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Mattia Pau zeigt coole Moves

Auftritt bei Supertalent-Show Mattia Pau zeigt coole Moves

„Matti“ ist ein super Talent, da ist sich seine Trainerin Stephanie Günther sicher. Das will der Neu-Stadtallendorfer nun auch in der RTL-Sendung „Das Supertalent“ unter Beweis stellen.

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Mattia Pau  und seine Tanzlehrerin Stephanie Günther haben alles gegeben. Der Auftritt des Tänzers in der RTL-Show „Das Supertalent“ ist am Samstag zu sehen.

Quelle: Nadine Weigel

Stadtallendorf. Am heutigen Samstag ab 20.15 Uhr ist der 13 Jahre alte Tänzer in der von Daniel Hartwich moderierten Show zu sehen. Mattia wird dort ein etwa dreiminütiges Spektakel aus Hip Hop und Jazz auf die Tanzfläche legen, soviel sei verraten. Wie die Mischung aus Choreografie und Freestyle den drei Juroren Nazan Eckes, Bruce Darnell und Dieter Bohlen gefallen hat, will der coole Junge noch nicht preis geben.

Stephanie Günther, die seit 2015  in Marburg das Tanzstudio „The Movement“ betreibt, war schon vor zwei Jahren davon überzeugt, dass Mattia es weit bringen kann. Damals tanzte der Junge vor. „Ich habe selten jemanden erlebt, der in jungen Jahren so gut ist“, versichert sie.

Erfolge schon im ersten "Schuljahr"

Sehr schnell etablierte sich Mattia in der Schule. Dreimal in der Woche trainiert er dort, „belegte zuweilen sonntags sogar drei Kurse hintereinander“, berichtet seine Trainerin. Wen wundert es da, dass er von Beginn an bei den Älteren mit tanzte? Stephanie nahm ihn gleich im ersten „Schuljahr“ mit zu Wettbewerben. Mattia wurde Westdeutscher Meister bei den Junioren und Deutscher Meister.
Dass er auch in Stadtallendorf fleißig trainiert, versteht sich von selbst. „Getanzt habe ich auch in meiner Heimat auf Sardinien oft und gerne, zunächst vorwiegend zu Hause“, berichtet der Junge. Inspirieren ließ er sich unter anderem von Youtube-Videos.

Seiner Mutter blieb die Leidenschaft ihres Sohnes nicht verborgen. Der nahm den Vorschlag der Mama gerne an, eine Tanzschule zu besuchen. Dort probierte Mattia vieles aus. Er erzählt vom ersten Jahr: Mit einer Partnerin übte er sich in lateinamerikanischen Tänzen.  Über House und Breakdance führte der Weg aber schnell wieder zurück zu seiner eigentlichen Leidenschaft: dem Hip Hop.
Was vor fünf Jahren auf Sardinien begann, wollte der Junge nach dem Umzug der Familie  – vor zwei Jahren nach Stadtallendorf – nicht aufgeben.

So führt der Weg in das Marburger Studio, in dem er sich sichtlich wohl fühlt. Seine Augen strahlen, wenn er vom Tanzen erzählt. Der Kreativität des Hip Hop, der eine Kombination verschiedenen Tanzarten ist, sind keine Grenzen gesetzt.

Choreografie ist auf den  13-Jährigen abgestimmt

Es ist faszinierend, zuzuschauen, wie Mattia wie selbstverständlich Arme oder Kopf unabhängig vom Rest des Körpers  bewegt. „Es macht mir großen Spaß, so zu tanzen und neue Moves auszuprobieren“, beschreibt er seine Liebe zu dem Tanzsport.

Zwischendurch probierte er es auch mal ein Jahr lang mit Fußballspielen, widmete sich dann aber wieder ganz dem Tanzen.  Mattia ist ein Beispiel dafür, dass Sport in der Gruppe ganz wesentlich zur Integration von Menschen aus anderen Nationen beitragen kann. Dabei geht der Prozess über das Training hinaus. Es entstehen persönliche und soziale Kontakte.  So hat auch der junge Tänzer über den Sport neue Freunde und Bekannte gewonnen.

Womöglich trug auch der regelmäßige Trainingsbesuch dazu bei, dass der Junge sehr schnell die deutsche Sprache lernte. Auch dabei zeigt er große Begabung und darf nicht selten für seine Eltern dolmetschen.

Seinen Trainingsfleiß kann er in dem Marburger Studio ausleben.  In den einen Kursen werden Choreografien einstudiert. „Dann steht der Lehrer vorne, zeigt die Schritte und studiert mit den Tänzern die Bewegungsabfolge ein“, erklärt Stephanie Günther. Es gebe bestimmte Basis-Schritte, die man lernen müsse, das sei vergleichbar mit anderen Tanzformen, sagt sie und ergänzt: „Wir wollen schließlich, dass die Leute am Ende gut tanzen können.“

Wissen, wie man seinen Körper bewegen muss

In anderen Kursen wird der Freestyle geschult. „Da lernt man, sich frei auf der Tanzfläche zu bewegen“, betont sie. Auch dabei gebe es Grundschritte und das Basiswissen, wie man den Körper bewege. Die Hauptaufgabe der Trainer sei es beim Freestyle, darauf zu achten, dass die Tänzer ihren eigenen Stil entwickeln.

Den Weg hat Mattia längst beschritten. Den begabten Schüler Woche für Woche vor Augen, schlug die Trainerin dem Jungen vor, es doch mal bei der RTL-Talentshow „Das Supertalent“ zu probieren. Der 13-Jährige willigte ein. Sowohl für den Jungen als auch für die Lehrer waren die folgenden Wochen eine große Herausforderung: Gemeinsam mit dem aus Kassel stammenden Jan Kriegelsteiner aus ihrem Trainerstab, entwickelte Stephanie eine Choreo, die das Zeug hat, Jury und Publikum gleichermaßen zu begeistern.

Die Aufzeichnung der RTL-Show wird sich Mattia, der verletzungsbedingt zurzeit nicht trainieren kann, im Familienkreis  anschauen. Zu den Zuschauern zählen auch seine Mitschüler der Klasse G7b der  Georg-Büchner-Schule. Vorm Bildschirm hocken wird zudem Mattias kleiner Bruder. Auch der Fünfjährige hat schon Spaß am Tanzen entwickelt. „Vielleicht wird er bald mit mir im Studio in Marburg trainieren“, blickt der 13-Jährige in die Zukunft. Womöglich beginnt dann die Karriere des nächsten Supertalents der Familie Pau.   

von Hartmut Berge

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