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Stadion wird etappenweise saniert

Parlament einig Stadion wird etappenweise saniert

Alle Fraktionen der Stadtverordnetenversammlung sind sich einig, dass das Herrenwaldstadion saniert werden soll. Deren gemeinsamer Umsetzungsvorschlag weicht von der Beschlussvorlage des Magistrats ab.

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Die Sprecherkabine auf der Tribüne des Herrenwaldstadions ist noch ziemlich neu. Für die Zuwegungen im Stadion gilt das nicht. Fotos: Michael Hoffsteter

Quelle: Michael Hoffsteter

Stadtallendorf. Grundlage­ für die Sanierungsabfolge ist ein Konzept, das das mit 4,8 Millionen Euro Baukosten veranschlagte Projekt gestaffelt nach Priorität in fünf Bauabschnitte unterteilt. Das Konzept wird nicht nur von den fünf Fraktionen, sondern auch vom TSV Eintracht Stadtallendorf mit seinen acht Abteilungen als Hauptnutzer des Stadions mitgetragen.

Laut Magistratsvorlage soll das Konzept innerhalb von fünf Jahren umgesetzt werden. In dieses enge zeitliche Korsett wollten sich die Stadtverordneten nicht drängen lassen. Sie begrüßten in ihrem gemeinsamen Änderungsantrag ausdrücklich die Vorlage der Gesamtkonzeption für das Stadion, möchten aber die Mittel für die Bauabschnitte zwei bis fünf nicht nach dem Kalender, sondern nach der aktuellen Haushaltslage freigeben. Auch über den Umfang der Arbeiten möchte das Parlament entscheiden. „Über die Bereitstellung der Finanzmittel sowie die Ausführung der jeweiligen Bauabschnitte wird die Stadtverordnetenversammlung entscheiden“, heißt es in dem Antrag.

Dagegen bleibt der bereits geplante erste Bauabschnitt außen vor und soll 2017 verwirklicht werden. Dazu gehören:

n Der in die Jahre gekommene Kunstrasenplatz am Bahndamm wird grundlegend erneuert. Die Finanzierung des mit 350000 Euro teuersten Einzelprojekts ist über das KIP-Programm des Landes Hessen bereits gesichert. n Die Sanierung der Elektroleitungen ist mit 125000 Euro veranschlagt. n Für die Sanierung der Kanalleitungen im Stadion sind 265000 Euro vorgesehen, die fast vollständig im Haushalt 2016 stehen. 5000 Euro müssen nachfinanziert werden. Zusammen sind das 740000 Euro für den ersten Bauabschnitt. Der CDU-Fraktionsvorsitzende Hans-Georg Lang zeigte sich erfreut, dass das Stadion nach 30 Jahren währender Diskussion endlich im Parlament angekommen sei. Der erste Bauabschnitt sei in den Ausschüssen und in den Fraktionen unstrittig gewesen. Schwierig werde es ab dem zweiten Bauabschnitt. „Es wäre ein Fehler, heute Dinge zu versprechen, von denen wir morgen nicht wissen, ob die Mittel für die Umsetzung vorhanden sein werden. Deshalb befindet sich im Änderungsantrag häufig der Konjunktiv“, sagte der Schweinsberger. Neues Denken - wenn dieEintracht aufsteigt Das Parlament stehe in der Verantwortung für das Ganze und habe keine Möglichkeit verbindlich zu sagen, was wann umgesetzt werden könne, erklärte der SPD-Fraktionsvorsitzende Werner Hesse. Zugleich sah er in dem Konzept die Zukunft des Stadions vorgezeichnet. „Wir werden nicht mehr diskutieren müssen, was getan werden muss und was nicht. Wir werden das Projekt gemeinschaftlich stemmen, sobald die nötigen Finanzmittel vorhanden sind“, versprach der Sozialdemokrat.„Die FDP steht hinter dem Vorschlag, der uns abwägen lässt, was erforderlich, was wünschenswert und was machbar ist“, sagte Winand Koch, der Fraktionsvorsitzende der Liberalen. Auch ohne sofortige Komplettsanierung des Stadions besäße Stadtallendorf Sport- und Freizeitstätten, die in der Region ihresgleichen suchten, stellte er fest. Zugleich konstatierte er: „Wenn die Eintracht-Fußballer aufsteigen, müssen wir uns neue Gedanken machen.“ Der BUS-Fraktionschef Manfred Thierau sagte, dass Notwendiges vor dem Wünschenswerten Vorrang haben müsse. Dafür stehe der gemeinsame Antrag, der es erlaube, die Stadionsanierung nach Finanzlage abschnittsweise umzusetzen. Er gehe davon aus, dass alle Vorstellungen des TSV im Stadion verwirklicht würden, erklärte der Polizeibeamte. Michael Feldpausch (die Grünen) würdigte den Leitfaden für das Stadion und die vorsichtige Finanzpolitik der Fraktionen in dieser Frage. Die Stadt habe sehr viel Geld für den Bauhof und das Hallenbad ausgegeben. Im Zusammenhang mit der Stadionsanierung drohten finanzielle Unwägbarkeiten, verteidigte er den Antrag, der einstimmig angenommen wurde.

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