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Stadt schafft Baurecht für Edeka-Markt

Stadtallendorf Stadt schafft Baurecht für Edeka-Markt

Das Großprojekt Edeka-Markt, mit dem viele Hoffnungen in Stadtallendorf verbunden werden, hat eine entscheidende Hürde genommen. Es gibt endgültig Baurecht. Im nächsten Schritt steht der baldige Abriss des alten Baumarktes an.

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Der Abriss des früheren Baumarktes rückt näher.

Quelle: Thorsten Richter

Stadtallendorf. Der letzte formale Akt ist gelaufen, unspektakulär fasste das Stadtparlament den sogenannten Satzungsbeschluss für die „1. Änderung des Bebauungsplans Hauptzentrum“. Einstimmig und ohne Aussprache fiel die Entscheidung. Damit besteht Baurecht für die Ansiedlung des geplanten neuen Edeka-Marktes mit einer Verkaufsfläche von rund 2500 Quadratmetern.

Wie die OP mehrfach berichtete, hatten sich das Handelsunternehmen und die Stadt auf eine umfangreiche Umplanung geeinigt. Der neue Markt entsteht angelehnt an das Geschäftsgebäude mit dem Kleinkaufhaus. Ein Grundstückstausch macht es möglich. Edeka bringt dabei Gelände des ehemaligen Herkules-Baumarktes ein, knapp 10000 Quadratmeter. Dafür bekommt das Unternehmen das Baugrundstück. Unter dem Strich wird die Stadt sogar ein leichtes Flächenplus haben, für das sie einen Ausgleich an das Unternehmen zahlen wird (die OP berichtete im Oktober). Mit der Edeka-­Ansiedlung verbinden sich in Stadtallendorf große Hoffnungen: Der Markt soll Kaufkraft binden, sprich Kunden auch in die Stadtmitte holen. Damit soll der neue Markt das schaffen, was eigentlich schon durch die Bebauung des früheren Busbahnhofes und durch das Ladengebäude erreicht werden sollte. In den Planunterlagen gibt es dazu konkrete, für den Laien zunächst mal theoretisch erscheinende Berechnungen: Durch den Markt-Neubau soll sich die Kaufkraftbindung im Mittelzentrum Stadtallendorf von derzeit 67 auf 97 Prozent verbessern - zumindest im Lebensmittelsortiment.

Wie aus den Unterlagen auch hervorgeht, erwartet das Planungsbüro, das die Bebauungsplan-Änderung entwickelt hat, einen Umsatz von rund 11,8 Millionen Euro für den Edeka-Markt. Das entspräche dem Volumen, das auch für den Rewe-Markt jenseits der Bahnlinie in den Unterlagen angegeben ist.

Abrissantrag ist bereits gestellt

Die lange Planungszeit ist mit dem Beschluss des Stadtparlaments nun wohl endgültig vorüber. Inzwischen hat das Handelsunternehmen den Abrissantrag für den früheren Baumarkt gestellt. Dies berichtet Gregor Muth, Abteilungsleiter Akquisition in der hessischen Edeka-Zentrale in Melsungen gegenüber der OP. Doch einen Termin für den Start will das Unternehmen genau mit der Stadtverwaltung abstimmen. „Wir wollen auf die schon vorhandene Hallenbad-Baustelle Rücksicht nehmen“, sagt Muth. Deshalb werde es im Laufe dieser Woche Koordinierungsgespräche geben. Theoretisch ist es denkbar, dass der Abriss des alten Gebäudes noch in diesem Jahr begonnen wird. Ob das aber so kommen wird, ist im Moment noch ungewiss.

Und wann wird der neue Edeka-Markt in Stadtallendorfs Innenstadt eröffnen? Da gibt sich Muth zuversichtlich und formuliert ein Wunschziel: „Wir möchten, dass wir bis zur Adventszeit 2015 so weit sind.“ Edeka baut und finanziert das Projekt komplett in eigener Regie. Das Gebäude bleibt im Bestand des Unternehmens, wird also nicht nach Fertigstellung weiterverkauft, wie es bei der Busbahnhofsbebauung seinerzeit geschah.

nDas Handelsunternehmen und die Stadt wollen über die Planungen berichten. Am Mittwoch, 3. Dezember, ab 19 Uhr gibt es eine Informationsveranstaltung in der Stadtallendorfer Stadthalle. Teilnehmer werden auch die Möglichkeit haben, Fragen zu stellen.

von Michael Rinde

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