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Dritter Haustechniker kann kommen

Neue Stelle Dritter Haustechniker kann kommen

Nachdem einige Stadt­verordnete aus verschiedenen Gründen an einer Vorlage zur Stadthalle rumgenörgelt hatten, sprachen sie sich ein­stimmig für eine dritte Personalstelle aus.

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Der Fortbestand beliebter Veranstaltungen, wie des Herbstmarktes, ist gesichert.Archivfoto: Florian Lerchbacher

Stadtallendorf. Eigentlich war während der Stadtverordnetenversammlung relativ schnell klar: Alle Parlamentarier sind dafür, einen dritten Haustechniker für die Stadthalle einzustellen, um das Programmangebot aufrecht erhalten zu können. Doch erst mal galt es noch, Kritik zu üben - deren Sinn sich dem neutralen Beobachter nicht unbedingt erschloss. Was letztendlich aber auch nicht nötig war, schließlich führte der eingeschlagene Weg zum Ziel.

So bemängelte Manfred Thierau (Bürgerunion) die Verfahrensweise. Er monierte, seines Erachtens den dritten Haustechnikerposten schon durch den Stellenplan im Haushaltsplan beschlossen zu haben und betonte: „Wir haben uns eine sehr teure Stadthalle geleistet. Dass diese Folgekosten mit sich bringt, war bekannt.“

Klaus Ryborsch (CDU) konzentrierte sich in seinen Ausführungen auf vermeintliche Fehler, die er in dem Antrag gefunden habe. Er kritisierte unter anderem, dass die Rede von ­einem Hausmeister und nicht einem Haustechniker sei. Zudem stürzte er sich auf den Punkt, dass Bürgermeister Christian Somogyi (SPD) in der Vorlage geschrieben habe, dass die Stadthalle ohne einen dritten Techniker als Bürgerhaus geführt werden müsse: „Bürger und Vereine können das Gebäude anmieten. Es ist also Stadthalle, aber auch Bürgerhaus“, sagte Ryborsch und störte sich an der Warnung, dass ohne zusätzliche Stelle zahlreiche Veranstaltungen aus dem Angebot gestrichen werden müssten. Das seien „mittelalterliche Foltermethoden“.

Werner Hesse (SPD) kommentierte, dass die Personalausstattung auf Kante genäht sei - und es so nicht weitergehen könne.

Somogyi hatte die Stadtverordneten in seinem Antrag vor die Wahl gestellt, entweder eine dritte Stelle zu genehmigen - oder das Veranstaltungsangebot zurückzuschrauben. Angefügt hatten die Untersuchungsergebnisse eines Fachplaners, der zahlreiche Gründe anführte, warum zwei Hausmeister- beziehungsweise Haustechnikerstellen für den Betrieb einer Stadthalle nicht ausreichen.

Zunächst gilt es, die beiden Angestellten zu entlasten, denn ihr Aufgabenbereich ist breit­gefächert und reicht von der Unterhaltung technischer Anlagen über das Bedienen von Beleuchtungs- beziehungsweise Beschallungsanlagen bis zur Betreuung von Proben. Noch dazu sind die Angestellten Ersthelfer, Brandschützer, Evakuierungshelfer und vieles mehr. „Die Besetzung all dieser Funktionen mit nur ein oder zwei Hausmeistern beziehungsweise -technikern wird von dem Fachplaner für nicht möglich gehalten“, heißt es in der Vorlage mit dem Hinweis, dass sich die Personen bisher eigentlich teilen müssten, um bei Veranstaltungen im großen Saal alle oftmals gleichzeitig anfallenden Aufgaben zu erledigen. Der Gutachter hatte sogar vorgeschlagen, die Stadthalle mit drei bis fünf Stellen zu betreiben. Die Stadt versucht es künftig statt mit zwei mit drei Angestellten.

von Florian Lerchbacher

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