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Einsätze nahe an der Realität

Stadtallendorfer Jugendfeuerwehr Einsätze nahe an der Realität

18 Kinder und Jugendliche der Stadtallendorfer Jugendfeuerwehren waren 24 Stunden im Einsatz - getreu nach dem Vorbild der Berufsfeuerwehren.

Nach getaner Arbeit stellte sich der Feuerwehrnachwuchs mit dem zu rettenden Dummy zum Gruppenfoto. In 24 Stunden absolvierten die Mädchen und Jungen vier Einsätze. Zusätzlich wurden sie in Theorie und Praxis unterwiesen.

Quelle: Klaus Böttcher

Stadtallendorf. Der Berufsfeuerwehrtag begann am Freitagabend um 19 Uhr in der Feuerwache der Kernstadt. Die Jugendfeuerwehren aus der Kernstadt und den fünf Stadtteilen schickten jeweils drei Jugendfeuerwehrleute zu der aufwendigen Veranstaltung. So ist gewährleistet, dass jedes Mitglied während seiner Jugendfeuerwehr-Laufbahn einmal am Berufsfeuerwehrtag teilnehmen kann.

Im Feuerwehrgerätehaus baute der Nachwuchs Feldbetten für die Nacht auf. An Nachtruhe war zunächst nicht zu denken, denn am Abend ließ eine Alarmierung die Floriansjünger zum Einsatz nach Erksdorf ausrücken. Dort galt es, ein Feuer zu löschen und eine Ölspur zu beseitigen.

An Ausschlafen war nicht zu denken denn um 5.30 Uhr gab es erneut einen Alarm. Der stellte sich als Fehlalarm heraus. Auch das ist ein realistisches Szenario, das Feuerwehrleute leider oft genug sinnlos beschäftigt.

Erst Sport, dann Theorie

Feuerwehrleute müssen sich fit halten und so stand am Samstagvormittag Sport auf dem Programm. Danach war Weiterbildung in Theorie und Praxis in Schweinsberg angesagt. Aber auch der Teil wurde durch eine Alarmierung unterbrochen. Aus einem verrauchten Bauwagen galt es, eine Person zu bergen.

Nach dem Mittagessen sind die jungen Feuerwehrleute erneut gefordert. In Niederklein ist eine Person aus einem verunfallten Fahrzeug zu bergen. Die Fahrer ist eingeklemmt und der Pkw liegt auf der Seite. Zur Rettung des Fahrers soll das Autodach mit der hydraulischen Rettungsschere abgeschnitten werden. Zuvor ist einiges zu beachten.

Das Auto muss zunächst gegen Umkippen stabilisiert werden, was sich als schwierig erweist, weil das Dach zugänglich bleiben muss. In unmittelbarer Nähe des Autos gibt es einen Gully, der abgedeckt werden muss, damit eventuell auslaufende Flüssigkeit nicht in die Kanalisation gelangen kann.

24 abwechslungsreiche Stunden

Außerdem muss der Feuer­wehrnachwuchs die Autobatterie abklemmen, um die Brandgefahr zu mindern. Ist man endlich zu dem Verletzten vorgedrungen, ist dieser fach­gerecht zu bergen, um Wirbelsäulenverletzungen zu vermeiden.

Die 24 Stunden verliefen für die Kinder aufregend und spannend - zugleich auch als lehrreich und anstrengend. Doch das Üben miteinander ließ die Strapazen schnell vergessen und das gemeinsam Erlebte bleibt somit hängen.

von Klaus Böttcher

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