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Spitzenmusik zum Finale des Jubiläums

Bläserkonzert Spitzenmusik zum Finale des Jubiläums

Musik mit Tiefenwirkung und Gänsehautgefühl: Die Formation „Eurobrass“ begeisterte mit grandioser Klangfülle und musikalischen Darbietungen der Spitzenklasse, aber auch durch Herzlichkeit.

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Die Formation „Eurobrass“ gab in der Schwabendorfer Kirche ein besonderes Konzert.

Quelle: Karin Waldhüter

Schwabendorf. Kein einziger Platz blieb in der Schwabendorfer Kirche unbesetzt. Schnell hatten die Organisatoren vor Beginn des Konzertes noch einige Stühle in den Mittelgang gestellt. Sogar im Freien erlebten einige Besucher das Konzert mit.

Mit Blechbläsermusik auf höchstem Niveau, verbunden mit einer Lebensfreude, die jeden Moment spürbar war, erreichten die Musiker schnell die Herzen ihrer Zuhörer, die begeistert fußstampfend, Bravo-rufend und ausdauernd nach jedem Stück applaudierten. Die zwölf Musiker aus den USA und Deutschland präsentierten sich facettenreich und als Meister ihres Fachs sowie mit einem gewaltigen Klangvolumen, das bis in die verstecktesten Winkel der Kirche drang.

Das Konzert bildete den Höhepunkt und den Abschluss der Feierlichkeiten rund um das 50. Jubiläum des Posaunenchors Schwabendorf, wie Chorleiter Uwe Henkel in seiner Begrüßung betont hatte. Unter der Leitung von Angie Hunter gelang es „Eurobrass“, diesen Wunsch von der ersten Sekunde an zu erfüllen. Denn bereits mit dem furiosen Start mit „Prozession der Edlen“ stand fest, dass sich die Zuhörer unweigerlich mitgerissen fühlten und zwei Konzertstunden lang „Bläsermusik der Spitzenklasse“ erlebten sollten.

Erste Bravo-Rufe des Publikums gab es für die vier Posaunisten gleich beim zweiten Stück, dem „Allegro molto und Allegro molto vivace“. Herausragende Solo-Parts, wie dem von Trompeterin Kathryn Cheney, krönten das dargebotene Programm mit vielfältigen Arrangements von Chris Woods.

Musiker bieten säkulare und geistliche Stücke

Der ehemalige Bassposaunist und Leiter konnte in diesem Jahr nicht aktiv an der dreiwöchigen Tournee durch Deutschland teilnehmen, er wurde dafür aber umso herzlicher von allen Konzertbesuchern per Videobotschaft gegrüßt. Das vielseitige Programm war im ersten Teil gefüllt mit Werken aus diversen Stilrichtungen aus verschiedensten Ländern und Epochen.

Sowohl säkulare als auch geistliche Stücke wurden mal laut und bombastisch, mal innig, nachdenklich und besinnlich sowie auch mal humorvoll dargeboten. Wie zum Beispiel der energiegeladene musikalische Ritt durch Texas oder das „O Sifuni Mungu“. Ein ums andere Mal hielt das Publikum ergriffen den Atem an, um am Ende des Klangfeuerwerkes in begeisterten Applaus auszubrechen. Die Besucher zu verzaubern, gelang dem Ensemble mit Stücken wie „Ich bin ja nur ein Gast auf Erden“, oder mit den warmen Klängen des vertonten Gebets „Der Herr segne dich und behüte dich“.

Seit 37 Jahren besteht „Eurobrass“ und will mit seiner Musik genauso wie mit geistlichen Impulsen berühren. Leiterin Angie Hunter übergab das Mikrofon auch an ihre Kollegen, die kurzweilig und auf Deutsch aus ihrem Leben plauderten. Sie erzählten von ihrer Liebe zur Musik, ihren Kindern, Ehepartnern und verrieten, dass das deutsche Wort „Kreuzschlitzschraubenzieher“ ein echter Zungenbrecher ist. Zu Tränen rührte Trompeterin Emily Waltz aus Virginia das Publikum mit ihrer ergreifenden Lebensgeschichte und ihrer gescheiterten Hochzeit und wie sie dadurch zu Gott gefunden habe.

„Wir erzählen gerne von Jesus Christus in unserer Musik“, sagte Angie Hunter. Mit stehenden Ovationen feierte das Publikum das Ensemble. Dem Konzert schloss sich ein geselliges Beisammensein auf dem Kirchhof an.

Begeistert zeigte sich zum Beispiel Chorleiter Uwe Henkel über die Leichtigkeit und Vielfältigkeit der Akteure von „Eurobrass“. „Die Musik hat Tiefenwirkung und hat mich berührt“, sagte Henkel gegenüber der OP.

von Karin Waldhüter

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Von Redakteur Florian Lerchbacher

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