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Stadt will ihre Besonderheiten zeigen

Neuerung Stadt will ihre Besonderheiten zeigen

"Wir haben jede Menge geologische Highlights", sagt Bürgermeister Michael Richter-Plettenberg und verweist darauf, dass Amöneburg nördliches Eingangsportal zur "Vulkanregion Vogelsberg" ist.

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Die Ostwand ist „Geotop des Jahres 2014“. Deutlich zu erkennen sind die zumeist sechseckigen Basaltsäulen, die entstehen, wenn
Lavaströme abkühlen.Foto: Florian Lerchbacher

Amöneburg. „Der Vogelsberg -das größte geschlossene Vulkangebiet auf dem europäischen Festland (...), reich an geologischen Schönheiten.“ So heißt es auf der Homepage des „Geoparks Vulkanregion Vogelsberg“.

Politisch gehört Amöneburg zwar nicht zum Vogelsberg, die Stadt auf dem ehemaligen Vulkanschlot fungiert seit einiger Zeit allerdings als nördliches Eingangsportal des Geoparks. Und so will auch sie ihre geologischen Schönheiten nun besser in Szene setzen -zum Beispiel die spektakuläre „Ostwand“, die Geotop des Jahres 2014 der Deutschen Vulkanologischen Gesellschaft, Fachsektion Vogelsberg, ist.

Aus diesem Grund plant sie zwei Geopfade, die wiederum Extratouren eines Ohmtal-Rundwanderweges sein könnten, den Amöneburg gemeinsam mit der Stadt Homberg - und am Rande mit der Stadt Stadtallendorf - auf die Beine stellen will. „Seit Jahren haben wir den Wunsch, die Fläche zwischen unseren Schlössern wandermäßig zu erschließen“, erklärt Bürgermeister Michael Richter-Plettenberg und betont: „Wir möchten die Höhepunkte aus Natur, Landschaft und Wirtschaft vernetzen.“ Vor allem landschaftlich gebe es markante Punkte wie das Schweinsberger Moor - was die Stadt Stadtallendorf ins Spiel bringt: „Wer in dieser Region einen Wanderweg plant, kommt an Schweinsberg nicht vorbei“, sagt Richter-Plettenberg.

Insgesamt rund 100 Kilometer könnten bei dem Wanderwegenetz zusammenkommen, schätzt Richter-Plettenberg und hebt hervor: „Es würde Tagestouristen eine gute Auswahl bieten - sich aber gleichzeitig auch für mehrtägige Ausflüge anbieten“, sagt er. Die Streckenführung stehe „grob“ - auf Amöneburger Seite habe sich Norbert Nau, Wanderwart der Wanderfreunde verdient gemacht. Allerdings müsse die Stadt noch Gespräche mit einigen Privateigentümern führen und um Erlaubnis bitten, dass die Wege über ihre Gebiete führen. Zudem muss die Stadt noch gemeinsam mit den Partnern Homberg und Stadtallendorf Förderanträge stellen.

Ähnlich ist der Stand bei den Geopfaden. „Wir sind in der Konzeptphase“, sagt der Bürgermeister. Die Arbeit werde im Rathaus erledigt, daher koste es etwas mehr Zeit, als wenn sich Experten damit auseinandersetzten. Mögliche Stationen sind die Wenigenburg, die Brücker Mühle, die Schlossruine, der Mauerrundweg, der Brücker Wald, in dem Quarzit abgebaut wurde und natürlich die Ostwand mit ihren Basaltsäulen, die entstehen, wenn Lavaströme abkühlen. Einen wunderbaren Blick über das Ohmtal könnten die Wanderer vom „Bilstein“ bekommen, der Spitze des Säulen-Basaltkegels. Ein Punkt, an dem die Natur zur Geltung kommen soll, ist zum Beispiel der Heckenhain, der besonders im März und April wegen der Frühjahrsblüher Lerchensporn, gelbes Windröschen, Buschwindröschen, Scharbockskraut, Waldbingelkraut und Aronstab ein Hingucker ist.

Die Realisierung des Projektes ist für das Jahr 2016 geplant. Die Stadt hat laut Richter-Plettenberg zudem von Dr. Astrid Wetzel, der Leiterin des Naturschutz-Informationszentrums (Niza), die Zusage, dass sie den in die Jahre gekommenen Naturlehrpfad auffrischen will - sowohl von der Optik her als auch vom Informationsgehalt.

Insgesamt sehe er Wanderwege als gute Chance an, um Touristen nach Amöneburg zu holen, fasst Richter-Plettenberg zusammen. Die Amanabourch-Tour sei der Anfang gewesen - und erfreue sich bereits großer Beliebtheit.

von Florian Lerchbacher

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Von Redakteur Florian Lerchbacher

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