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Awo plant eine Millioneninvestition

Bauvorhaben Awo plant eine Millioneninvestition

Die Vorstellung der Umbaupläne für das Stadtallendorfer AwoAltenzentrum standen im Mittelpunkt der Mitgliederversammlung des Ortsvereins. Das Projekt hat einen Umfang von zehn Millionen Euro.

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Das Foto zeigt die Geehrten mit den Gästen aus der Awo-Führung und der Politik.

Quelle: Karin Waldhüter

Stadtallendorf. Die Baupläne für den Umbau sind fertig, wobei es im Wesentlichen ein Neubau wird“, erläuterte Michael Schmidt, Geschäftsführer des Awo-Bezirksverbandes die Baupläne. In Richtung Kinderspielplatz sei ein Grundstück erworben worden, dort werde ein kompletter Neubau entstehen. In dem neuen Gebäude, mit Untergeschoss, Erdgeschoss und einem ersten und zweiten Obergeschoss, werden Funktionsräume und der Wohnbereich für 112 pflegebedürftige Menschen angesiedelt sein. Die Einrichtung bietet derzeit 109 Pflegeplätze. Jeweils 16 Bewohner bilden dann insgesamt 7 Hausgemeinschaften.

Jede Hausgemeinschaft teilt sich gemeinschaftlich ein großes Wohnzimmer und eine kleine Küche. Alle Räume sind Einzelzimmer und verfügen über ein Badezimmer, das auch von Rollstuhlfahrern bequem genutzt werden kann. Für Partner besteht die Möglichkeit der Nutzung eines gemeinsamen Badbereichs und Vorflurs. Der an das Hochhaus angrenzende mittlere Teil wird mit dem Neubau verbunden sein, der dortige Speisesaal und die Zentralküche werden komplett saniert. Der ebenfalls im mittleren Teil angesiedelte Bereich der Kurzzeitpflege wird modernisiert und von derzeit vier auf 14 Plätze erweitert. Auch die gut funktionierende Tagespflege wird räumlich verbessert. Zwischen 14 und 15 Tagespflegegäste (heute acht) können dann ebenfalls in dem mittleren Gebäudeteil betreut werden.

18 Monate Bauzeit

„Das Hochhaus wird für die Pflege nicht mehr benötigt“, so Schmidt. Im Jahre 1974 war das Haus seiner Bestimmung übergeben worden. Dort könne man sich „Wohnen für Senioren“ vorstellen, differenzierte Schmidt. „Das wird eine große Herausforderung sein, weil die Mieten bezahlbar bleiben müssen“, so Schmidt weiter. Wenn es zu keiner Nutzung des Gebäudes komme, sei auch ein Abriss vorstellbar. Die Kosten dafür beziffert Schmidt auf rund 800000 Euro. Die Pläne seien mit der Stadt Stadtallendorf abgestimmt. Theoretisch könne man morgen den Bauantrag stellen. Aktuell klärt die Awo Nordhessen die Finanzierung.

Wie lange die Bearbeitung dauere, sei nicht absehbar, erklärte Schmidt. Er nannte aus diesem Grund auch keinen Termin für den Baubeginn. „Wenn eine Zusage vorliegt, werden wir zeitnah in die Umsetzung gehen. Der Betrieb kann in dieser Zeit ohne Einschränkung fortgeführt werden“, betonte Schmidt, der in einem Gespräch mit der Oberhessischen Presse von einer Investition von deutlich über zehn Millionen Euro sprach. Die geplante Bauzeit bezifferte Schmidt auf rund 18 Monate. „Stadtallendorf ist für uns einer der wichtigsten Standorte in Hessen“, unterstrich er.

Ortsverein braucht neue Mitglieder

„Die Awo wird aktuell bleiben“, hob anschließend der Ortsvereinsvorsitzende Helmut Heyn hervor. Das Konzept mit den Hausgemeinschaften und dem Pflegekonzept vermittele Häuslichkeit. „Das ist das Wichtigste für uns“, so Heyn. Neben rund 100 Mitgliedern freute sich Heyn, wieder eine große Anzahl politischer Mandatsträger begrüßen zu können. Dass Stadtallendorf für den Bezirksverband eine der wichtigsten Standorte in Hessen sei, spreche für die Region, erklärte Landrätin Kirsten Fründt. „Es passiert etwas in Stadtallendorf“, freute sich Stadtverordnetenvorsteherin Ilona Schaub mit Blick auf die Baupläne.

Bürgermeister Christian Somogyi, zugleich stellvertretender Awo-Ortsvereinsvorsitzender, erinnerte an die Zusammenarbeit zwischen Herrenwald-Wohnbau, Awo und Stadt beim Projekt in der Niederkleiner Straße. Er habe nichts gegen einen eventuellen Abriss des Hochhauses, erklärte Somogyi. „Der Bau wäre eine Bereicherung für unsere Stadt“, unterstrich Somogyi. Weit über 90 Veranstaltungen habe man im vergangenen Jahr angeboten, erklärte Heyn. Sorge bereite dem Ortsverein die rückläufigen Mitgliederzahlen, einerseits bedingt durch den demografischen Wandel, anderseits aber auch durch das durchschnittlich höhere Alter der Mitglieder.

von Karin Waldhüter

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