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Stadtallendorf und Region gewinnen

Intercity-Halte Stadtallendorf und Region gewinnen

Am späten Donnerstagnachmittag verkündete die Bahn-Pressestelle die überraschenden Neuig­keiten in Sachen Intercity-Halte. Stadtallendorf profitiert demnach, ohne dass Wabern dabei verliert.

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Stadtallendorfs barrierefrei ausgebauter Bahnhof wird deutlich attraktiver. Fernzug-Reisende bekommen ab Dezember zahlreiche Intercity-Halte, plant die Bahn AG.

Quelle: Florian Lerchbacher

Stadtallendorf. Stadtallendorf. Wann welche Intercitys ab dem neuen Winterfahrplan in Stadtallendorf halten, wird wohl erst im Oktober endgültig klar sein. Seit Donnerstag gibt es aber klare Planungen des Unternehmens für mehrere Inter­city-Halte. Fest beabsichtigt ist, dass in den Morgenstunden in Richtung Frankfurt und weiter nach Karlsruhe und in den Nachmittagsstunden in Richtung Kassel und Hannover zwei Intercitys in Stadtallendorf halten. Zusätzlich vorgesehen ist in den Planungen zur Optimierung des Fernzugangebotes auf der Main-Weser-Bahn, dass in der übrigen Zeit abwechselnd Intercitys in Stadtallendorf und Wabern halten werden. In Treysa gibt es keine Änderungen, es bleibt bei einem Zwei-Stunden-Takt.

In dem Paket, das die Bahn am Donnerstag vorstellte, ist darüber hinaus vorgesehen, dass freitags und sonntags ein Intercity aus Norden in Stadtallendorf halten wird. Das wäre vor allem für Fernpendler attraktiv. Doch noch muss die Umsetzung all dieser Planungen abgewartet werden. Der Fahrplan, der ab Dezember gelten soll, muss all diese Überlegungen auch hergeben, die Planungen und weiteren Prüfungen laufen, wie auch eine Bahnsprecherin gegenüber der OP noch einmal hervorhob.

Dass es in Stadtallendorf und damit für die gesamte Region deutliche Verbesserungen geben wird, scheint aber sicher. Jetzt wird es auf die Umsetzung ankommen und dann auf die Akzeptanz der neuen Angebote. Als Wirtschaftsunternehmen muss die Bahn auf die Fahrgastzahlen schauen. Das gesamte Angebot, das nun neu entsteht, wird in zwei Jahren noch einmal überprüft.

Breite Unterstützung wirkt

Als einer der ersten erfuhr Bürgermeister Christian Somogyi (SPD) von den Ergebnissen der Gespräche. „Ich bin einfach nur glücklich“, sagte er in einer ersten Stellungnahme. Er verwies auf das breite Bündnis, das sich in Stadtallendorf zum Wohle der gesamten Region gebildet hatte. Im Februar schlossen sich die führenden Wirtschaftsunternehmen Ferrero, Eisengießerei Winter, HOPPE, der Landkreis und die Führung der Division Schnelle Kräfte zusammen. Sie schrieben gemeinsam an den Bahnvorstand. Doch die Bemühungen gehen viel weiter zurück. Eingebunden waren beide heimischen Bundestagsabgeordneten. In Stadtallendorf gab es vertrauliche Verkehrskonferenzen zwischen Bahn, Stadt, Unternehmen und Politik.

Zweifellos dürfte auch die gute Resonanz auf den bisher einzigen Intercity-Halt morgens um 5.49 Uhr Richtung Frankfurt den Bedarf im Ostkreis unterstrichen haben. Zuletzt hatten noch einmal Ostkreis-Kommunen und der Kreistag die Forderungen nach mehr Intercity-Halten bei der Bahn unterstützt. „Stadtallendorf bekommt jetzt den Stellenwert, den es aufgrund seiner jahrelangen Entwicklung verdient“, sagte Somogyi am Donnerstag.

ERSTE REAKTIONEN

Sören Bartol (SPD) , Bundestagsabgeordneter: Das ist eine Stärkung des Lebens- und Wirtschaftsstandortes Stadtallendorf und des gesamten Ostkreises. Es lohnt sich, wenn ein Bürgermeister wie Christian Somogyi ein so wichtiges Anliegen derart vorantreibt und Gespräche flankiert. Jetzt kommt es darauf an, dass die neuen Angebote auch genutzt werden.

Dr. Stefan Heck (CDU ), Bundestagsabgeordneter: Ich freue mich sehr, dass unsere gemeinsamen Bemühun­gen gefruchtet haben. Es ist gut, dass die Bahn ihre Entscheidung getroffen hat, denn so wird sie der Bedeutung der Stadt als wichtiger Wirtschaft- und Bundeswehrstandort gerecht. Ich glaube, das breite Bündnis aus Politik, Wirtschaft und Behörden hat ein eindrucksvolles Signal gesetzt.

Marian Zachow (CDU ), Erster Kreisbeigeordneter: Das ist mehr, als wir alle am Anfang erwartet haben. An diesem Beispiel zeigt sich, was eine ganze Region zu leisten vermag. wenn man sich gegenseitig auf so breiter Basis unterstützt.

von Michael Rinde

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