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Drei alte Schwestern auf Abwegen

Kinder- und Jugendtheater Drei alte Schwestern auf Abwegen

Am Ende ist der Sparstrumpf leer und das sicher geglaubte Geld weg. Das Kinder- und Jugendtheater der Kolpingfamilie Niederklein begeisterte an drei Tagen mit der Kriminalkomödie „Nur ‘ne Handvoll Tausender“.

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Turbulent ging es während der Premierenvorstellung zu: Das Kinder- und Jugendtheater der Kolpingfamilie Niederklein begeisterte mit einer Kriminalkomödie.

Quelle: Karin Waldhüter

Niederklein. Bravourös, unterhaltsam und humorvoll brachten die elf Darsteller des Kinder-und Jugendtheaters der Kolpingfamilie Niederklein die turbulente Kriminalkomödie von Lothar Krauth auf die Bühne im Pfarrheim. Und den anhaltenden Applaus des Publikums, der während der Premierenvorstellung am Freitagnachmittag in begeisterte „Spitze“-Rufe gipfelte, hatten sich die munter aufspielenden jungen Darstellerinnen durch ihre tolle Leistung mehr als verdient.

Unter der Leitung von Kristin Ludwig und Aline Horner stand die Kindertheatergruppe zum vierten Mal auf der Bühne. Neu im Ensemble: Hannah Schick und Isabelle Lenz. In diesem Jahr nicht mehr dabei waren Vertreter der männlichen Fraktion. „Zwei spielen jetzt auf der großen Kolpingbühne mit, zwei haben eine Ausbildung begonnen, und die restlichen zwei Jungs wollten dann auch nicht mehr mitspielen“, berichten Aline Horner und Kristin Ludwig. „Dass jetzt zwei Darsteller der Kindertheatergruppe bei den Großen mitspielen, macht uns stolz“, freut sich Aline Horner.

Die Probenarbeiten hatten im September begonnen. Am Anfang stand ein „Casting“ und damit die Entscheidung, welche Rolle zu welcher Akteurin passt. Gemeinsam wurde das Stück gelesen, und dann ging es daran, zu üben, laut zu reden, die richtige Betonung zu finden und sich in die Rolle einzufinden.

Schwestern bewaffnen sich mit Kartoffelstampfer, Messer und Gewehr

Zum Stück: Das Leben der drei älteren Schwestern Brunhilde, Gisela und Alice ist beschaulich - bis eines Tages maskierte Banditen in ihr Leben treten, sie mit vorgehaltener Pistole bedrohen und alsbald wieder entschwinden. So hastig und übereilt, dass sie ohne ihren mitgebrachten Sack voll Geld flüchten. „Was machen wir mit dem Geld?“, fragen aufgeregt die Damen, in ihrer natürlich-hysterischen Art am Freitag überzeugend von Julia Goldbach, Sarah Schwink und Katharina Herfert gespielt. Die Schwestern beschließen, das Geld zu behalten. Das Diebesgut wird in „unsere Katze“ umgetauft und im Schlafzimmer versteckt. Ab sofort gilt für die drei Schwestern: nichts gesehen, gehört, gerochen und gefühlt. Für den Fall, dass die Banditen ihnen einen zweiten Besuch abstatten, bewaffnen sie sich mit Kartoffelstampfer, Messer und einem alten Gewehr vom Dachboden.

Es klingelt. Nur sind es nicht die Räuber auf der Suche nach ihrer Beute, sondern Charlotte (Hannah Schick), die sich als neues Hausmädchen vorstellen möchte. Das seltsame Verhalten der Damen alarmiert schließlich Hausdame Adele (Sophie Richter), die besorgt die Heilanstalt anruft. Die von dort geschickten Krankenschwestern (Megan Pierri, Isabel Lenz und Clara Goldbach) könnten aber auch Helferinnen der Banditen sein, vermuten die drei Schwestern. Also werden sie im Schlafzimmer eingesperrt. Zahlreiche Verwicklungen führen dazu, dass sich das Trio nur durch einen Griff in den eigenen Sparstrumpf befreien und auf den Pfad der Tugend zurückkehren kann.

„Ihr habt hervorragend gespielt, wir sind stolz auf euch“, erklärt am Ende Fritz Gnau, in der Kolpingfamilie zuständig für die Theaterarbeit. Er warb gemeinsam mit Aline Horner und Kristin Ludwig unter den Besuchern um Theaternachwuchs. Einige Rollen waren doppelt besetzt; so wurde Fräulein Alice am Samstag von Sarah-Celine Fabian und am Freitag und Sonntag von Katharina Herfert gespielt. Emilia Gruß übernahm am Samstag die Rolle von Fräulein Gisela und Julia Goldbach diese am Freitag und Sonntag. Emilie Schmidt schlüpfte am Samstag in die Rolle der Brunhilde, und Sarah Schwink spielte die Rolle Freitag und Sonntag. Für die gelungenen Masken sorgte Marion Gnau. Eine weitere Aufführung folgt am 11. Juni um 15 Uhr in Pfarrsaal in Kirchhain.

von Karin Waldhüter

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