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Stadionumbau lässt sich bei Bedarf umplanen

Regionalliga-Aufstieg Stadionumbau lässt sich bei Bedarf umplanen

In Stadtallendorf existiert ein grundsätzlich gebilligtes Sanierungskonzept für das Herrenwaldstadion. Das könnte sich bei einem Regionalliga-Aufstieg der Eintracht als hilfreich erweisen.

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Für die Sanierung des Herrenwaldstadions existiert ein „Masterplan“.

Quelle: Michael Hoffsteter

Stadtallendorf. Am vergangenen Dienstag gab es die erste Begehung des Herrenwaldstadions der Regionalliga-Spielkommission mit Verantwortlichen des TSV Eintracht Stadtallendorf und der Stadt. Im Ergebnis scheinen die baulichen Veränderungen, die im Stadion nötig sind, für Stadt und Verein schulterbar zu sein (die OP berichtete auf „Sport“). So müsste das Flutlicht auf einen Wert von 400 Lux verstärkt werden. Zugleich müsste in den Gästebereich investiert werden, es müsste ein sogenannter Gästekäfig entstehen, also ein separierter, umfriedeter Bereich, versehen mit eigenem Verpflegungsangebot und Sanitäranlagen.

An dieser Begehung nahm auch Bürgermeister Christian Somogyi teil. „Wenn die sportlichen Erfolge so, wie es sich abzeichnet, eintreten, dann werden wir auch handeln“, sagt er gegenüber der OP. Wobei er betont, dass dies nur im Einklang mit dem Stadtparlament geschehen kann, das letztlich die Gelder bereitzustellen hat.

Für die Sanierung und Aufwertung des Herrenwaldstadions existiert bereits ein abgestimmtes Konzept, gerne auch als „Masterplan“ bezeichnet. Es ist in mehrere Module unterteilt. Das Stadtparlament hat das Konzept - Kostenvolumen knapp fünf Millionen Euro - begrüßt. Allerdings hat sich das Parlament die Entscheidung über jedes Modul einzeln vorbehalten und sie von der Kassenlage abhängig gemacht. Für dieses Jahr ist die Sanierung der Elektroanlagen (125000 Euro) sowie der Kanalisation (265000 Euro) vorgesehen, hinzu kommt die über eine Landesförderung finanzierte Kunstrasenplatz-Erneuerung.

Stadionkonzept ließe sich im Aufstiegsfall anpassen

Schon bei der Parlamentsdebatte über das Konzept hatte es die Anmerkung von Winand Koch (FDP) gegeben, dass die Stadt bei einem Eintracht-Aufstieg womöglich umplanen müsste. Ob eine Umplanung im großen Stil nötig wird, lässt Somogyi nach der ersten Begehung offen. Noch wisse keiner, über welche Kosten bei einem Aufstieg genau gesprochen werde. „Aber vielleicht ergäben sich für das Gesamtkonzept bei einem Aufstieg der Eintracht auch andere Möglichkeiten“, sagt Somogyi. Er meint damit offenbar Zuschüsse. Und er schließt auch nicht aus, dass sich das Stadionkonzept im Aufstiegsfall anpassen ließe.

Das nächste Modul des Konzeptes sieht die Realisierung einer alten, unumstritten berechtigten Forderung der Leichtathleten vor: die Erneuerung der Laufbahnen. Aktuell ist im Konzept die Anlage von sechs Bahnen vorgesehen. Dazu müssten die Stehplätze verlegt werden, der Rasen bliebe unverändert. „Vielleicht ließen sich ja die Forderungen der Spielkommission und dieses Modul bei einem Aufstieg miteinander in Einklang bringen“, sagt Bernd Weitzel, Vorsitzender des TSV Eintracht Stadtallendorf. Verwaltung, ein Planungsbüro und der Verein mit seinen Abteilungen hatten das Konzept für das Stadion gemeinschaftlich entwickelt.

von Michael Rinde

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