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Autohof bekommt eine Hausbrauerei

Großes Gasthaus für Stadtallendorf Autohof bekommt eine Hausbrauerei

Der vorletzte weiße Fleck auf dem Plan des Stadtallendorfer Autohofs ist gefüllt. Der Gastronom Jens Täuber will dort ein besonderes gastronomisches Konzept verwirklichen.

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Jens Täuber (von links), Christian Somogyi, Hasan Ögretmen, Muhammed Ögretmen und Manfred Beier zeigen die Pläne für das Gasthaus „Das Wichtel“, das auf dem Autohof entstehen soll.

Quelle: Matthias Mayer

Stadtallendorf. Das Projekt entsteht an der Zufahrt zum Autohof und bekommt ein den Autohof architektonisch beherrschendes Merkmal: einen bierfassartigen Aluminium-Turm. Der weist auf das besondere Merkmal des geplanten Gastronomie-Betriebs hin: Der beherbergt eine Hausbrauerei, in der das Wichtel-Bier gebraut wird. Das geht nicht in den Handel, sondern wird ausschließlich in den Wichtel-Gaststätten ausgeschenkt, wie Jens Täuber während der Vorstellung des Projekts im Stadtallendorfer Rathaus erklärte.

Täuber betreibt im Raum Stuttgart vier Gaststätten und hatte nach eigenem Bekunden nie vor, den schwäbischen Ballungsraum unternehmerisch zu verlassen. Das Drängen des Autohof-Investors Hasan Ögretmen, einem langjährigen Freund, habe ihn schließlich bewogen, sein gastronomisches Konzept auch in Oberhessen umzusetzen.

Koch und Braumeister über die Schulter schauen

Bürgermeister Christian Somogyi zeigte sich hoch erfreut über diese Entscheidung. Stadtallendorf bekomme eine neue Attraktion. Größe und Raumkonzept mache das Gasthaus auch zu einem Ort für größere Veranstaltungen, Vereins- und Familienfeiern.

Der ausführende Architekt Manfred Beier stellte das Raumprogramm vor, das sich auf den Turm und ein rotes Backsteingebäude verteilt. Das Untergeschoss des Turms ist der Brauereitechnik vorbehalten. Im Erdgeschoss steht der Sudkessel, um den sich Sitzgruppen gruppieren. Insgesamt finden sich im Turm 110 Quadratmeter Gastronomie-Fläche. Im Backsteingebäude misst der zentrale Gastraum 140 Quadratmeter.

Zwei Tagungsräume, 50 und 70 Quadratmeter groß, können auch für Familienfeiern genutzt werden. Ein Billardraum und ein großer Biergarten runden das Angebot für den Gast ab. Auf den warten deutsche Gerichte aus der Warmküche und Spezialitäten aus der Pizzaküche. Den Köchen in den gläsernen Küchen können die Gäste ebenso bei der Arbeit zuschauen wie dem Braumeister.

Gastronom braucht die Autobahn 49 nicht

Wie Jens Täuber auf OP-Anfrage erklärte, setzt sein Geschäftsplan nicht auf die A 49, die unweit des Autohofs eine Autobahnzufahrt bekommen soll: „Wenn die Straße kommt, ist es schön, aber wir brauchen sie nicht.“ Stadtallendorf und Umgebung sowie der Verkehr von der B 454 reichten ihm, um seine geschäftlichen Ziele zu erreichen.

Feste Bestandteile des Autohofs werden neben dem Wichtel-Gasthaus eine Tankstelle, das Verwaltungszentrum des Autohofs und ein McDonalds-Restaurant sein. Für die einzige noch freie Fläche hat Hasan Ögretmen bereits eine konkrete Vorstellung. Vor deren Umsetzung müssten jedoch noch einige Fakten abgeklärt werden, sagte er.

Manfred Beier berichtete, dass der Autohof energieautark werden solle. Zu den Photovoltaik-Anlagen sei ein möglicherweise mit Biomasse und der Wärme aus Abluft zu betreibendes Heizkraftwerk vorgesehen, das über ein kleines Nahwärmenetz das ganze Gewerbegebiet im Nordwesten Stadtallendorfs mit Wärme versorgen könnte.

Wann geht‘s los? Manfred Beier nannte einen engen Zeitrahmen: „Noch heute reichen wir den Bauantrag für den ersten Bauabschnitt mit der Zufahrt und der Erschließung für den Autohof ein. In vier Wochen sollten die Bauanträge für die Gebäude folgen. Die Eröffnung des Ausschreibungsverfahrens erwartet der Architekt bis Mitte Oktober und mit der Erteilung der Baugenehmigungen rechnet er noch in diesem Jahr. Möglicher Baustart: Frühjahr 2018. Möglicher Fertigstellungstermin: Ende 2018.

von Matthias Mayer

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