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Stadt sucht nach sinnvoller Investition

Heinz-Lang-Park Stadt sucht nach sinnvoller Investition

Im Stadtallendorfer Haushalt für das laufende Jahr stehen seit der Verabschiedung im Juli Gelder für Sofort-Maßnahmen im Heinz-Lang- und im Rathauspark bereit.

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Ein ungelöstes Problem im Heinz-Lang-Park bleibt das zugewachsene Ufer. Ein Entfernen könnte je nach Aufwand bis zu 70 000 Euro kosten. Die Spielgeräte (kleines Foto) werden Zug um Zug ausgebessert. Fotos: Michael Rinde

Stadtallendorf. Insgesamt 40000 Euro, jeweils 20000 Euro für den Heinz-Lang- und für den Rathauspark, darf die Verwaltung entgegen ihrer ursprünglichen Planung noch in diesem Jahr ausgeben - allerdings nur für Investitionen. Doch wofür das Geld jetzt am Ende genutzt wird, ist noch nicht klar.

Dieses Geld war erst durch Parlamentsbeschluss bei Verabschiedung des Haushalts in der Juli-Sitzung bereitgestellt worden (die OP berichtete). Den Heinz-Lang-Park hatte die Stadt im Vorfeld des Hessentages 2010 erst mit rund zwei Millionen Euro Aufwand neugestaltet. Dafür hatte es erhebliche Zuschüsse aus dem Programm „Soziale Stadt“ gegeben.

Auch ohne die zusätzlichen Gelder ist die Stadt mit dem Heinz-Lang-Park ohnehin befasst, vor allem mit Unterhaltungsarbeiten. So sei geplant, die Spielgeräte des beliebten Abenteuer-Spielplatzes „Piratennest“ aufzuarbeiten. Kinder hatten in der Vergangenheit häufiger über Schäden, ins Holz geritzte Schimpfworte und Schmierereien geklagt - zuletzt bei Vorstellung des Kinder-Stadtplanes.

Außerdem werde es für die Skateranlage voraussichtlich eine neue Sitzfläche geben, erläuterte Bürgermeister Christian Somogyi (SPD) im Gespräch mit der OP vor seinem Urlaub. Denkbar wäre für ihn auch eine Aufwertung der Boule-Anlage, die derzeit zu wenig genutzt werde.

„Ich wünsche mir Hinweise von der Politik, wie sie das bereitgestellte Geld verwendet sehen will, beispielsweise bei Beratungen in einer Ausschuss-Sitzung“, sagt Somogyi und beschreibt damit die derzeit noch unklare Ist-Situation. Die Politik hatte ihrerseits schon signalisiert, dass sie bei Veränderungen im Park, der „grünen Lunge“ der Stadt, wieder die Bürger einbeziehen will. Das hatte bei der grundlegenden Neugestaltung der Anlagen sehr gut funktioniert. Rund 200 Stadtallendorfer hatten sich an einer Befragung geäußert und Ideen eingebracht.

Ein drängendes Problem wird die Stadt mit dem zusätzlichen Geld allerdings nicht angehen können: den dichten Uferbewuchs des Teiches. Bei einem Aktionstag im vergangenen Jahr hatte sich gezeigt, dass sich des Problems nicht mit herkömmlichen Mitteln Herr werden lässt (diese Zeitung berichtete). Seitdem hat sich der Bewuchs weiter ausgedehnt. Vom Spielplatz aus ist der Teich mittlerweile nicht mehr zu sehen. „Es müsste das Wasser abgelassen und das Ufer wohl ausgekoffert werden“, erläutert der Bürgermeister auf Nachfrage. Doch das koste Schätzungen zufolge zwischen 50000 und 70000 Euro. Dieses Geld will Somogyi im Moment noch nicht investieren. Eine Lösung steht also noch weiter aus. Hoffnungsvoll ist die Verwaltung hingegen, was die Situation im Wasser angeht. Dank der Hilfe des Angelsportclubs schwimmen seit vergangenem November dort Hechte und Barsche und rücken der Goldfisch-Plage zuleibe.

Welche zusätzlichen Investitionen im Rathauspark möglich sind, um ihn attraktiver zu machen, ist auch noch ungeklärt. Dort hatte die Stadt zuletzt das Ehrenmal samt des kleinen Platzes davor saniert.

von Michael Rinde

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