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Entspannen ohne Knöllchen-Furcht

Parken Entspannen ohne Knöllchen-Furcht

Eigentlich ist es nie eine gute Nachricht, wenn Parken kostenpflichtig wird. Im Stadtallendorfer Fall aber schon, denn eine neue Regelung macht den Besuch des Hallenbades in der Innenstadt einfacher.

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Mustafa Türkdönmez (rechts) von der Ordnungspolizei präsentiert den ersten Parkschein, den Christian Somogyi (links) mit finanzieller Unterstützung durch Marco Sommer erworben hat. Gebührenpflichtig sind die Parkplätze erst
ab Montag.Foto: Florian Lerchbacher

Stadtallendorf. Extra für die Leser der Oberhessischen Presse friemelt Bürgermeister Christian Somogyi die blauen Müllsäcke ab, die eigentlich noch die neuen Schilder an 13 Parkplätzen beim Hallenbad verdecken. Selbige sind schließlich erst ab dem 1. Oktober gültig und sollen dafür sorgen, dass sich Hallenbadbesucher, die sich länger als zwei Stunden in der Einrichtung aufhalten, nicht mehr vor Knöllchen fürchten müssen.

Hintergrund ist die bisher rund ums Hallenbad geltende Regelung: Autofahrer können zwei Stunden lang ihr Fahrzeug kostenlos stehen lassen, wenn sie eine Parkscheibe einlegen. Für den Bummel durch die überschaubare Innenstadt ist das ebenso wenig problematisch wie für den kurzen Besuch des Schwimmbades - anders sieht‘s aus, wenn sich Besucher über einen längeren Zeitraum einen schönen Tag im Hallenbad machen wollen. Dann war das Parken ein Problem.

Aber nur bisher: Am 1. Oktober tritt schließlich eine Neuregelung für die 13 Parkplätze „An der Teichwiese“ in Kraft. Dort können Bürger ihr Auto abstellen, solange sie wollen - allerdings müssen sie zwischen 8 und 19 Uhr pro halber Stunde 50 Cent berappen. Diese Parkgebühren können sie sich dann auf den Hallenbad-Eintrittspreis anrechnen lassen - aber nur, wenn sie den Vier-Stunden-Tarif wählen. Wer nur zwei Stunden schwimmen möchte, sollte die kostenlosen Flächen mit Parkscheibe nutzen. Wer den Tagestarif wählt, hat Pech: „Da lässt sich nicht abgleichen, wie lange sie sich wirklich im Hallenbad aufhalten“, hatte Sigrid Waldheim, Mitglied eines Arbeitskreises zum Thema, einst den Stadtverordneten erläutert. Stadtpassinhaber bekommen ebenfalls höchstens den Eintrittspreis erstattet.

Und Gewinn können Besucher des Hallenbades auch nicht machen: Sie bekommen die Parkgebühren maximal bis zur Höhe des Eintrittspreises erstattet.

Der Automat „An der Teichwiese“ gibt die Tickets in Form einer Doppelkarte aus. Autofahrer müssen die eine Hälfte gut sichtbar im Fahrzeug auslegen, die andere Hälfte können sie zusammen mit der Eintritts-Quittung am Infopoint des Hallenbades vorlegen und erstatten lassen.

Stadt bietet neue Dauerparkplätze an

„Eine Option ist, dass sich andere Einrichtungen anschließen“, sagt Christian Somogyi. Entsprechende Gespräche stünden aber noch aus. Dem Bürgermeister ebenso wichtig ist der Hinweis, dass die Schwerbehindertenplätze, die im Zuge der Umgestaltung der 13 Flächen „An der Teichwiese“ weichen mussten, ersetzt wurden: Es gibt neue seitlich des Hallenbades und direkt am Supermarkt in unmittelbarer Nähe des Eingangs.

Marco Sommer, der Leiter des Fachdienstes „Allgemeine Sicherheit und Ordnung“, weist noch darauf hin, dass Alternative Flächen für Dauerparker auf dem Festplatz in der „Herrenwaldstraße“, im Bereich des neuen Pendlerparkplatzes „Am Bahnhof“ sowie zwischen Stadthalle und Mehrzweckhalle zur Verfügung stehen: „Weiterhin kann eine begrenzte Anzahl von Parkplätzen in der Tiefgarage der Stadthalle angemietet werden.“ Im vergangenen Jahr hätten die Stabsstelle und den Fachbereich vermehrt Anfragen von Einzelhändlern und Beschäftigten der Stadtmitte erreicht, die auf der Suche nach Dauerparkplätzen waren. Intern sei beschlossen worden, in der Stadthalle maximal 17 Dauerparkplätze (für 50 Euro monatlich) anzubieten, sodass mindestens 50 Stellplätze weiterhin für Besucher der Einrichtung zur Verfügung stehen.

Und eine schlechte Nachricht hat Sommer auch noch: „Von der Straßenverkehrsbehörde ausgegebene Anwohnerausweise für die Teichwiesenstraße und die Rathausgasse können zukünftig nicht mehr anerkannt werden.“

von Florian Lerchbacher

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