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Stadt schließt Lücke zwischen den Baugebieten

Baugebiet Stadt schließt Lücke zwischen den Baugebieten

Kirchhains Parlamentarier haben am Montag während der Stadtverordnetenversammlung das neue Baugebiet auf der "Röthe" auf den Weg gebracht.

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Im August 2009 gaben die Kirchhainer das Baugebiet Röthe III zur Bebauung frei. Inzwischen sind dort fast alle der einst 80 Bauplätze verkauft.

Quelle: Archivfoto: Alfons Wieber

Kirchhain. Einstimmig votierten die 34 Stadtverordneten für den von der Verwaltung vorgelegten Vorschlag zur Aufstellung eines Bebauungsplans für das neue Baugebiet „Röthe 0“. Gleichzeitig erteilten sie damit dem städtebaulichen Entwicklungsvorschlag eines privaten Investors eine Absage.

Ziel der neuen Bauleitplanung ist die Schaffung von Bauplanungsrecht für die Ausweisung von Wohnbauflächen, um letztendlich die Lücke zu schließen zwischen den Baugebieten entlang der „Röthestraße“ und dem Baugebiet „Röthe I“.

Der Bebauungsplan „Röthe III“ist mittlerweile weitestgehend umgesetzt. Seit August 2009 sind die dort verfügbaren Grundstücke fast alle an Bauwillige veräußert oder bereits bebaut. „Da der Bedarf nach wie vor da ist, halten wir es für notwendig, ein neues Baugebiet zu erschließen“, warb Bürgermeister Jochen Kirchner vor der Abstimmung um Zustimmung. Die Stadt will dazu die in Frage kommenden Flächen nach dem sogenannten Ein-Euro-Modell aufkaufen. Finanziert werden soll die Erschließung durch den anschließenden Abverkauf der Bauplatzgrundstücke. Die Gesamtfinanzierung liegt bei der Gemeinde. Ziel ist die Entwicklung eines allgemeinen Wohngebietes mit Ein- und Zweifamilienhäusern.

„Nein“ zum Investor

Die Stadtverordneten sprachen sich gegen einen Investor und für die Selbstvermarktung durch die Kommune aus, weil diese bereits umfangreiche Vorleistungen getätigt hat - zum Beispiel hatte sie Baustraßen und Maßnahmen zur Regenrückhaltung geschaffen.

Ebenso einstimmig votierten die Stadtverordneten für die Aufstellung eines Bebauungsplans „Sondergebiet Biomassezentrum Stausebach II“ und die damit verbundene Änderung des Flächennutzungsplans. Es handelt sich dabei um die am nordwestlichen Ortsrand von Kirchhain zwischen dem bestehenden Biomassezentrum, der L 3073 (Kirchhain-Anzefahr) und der Trasse der ehemaligen Wohratalbahn gelegene Fläche. Mit dem neuen Bebauungsplan soll Bauplanungsrecht zur Sicherung und Weiterentwicklung des bestehenden Biomassezentrums geschaffen werden.

Auf den Erweiterungsflächen ist die Lagerung und Aufbereitung von verschiedenen Anlagenkomponenten des Biomassehofs geplant. Außerdem soll dort ein Biomassekessel für die Nahwärmeproduktion und technische Anlagen für die Weiterentwicklung und Forschung von Produktionsprozessen im Zusammenhang mit erneuerbaren Energien errichtet und betrieben werden.

von Alfons Wieber

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Von Redakteur Florian Lerchbacher

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