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Sporthallen werden zu Erstaufnahmeeinrichtung

Platz für 1000 weitere Flüchtlinge Sporthallen werden zu Erstaufnahmeeinrichtung

Unmittelbar hinter der Grenze des Landkreises Marburg-Biedenkopf 
entsteht eine weitere 
Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge.

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Neustadt hat eine feste Erstaufnahmeeinrichtung. In Gemünden wird eine Notunterkunft eingerichtet.

Quelle: Thorsten Richter

Gemünden. Neustadt hat bereits eine Erstaufnahmeeinrichtung, in Stadtallendorf und Marburg entstanden in den vergangenen Wochen weitere Flüchtlingscamps. Die nächste Einrichtung kommt direkt hinter die Kreisgrenze. Wie der Landkreis Waldeck-Frankenberg mitteilte, weist ihm das Land eine große Anzahl an Flüchtlingen „unter Bedingungen des Katastrophenschutzes“ zu. Der Kreis ist angehalten, bis zu 1000 Plätze für Flüchtlinge zu schaffen.

Eine der Notunterkünfte wird die Sport- und Kulturhalle in Gemünden. Zudem sollen Flüchtlinge in der Sporthalle der Nicolai-Schule, der städtischen Turnhalle, der Stadthalle Mengeringhausen und der Sporthalle bei den Beruflichen Schulen Korbach unterkommen. Laut Landkreis „fiel die Entscheidung auf drei Standorte, die von der Größe, der Aufnahmekapazität und der Infrastruktur für eine kurzfristige Belegung geeignet sind“.

Arbeiten sind in vollem Gange

„Die Zuweisung von Flüchtlingen stellt uns vor große soziale und humanitäre Herausforderungen, die wir nur gemeinsam und in gegenseitigem Einverständnis lösen können. Die Standorte für die drei Notunterkünfte wurden nach verschiedenen Kriterien ausgesucht, vor allem musste eine schnelle Belegbarkeit möglich sein“, lässt Landrat Dr. Reinhard Kubat mitteilen.

In Gemünden sind die Arbeiten an der Unterkunft bereits in vollem Gange. Die Stadt hat für das kommende halbe Jahr alle Veranstaltungen abgesagt – vom privaten Feiern über Sportereignisse bis hin zu Konzerten. Zudem wurde damit begonnen, auch das Bürgerhaus auszuräumen. Für rund 250 Menschen soll in der Sport- und Kulturhalle Platz sein. Schon jetzt engagieren sich zahlreiche Freiwillige. Bezugsfertig sollen Halle beziehungsweise Bürgerhaus möglichst rasch sein – es gibt Probleme mit der Heizung.

Der Landkreis teilt mit, dass über diese Sonderzuweisung hinaus auch noch „ein wöchentliches Kontingent an Flüchtlingen“ untergebracht werden muss.

von Florian Lerchbacher

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