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Auf dem Weg zum Regionalliganiveau

Stadion Auf dem Weg zum Regionalliganiveau

Zum Trainingsauftakt der Regionalligamannschaft übergab Bürgermeister Christian Somogyi den neuen Kunstrasen an die Fußballer von Eintracht Stadtallendorf.

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Christian Somogyi (Vierter von links) übergab symbolisch ein Stück Rasen an die Kicker.Foto: Henkel

Stadtallendorf. „Wir sind eine Woche vor Termin fertig geworden“, freute sich Stadtallendorfs Bürgermeister Somogyi und nahm mit seinen Magistrats­kollegen den neuen Kunstrasen genauer in Augenschein. Der entspricht dem neuesten Stand der Technik und die Stadt kann, anders als beim Vorgängermodell, auf Bewässerung verzichten.

Gedacht ist der neue, Fifa-zertifizierte Kunstrasenplatz in erster Linie für den ganzjährigen Trainingsbetrieb der drei Erwachsenenmannschaften der Eintracht sowie der 19 Jugendmannschaften der JFV Stadtallendorf / Ostkreis. Für die D- und E-Jugendlichen wurden extra Kleinspielfeldmarkierungen aufgebracht. Zusätzlich kaufte die Stadt vier neue Tore und zwei überdachte Auswechselbänke, installierte einen neuen Handlauf und besserte den Ballfangzaun aus, wie Susanne Fritsch, die das Projekt seitens der Stadt betreute, berichtete.

Somogyi erklärte, dass der geplante Kostenrahmen von 350000 Euro geringfügig unterschritten wurde. Zu 80 Prozent wird das Projekt vom Land Hessen über ein auf zehn Jahre zinsfreies Darlehen finanziert. Zu den Jugendspielern sagte er, dass der neue Kunstrasenplatz sie wohl ihre gesamte Fußballerkarriere begleiten werde, verspreche dieser doch eine Haltbarkeit von 15 bis 20 Jahren.

Auch freiwillige Helfer der Eintracht waren, wo immer möglich, zur Stelle, um Kosten einzusparen. Vorsitzender Reiner Bremer führte bei Übergabe den sportlichen Erfolg auch auf die guten Trainingsbedingungen in Stadtallendorf zurück. Er betonte, dass die Eintracht bei Spielen gegen Gegner, zu denen nicht so viele Zuschauer erwartet würden, auf den Kunstrasenplatz aus­weichen könnte - allerdings nur auf Antrag.

Derweil bemüht sich die Stadt, das Stadion an sich auf Regionalliganiveau zu bringen. Eigentlich müsste sie die mit 100-Lux-Lampen ausgestatteten Flutlichtanlagen so umgestalten, dass 400 Lux Leistung erreicht werden. Dies würde allerdings mindestens weit über 200000 Euro kosten. Auf Anfrage Bremers erteilte die Regionalliga Südwest GbR der Eintracht eine Ausnahmegenehmigung, wonach sie die Leistung nur auf 200 Lux erhöhen muss - was immer noch fast 80000 Euro kostet. Für Spiele mit Fernsehübertragung müssten die Stadtallendorfer zusätzliche mobile Flutlichtmasten anmieten, da dann stärkere Lichtquellen benötigt werden. Sie gehen aber davon aus, dass dies maximal einmal pro Saison der Fall sein wird.

30000 Euro investiert die Stadt außerdem in einen Zaun für den Gästebereich - ebenfalls eine Auflage der Regionalliga Südwest GbR. Die Investitionen sind für die Stadt kein Problem, da eine Kanalsanierung nicht so teuer ausfiel wie befürchtet.

Ansonsten seien es nur noch Kleinigkeiten, die zu erledigen sind, um das Stadion für die neue Liga tauglich zu machen, erklärt Bremer auf Nachfrage dieser Zeitung. Unter anderem gelte es, drei zusätzliche Verpflegungsstände und mobile Toiletten parat zu halten - Projekte, die die Eintracht durch Eigenleistung erledigen werde.

von Heinz-Dieter Henkel und Florian Lerchbacher

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