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Stadt Neustadt muss den „Regenbogen“ schließen

Kindertagesstätte Stadt Neustadt muss den „Regenbogen“ schließen

Kindertagesstätte hat erhebliche bauliche Mängel. „Ich hätte zu Beginn des Kindergartenjahres 2009 / 2010 lieber etwas Positives verkündet“, sagte Bürgermeister Thomas Groll am Dienstag, als er die Schließung des „Regenbogens“ mitteilte.

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Quelle: OP

Neustadt. Die Kindertagesstätte „Regenbogen“ ist geschlossen – das ist kein Wunder in den Sommerferien, allerdings bleibt die Einrichtung mindestens bis Ende des Jahres zu, vielleicht wird sogar ein Neubau fällig. Die Bodenplatte der rund 350 Quadratmeter großen Gebäudefläche ist feucht, teilweise sogar als nass einzustufen. Die baulichen Mängel kamen während Routinearbeiten zu Tage. Die Bodenbeläge in Küche und Flur sollten erneuert werden. Bei einer Probebohrung im Juni hatte es noch keine Anzeichen von Nässe in der Bodenplatte gegeben, der Schock kam vor einigen Tagen:

Handwerker entfernten die Bodenbeläge, woraufhin ihnen ein muffiger Geruch entgegen schlug. Sie stellten fest, dass der Estrich feucht war und sich stellenweise Schimmel gebildet hatte. Es folgte ein Ortstermin mit den Mitarbeitern des Fachbereichs und einem Umweltingenieur, der das Gebäude untersuchte und Messungen vornahm. Das Ergebnis war für die Stadt ernüchternd: Die Feuchtigkeitswerte lagen in allen Teilen der Kindertagesstätte über der „vertretbaren Norm“, des Weiteren hatten sich die Schimmelquellen in den Räumen verbreitet. Aber – und zumindest das ist eine gute Nachricht für die Neustädter – eine Gesundheitsgefährdung der Kinder sei nach Angaben des Gutachters „äußerst unwahrscheinlich“ gewesen, erklärte Groll.

„Verbindliche Aussagen über die Ursachen der Schäden können noch nicht getroffen werden“, gibt der Bürgermeister zu. Fakt ist: Die Kindertagesstätte kann nicht, wie geplant, am Dienstag wieder aufmachen. Die Betreuung der 85 Jungen und Mädchen ist jedoch gesichert, dafür trugen die Stadt und die Erzieherinnen des Regenbogens Sorge. Leiterin Claudia Orth und einige ihrer Mitarbeiterinnen brachen extra ihre Urlaube ab, um sich um die Organisation zu kümmern. Stadt und Erzieherinnen wollen die Eltern möglichst umfassend informieren. Am Mittwoch, 5. August, findet daher um 20 Uhr ein Elternabend im „Haus der Begegnung“ statt.

von Florian Lerchbacher

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