. In ihr träten die beiden Bewerber an, die im ersten Wahlgang die meisten Stimmen geholt haben. Stichwahltermin wäre der 22. Oktober. Er liegt vier Wochen nach dem Termin des ersten Wahlgangs.

Damit reizt die Stadt die Frist für einen Stichwahltermin aus. In der Regel folgt die Stichwahl 14 Tage nach dem ersten Wahlgang.

Mit der Festlegung auf den 22. Oktober will die Stadt allerdings Rücksicht auf die Herbstferien nehmen – auch in der Hoffnung auf eine möglicherweise höhere Wahlbeteiligung.
Die OP wird die zur Wahl zugelassenen Kandidaten in den nächsten Wochen vorstellen und über ihre Ziele und Vorstellungen berichten. Natürlich gibt es auch einen OP-Wahltalk, bei dem die Kandidaten direkt aufeinandertreffen.

von Michael Rinde

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