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Stadt finanziert das Boxcamp jetzt alleine

Stadtallendorf Stadt finanziert das Boxcamp jetzt alleine

Zum 1. Januar übernimmt die Stadt das Sport- und Boxcamp im Südstadtkiosk komplett in eigener Regie. Streetworker Sebastian Habura bekommt dann zusätzliche Verantwortung.

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Dieses Archivfoto zeigt eine öffentliche Boxvorführung des Camps im Heinz-Lang-Park.

Stadtallendorf. Eigentlich war es nunmehr eine Formalie, die das Stadtparlament am Donnerstagabend vollzog. Einstimmig billigten die 37 Stadtverordneten die vom Magistrat vorgeschlagene Übernahme des Sport- und Boxcamps. Dort wird Jugendlichen seit vier Jahren ein offenes Sportangebot geboten. Zugleich gibt es für die Gruppen eine sozialpädagogische Betreuung. Nachdem alle Zuschüsse ausgelaufen waren, stand das Angebot, das als „Erfolgsgeschichte“ bei der offenen Jugendarbeit gilt, schon mehrfach vor dem Aus.

Jetzt gibt es eine dauerhafte Perspektive. Die Stadt bringt für das Camp im Südstadtkiosk jährlich 12700 Euro auf. Dieses Geld verteilt sich unter anderem auf die stundenweise Bezahlung der sechs Boxtrainer. Zu dieser Summe muss auch noch ein Anteil am Gehalt des Streetworkers Sebastian Habura hinzugebucht werden.

Frank Hille (CDU) lobte ausdrücklich die Arbeit im Boxcamp und machte sich für dessen Weiterführung stark. Er übte aber auch deutliche Kritik am Zustandekommen des Beschlusses. Im vergangenen Jahr hatte das Stadtparlament festgelegt, dass das Camp vorbehaltlich von Zuschüssen bis zum 31. August weitergeführt werden sollte (die OP berichtete). Von der Nachricht, dass alle gestellten Zuschussanträge, unter anderem beim Bundesamt für Migration, gescheitert sind, erfuhren die Stadtverordneten aber erst in der Septembersitzung des Sozialausschusses. In der Zwischenzeit führte die Verwaltung das Camp mit Geldern aus dem Budget im Haushalt einfach weiter. Eine neue Entscheidung fiel nun erst am Donnerstagabend. „Das Parlament hat ein Recht darauf, früher informiert zu werden, die Entscheidung erst jetzt ist zu spät“, monierte Hille. Bürgermeister Christian Somogyi (SPD) begründete den zeitlichen Ablauf mit den späten Entscheidungen über Zuschüsse und entschuldigte sich für die späte Unterrichtung der Gremien.

von Michael Rinde

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