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Bei der Sau bleibt alles gleich

Altstadtkirmes in Stadtallendorf Bei der Sau bleibt alles gleich

Mit einem neuen Rekord klang die Altstadtkirmes, zu der die Vereinigung der Altstadtvereine eingeladen hatte, aus. Für einen guten Zweck wurden so viele Lose wie noch nie verkauft.

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Als die Stimmung im Festzelt auf dem Höhepunkt war, kam es zur Verlosung zahlreicher Preise.

Quelle: Karin Waldhüter

Stadtallendorf. Eine Tradition wird erst dann zur Tradition, wenn es Menschen gibt, die sie leben: Nach alter Tradition traf sich die Dorfjugend zum Festauftakt am Freitag, um die 14 Meter hohe Kirmestanne aus dem Wald zu holen, zu schmücken und neben dem Festplatz aufzustellen. „Dieses Jahr war eins der wenigen Jahre, wo der Kirmesbaum beim ersten Zug stand“, berichteten Christoph Gohout, Patrick Nasemann und Michael Müglich vom Vorstand der Vereinigung der Altstadtvereine, zu dem auch Christoph Boege und Tobias Müller zählen. Hinter der Vereinigung stehen elf Altstadtvereine mit rund 1700 Mitgliedern. Gefeiert wird der Jahrestag der Einweihung der barocken St. Katharina-Kirche – und das schon seit über 250 Jahren.

Am Samstagabend spielten im beheizten Festzelt die beliebten „Skyliners“ auf. Mit 450 zahlenden Gästen war die Veranstaltung sehr gut besucht und die Stimmung, begünstigt durch den Sieg der Eintracht und den Sieg der Altherrenmannschaft, die den errungenen Kreispokal im Festzelt präsentierte, top.

Das Kirmeshochamt am Sonntagmorgen begleitete der Männergesangverein. Und der trotzte dem Regen und ließ es sich nicht nehmen, im Anschluss noch drei Ständchen vor der Kirche zu singen.

Zum Familiennachmittag am Sonntag war das Zelt wieder voll. Beeinträchtigungen aufgrund des zeitgleich stattfindenden Herbstmarktes seien kaum spürbar gewesen, erklärten die Vorstandsmitglieder. Die Frauengemeinschaft sorgte für Kaffee und Kuchen, die Stadtallendorfer Musikanten spielten auf, und auch der Star der Sendung „Willi will‘s wissen“, Helmar „Willi“ Weitzel, feierte mit.

50 Helfer sorgten für reibungslosen Ablauf

Nach dem Kirchgang am Montag ist der anschließende Frühschoppen stets sehr gut besucht. Gohout nutzte die Gelegenheit, die rund 50 Helfer für ihren Einsatz zu loben. Erst vor zwei Monaten hatten die ehrenamtlichen Helfer mit viel Einsatz das Altstadtfest gestemmt.

Schmückte in der Vergangenheit noch eine Allgäuer Berglandschaft mit wenig Bezug zu Stadtallendorf die Bühnenrückwand, so ist es jetzt ein neues großes Plakat mit der Kirche St. Katharina im Mittelpunkt. Vor diesem Hintergrund steuerte der Frühschoppen mit viel Freibier direkt auf die dritte „Ahndorfer Kirmes-Sau-Verlosung“ zu. Die Stimmung am späten Nachmittag im rappelvollen Festzelt war nicht zu toppen. Gohout versuchte, sich mittels eines Mikrofons Gehör zu verschaffen, um einen neuen Kirmesrekord zu verkünden. Insgesamt 800 Lose waren für jeweils einen Euro verkauft worden. Der Erlös kommt der Elterninitiative für leukämie- und tumorkranke Kinder Marburg zugute.

Zur anschließenden Preisverlosung holte sich Gohout die beiden „Losfeen“ Lennox und Luis auf die Bühne. Fünf Kirmes-VIP-Pakete gewannen Alessio Angiargiu, Elisabeth Schmitt, Holger Schütz, Lina Hahn und Klara Gohout. Den Kirmesbaum (Brennholz zur Selbstabholung) gewann Melina Schmitt nur deshalb, weil „Humi“, dessen Name zuvor aus der Lostrommel gefischt worden war, sich nicht mehr im Zelt aufhielt.

Mit Verlosung der halben Kirmes-Sau stieg die Stimmung im Zelt spürbar an, erst recht, als der Name Thomas Schratz gezogen wurde, der schon im vergangenen Jahr die halbe Kirmes-Sau gewonnen hatte. Einen Gutschein für die zweite Hälfte der Kirmes-Sau gewann Fabian Mann. Mit Musik von Günther Jockel klang der Kirmesmontag, für den sich viele Besucher extra Urlaub genommen hatten, am Abend aus.

von Karin Waldhüter

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