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Eintracht-Familie setzt auf Bewährtes

Hauptversammlung Eintracht-Familie setzt auf Bewährtes

Aus dem vierblättrigen ist ein „fünfblättriges ­Eintracht-Kleeblatt“ ­geworden: Die Haupt­versammlung des TSV ­Eintracht Stadtallendorf wählte den Vorstand.

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Gemeinsam mit den Geehrten stellte sich der neu gewählte Vorstand auf. Von rechts: Der stellvertretende Vorsitzende Christoph Zimmer, der Vorsitzende Bernd Weitzel, Schatzmeisterin Britta Novosad, Schriftführerin Karin Huhn-Knäbe und vorne der neu gewählte stellvertretende Schatzmeister Lothar Tuckart. Foto: Karin Waldhüter

Stadtallendorf. Einstimmig hatte die Versammlung einer Satzungsänderung zugestimmt und damit die Erweiterung des Vorstandes um einen stellvertretenden Schatzmeister ermöglicht. So stand der anschließenden Wahl von Lothar Tuckart nichts mehr im Wege. Er wird in Zukunft an der Seite von Schatzmeisterin Britta Novosad seine Arbeit aufnehmen.

Einen Einblick in den enormen Aufwand, den die Führung der acht Abteilungskassen und die der Hauptkasse mit sich bringen, hatten zuvor Novosad und Oliver Ulrich, der gemeinsam mit Manfred Handstein die Kasse geprüft hatte, in ihren Berichten deutlich gemacht. Einstimmig stimmte die Versammlung dem Antrag auf Entlastung des Vorstandes zu und die anschließende Wahl verlief binnen Minuten und im Block. Bernd Weitzel, seit 2009 Vorsitzender der großen Eintracht-Familie und seit 1997 Vorstandsmitglied, wurde ebenso wie sein Stellvertreter Christoph Zimmer, Schatzmeisterin Britta Novosad und Schriftführerin Karin Huhn-Knäbe für die Dauer von zwei Jahren wiedergewählt.

Keine „Sonderschulden“ für die Stadionumbauten

Zu Beginn hatte Eintracht Vorsitzender Bernd Weitzel Ehrenpräsident Helmut Rohm unter den rund 50 Mitgliedern begrüßt. Als erstes ließ Weitzel Bürgermeister Christian Somogyi zu Wort kommen, der zunächst das Hallenbad und die gestiegenen Besucherzahlen, die jetzt bei monatlich 12000 bis 13000 angekommen sind, ansprach. Damit sei eine Größenordnung erreicht, mit der man neu arbeiten müsse. Anschließend ging Somogyi auf das Herrenwaldstadion und den auf fünf Jahre festgelegten „Masterplan“ ein. Gemeint ist der Sanierungsplan, gemeinsam mit dem Verein erarbeitet und vom Parlament beschlossen. Offen dabei ist noch die Finanzierung. Das Konzept sieht auch mit der Erneuerung der Laufbahnen die Realisierung einer alten Forderung der Leichtathleten vor. Die Verwirklichung hängt von der Haushaltslage ab. Derzeit läuft die Sanierung der Elektroanlagen sowie der Kanalisation, hinzu kommt die über eine Landesförderung mitfinanzierte Kunstrasenplatz-Erneuerung.

Der Aufstieg in die Regionalliga brachte neben der Freude über den Erfolg auch Auflagen mit sich. Nötig geworden sind ein separater Gästeblock und eine verbesserte Flutlichtanlage. Diese Arbeiten könnten bald beginnen, berichtete Somogyi.

Zur Finanzierung sei eine Verschiebung der Prioritäten vorgesehen, was aber noch der Zustimmung des Parlaments bedürfe. „Wir als Stadt wollen keine Sonderschulden aufnehmen, kein anderer braucht sich aber Gedanken zu machen, dass er Nachteile durch den Aufstieg hätte“, erklärte Somogyi.

Mehr Schwimmer, bewährter Trainer

Weitzel stellte die engagierte und harmonische Zusammenarbeit aller Vorstände, der Übungsleiter und Trainer in den Mittelpunkt seines Berichts. Bundesweite Bestleistungen und Erfolge seien nur möglich durch Menschen, die das Tag aus Tag ein möglich machten.

Karin Huhn-Knäbe stellte die Mitgliederentwicklung vor. Danach sind es gegenüber dem Vorjahr 31 Mitglieder weniger. Insgesamt zählt der Verein 1676 Mitglieder. „Mit Eröffnung des neuen Bades hat sich viel getan und die Mitgliederzahl ist von 100 auf 150 angewachsen“, berichtete Susanne Hof von der Schwimmabteilung, die wie die Vertreter aus den anderen Abteilungen auch auf die sportlichen Erfolge einging. Auch sei der verdiente Trainer Wolfgang Schüddemage wieder reaktiviert, so Hof.

Trotz des „wunderschönen Erfolges“ seien alle geerdet geblieben, betonte Reiner Bremer für die Fußballabteilung. Er gab einen Einblick in die „immense“ Arbeit, die mit dem Aufstieg in die Regionalliga Südwest verbunden ist und warb um Unterstützung.

Weiterhin werde man in der Nachwuchsförderung aktiv sein, so Bremer. Am Mittwoch, 14. Juni wird es in der Stadthalle eine Aufstiegsfeier geben, dazu lud Bremer alle ein.

Herbert Köller erklärte, dass die Turnabteilung die ganze Bandbreite des Breitensports abdecke und es gelungen sei, neue Übungsleiter zu finden. Er hob die großen Erfolge der Rhönradturnerinnen und die Integrationsarbeit des Vereins hervor und verwies dabei auf das erfolgreiche Traumfängerprojekt der Grundschule II.

Im Namen des „fünfblättrigen Kleeblatts“ blickte Bernd Weitzel auf die nächsten zwei Jahre: „Wir werden genau an der Stelle weitermachen, an der wir vor fünf Minuten aufgehört haben“, sagte er abschließend.

Die Geehrten

Für die langjährige Treue zum TSV Eintracht Stadtallendorf wurde Heinz Füller in Abwesenheit für 60-jährige Mitgliedschaft geehrt.

Für 50 Jahre Mitgliedschaft geehrt wurden: Dieter Gollmer, Jutta Mann und Jörg Potyrala.

Für 40 Jahre: Michael Becker, Uwe Keller, Edith Koller, Rigo­bert Koller, Petra Martin, Sabine Rauch, Andrea Grigat-Thierau, Georg Schu und Karin Weitzel.

Für 25 Jahre: Liselotte Drews, Winfried Drews, Harald Feike, Doris Fladerer, Harald Heurich, Maximilian Kolwinski, Andrea Kuklok, Martha Lorenz, Jürgen Ripken, Christian Sohn, Jan-Niklas Vietor und Walter Wiens.

von Karin Waldhüter

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