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Sport übernimmt einen wichtigen Part

Erstaufnahmeeinrichtung Sport übernimmt einen wichtigen Part

Die Zahl der Bewohner der Stadtallendorfer Erstaufnahmeeinrichtung schwankt beinahe täglich. In den vergangenen Monaten entstand ein breites Angebot für die angekommenen Flüchtlinge.

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Kein Sport für Erwachsene, aber bei kleinen Kindern sehr beliebt: die Rollenrutsche.

Quelle: Jürgen Jacob

Stadtallendorf.  Das Sportfestival war für viele Kinder und Jugendliche, aber auch den Erwachsenen, in der Erstaufnahmeeinrichtung in der Hessenkaserne ein ganz besonderes Erlebnis: Bei zahlreichen Sport- und Spielangeboten tobten sich die Kinder richtig aus.

Das Sportmobil der Sportjugend Hessen machte kürzlich in der Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge in Stadtallendorf Station.

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Gemeinsam mit Einrichtungsleiter Michael Höhl vom Regierungspräsidium Gießen und seinem Team hatte Stadtallendorfs Sport-Coach Eckhardt Wind das Spielmobil der Sportjugend Hessen organisiert. Mit Basketball-Korb, Kettcars, Dreirädern oder auch Swingcarts hatten die Kinder viel Spaß. Renner war jedoch die Rollenrutsche, auf der die Kleinsten in Kisten eine Rollbahn runterrutschten.

Angebote erfreuen sich wachsender Beliebtheit

Bei den etwas Älteren war vor allem Badminton und Fußball angesagt. Einen eigenen Fußballplatz gibt es in der Einrichtung schon länger. In den vergangenen Wochen haben die Flüchtlinge zudem einen Beach-Volleyball-Platz eingerichtet. Zudem gibt es auch noch Tischtennisplatten in den Gebäuden und auf dem Freigelände.

„Hier in den Gemeinschaftsräumen machen wir auch mehrmals die Woche Sportangebote vor allem für die Frauen“, sagt Vanessa Knöß, Leiterin des Sozialdienstes in der Erstaufnahmeeinrichtung. Aber auch andere Angebote kommen bei den Bewohnern gut an.

So gibt es mehrere Kindergruppen und zahlreiche Sprachangebote. Egal, ob der Bereich der Kinderbetreuung, Sportgruppen in verschiedenen Sportarten oder Beratungsmöglichkeiten - alle diese Angebote sind in Stadtallendorf zu finden und erfreuen sich aus Sicht des DRK als Betreiber wachsender Beliebtheit.

Auch Handarbeitensind im Angebot

Die Kinder haben viel Spaß beim Basteln und Töpfern. Sogar ein Handarbeitstreffen für Frauen wurde eingerichtet: Nach und nach können dabei sogar benötigte Kleidungsstücke nach Anleitung hergestellt werden.

Das Engagement der Betreuer und die verschiedenen Angebote werden von den Asylsuchenden sehr gut angenommen, berichtet Knöß. Dies garantiere den Flüchtlingen nicht nur eine sinnvolle Beschäftigung und eine Fortbildung während der Zeit ihres Aufenthaltes, sondern auch den Fortbestand und die Weiterentwicklung der Angebote. Hinzu kommen die ersten Sprachkurse für die Bewohner.

Eckhard Wind hat gemeinsam mit den örtlichen Vereinen verschiedene regelmäßige Angebote für die Flüchtlinge in der ehemaligen Kaserne, aber auch im Stadtkern, aufgebaut.

Zwei Drittel der Flüchtlinge sind Männer

Am Rande des Sportfestivals informierte sich Stadtallendorfs Bürgermeister Christian Somogyi vor Ort über die Entwicklung der Erstaufnahmeeinrichtung. Vanessa Knöß, Michael Höhl und sein Stellvertreter ­Florian Kumpe gaben einen Überblick.

Die Zahlen der Flüchtlinge in der Hessen-Kaserne ändern sich demnach weiterhin täglich. Von den rund 300 Anwesenden, die im Durchschnitt dort sind, sind etwa zwei Drittel männlich. ­Insgesamt sind ebenso knapp ein Drittel noch minderjährig.

Nach der Schließung mehrerer Notunterkünfte in den zurückliegenden Wochen war die Zahl der Bewohner zwischenzeitlich nahe an der Kapazitätsgrenze von 600 gegangen. Während ­einige Flüchtlinge schon seit einigen Monaten in Stadtallendorf leben, sind andere erst wenige Tage dort (die OP berichtete).

von Jürgen Jacob

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