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Stadt investiert in das "Werkzeug" der Wehren

Feuerwehrversammlung Stadt investiert in das "Werkzeug" der Wehren

Die Stadt Stadtallendorf investiert in den nächsten Jahren weiter in die Sicherheit ihrer Bürger, sprich in die Ausstattung der freiwilligen Feuerwehren.

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Bürgermeister Christian Somogyi (von links), Stadtbrandinspektor Uli Weber, sein Stellvertreter ­Daniel Prinz und der Erste Stadtrat Otmar Bonacker mit Lars Amrhein und Henning Fisbeck, die zum stellvertretenden Wehrführer und Wehrführer in Wolferode ernannt wurden.

Quelle: Michael Rinde

Stadtallendorf. Im Zentrum des Interesses der gemeinsamen Jahreshauptversammlung aller Stadtallendorfer Feuerwehren stand die Wahl des Stadtbrandinspektors und seines Stellvertreters. Ulrich „Uli“ Weber bleibt weitere fünf Jahre im Amt. Sein Stellvertreter Daniel Prinz setzte sich gegen seinen Herausforderer Patrik Schulz durch (die OP berichtete gestern). Weber und Prinz hatten ihre Ämter im Januar 2010 übernommen, wenige Monate vor dem Stadtallendorfer Jubiläums-Hessentag.

Der Jahresbericht von Stadtbrandinspektor Weber lieferte die Fakten rund um das Einsatzgeschehen im Jahr 2014: 97 Mal waren Stadtallendorfer Feuerwehren im Einsatz. Interessant ist die Aufteilung: Bei 18 dieser Einsätze ging es um die Brandbekämpfung, 55 Mal um technische Hilfeleistungen, dazu zählen schwere Verkehrsunfälle. Außerdem gab es 24 Fehlalarme, bei denen die ehrenamtlichen Einsatzkräfte unverrichteter Dinge wieder abrückten. Laut Weber ist die Zahl der Fehlalarme in Stadtallendorf gleichbleibend hoch.

204 Mitglieder in den Einsatzabteilungen

Bei den Brandsicherheitsdiensten, die die Ehrenamtlichen bei Veranstaltungen leisteten, ist es im vergangenen Jahr zu einer Verdopplung gekommen. Drei Einsätze ragten im vergangenen Jahr aus Sicht Webers heraus: Ein schwerer Verkehrsunfall am 19. Januar zwischen Stadtallendorf und Neustadt, bei dem Schwerverletzte unter einem Fahrzeug lagen, der Brand nach einem Blitzeinschlag in einer Wohnung im Kirchhainer Weg vom 11. Juli und die Besetzung aller Gerätehäuser nach dem Ausfall der Notrufnummer 112 am 3. September.

Zum Ende des Jahres gehörten 204 Frauen und Männer den Einsatzabteilungen der Stadtallendorfer Wehren an. In der Alters- und Ehrenabteilung gibt es derzeit 139 Mitglieder.

Lob gab es von Kreisbrandinspektor Lars Schäfer für Investitionsbereitschaft der Stadt Stadtallendorf in ihre Feuerwehren. „Je besseres Werkzeug man uns gibt, desto besser können wir im Ernstfall arbeiten“, sagte Schäfer während seines Grußwortes.

Bürgermeister Christian Somogyi hatte zuvor noch einmal aufgeführt, welche Investitionen beschlossen und geplant sind. Die Wehren in Hatzbach und Wolferode erhielten im vergangenen Dezember bereits ihre neuen Fahrzeuge. Sie kosteten jeweils rund 80000 Euro. Als nächstes steht die Anschaffung eines Löschfahrzeugs LF 10 für die Schweinsberger Wehr an. Dabei profitiert die Stadt von einem Programm des Landes. Das Schweinsberger Auto wird ein Katastrophenschutz-Fahrzeug, weshalb das Land das Fahrgestell finanziert. Kostenpunkt regulär: rund 180000 Euro.

Neue Fahrzeuge

Auch in Niederklein steht der Kauf eines neuen Fahrzeuges an, ebenfalls vom Typ LF 10, und auch rund 180000 Euro teuer. Das Schweinsberger Fahrzeug soll Ende diesen Jahres, Anfang nächsten Jahres ausgeliefert werden. Mit dem Eintreffen des Niederkleiner LF 10 rechnet Uli Weber auch zu Beginn des Jahres 2016.

Finanziell „dicke Brocken“ sind die Baupläne. In Hatzbach steht der Neubau des Feuerwehrgerätehauses an, zuletzt im Wirtschaftsplan von Dienstleistungen und Immobilien mit 648000 Euro beziffert, wobei Abschreibungen und die Abbruchkosten für das alte Gebäude darin enthalten sind. „Wir werden in den nächsten Wochen und Monaten mit dem Bau beginnen“, sagte Somogyi.

Und dann steht auch der Bau eines neuen Gerätehauses in Erksdorf bevor. Dort liefen die Diskussionen über einen Standort, derzeit warte die Verwaltung auf einen Vorschlag seitens des Ortsbeirats. In Erksdorf wie auch in Hatzbach sind Neubauten nötig, damit die Fahrzeuge neuer Bauart untergestellt werden können. Zudem ist das Hatzbacher Gebäude in einem schlechten Zustand.

„Dickster Brocken“ wird in den nächsten Jahren der Feuerwehrstützpunkt in der Kernstadt. Eine Kostenschätzung der Verwaltung geht bei diesem Gebäude von vier Millionen Euro aus. Derzeit prüft eine Arbeitsgruppe aus Vertretern der Werksfeuerwehren und der Stadtallendorfer Wehr, ob ein gemeinsamer Neubau denkbar wäre, dies wäre ein Novum (die OP berichtete).

Wahlen

Schriftführerin: Celina Henkel; Kassenwart: Harald Fischer; Jugendfeuerwehrwart: Falk Meier; stellvertretender Jugendfeuerwehrwart: Thomas Schneider; Alters- und Ehrenabteilung: Joachim Müller; Kassenprüfer: Patrik Wieber.

von Michael Rinde

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Von Redakteur Florian Lerchbacher

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