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Spielspaß nicht nur für einen Tag

Familientag zum Stadtjubiläum Spielspaß nicht nur für einen Tag

Das gab‘s in Rauschenberg noch nie: Am Dienstag verwandeln sich Teile der Altstadt in ein ­einziges Spieleparadies für Kinder und Jugendliche mit sage und schreibe 70 Spielstationen.

Rauschenebrg. Das Werkeln auf dem Freigelände der Rauschenberger Kita Mäuseburg ist schon von weitem zu hören. Das hochfrequente Drehgeräusch eines Akkubohrers wechselt sich mit dem respekteinflößenden Krach einer Stichsäge ab. Stadtjugendpfleger Stefan Ulrich arbeitet an einer Holzeinfassung, die eine handelsübliche Sandmuschel aus Kunststoff passgenau aufnehmen soll.

Diese Muschel wird beim Familien-, Kinder- und Jugendaktionstag im Rahmen der Rauschenberger 750-Jahrfeier nicht mit Sand sondern mit Wasser gefüllt - für das beliebte Entchenspiel.

Entchenspiel und dieRiesenmurmelbahn

Bevor es so weit ist, muss erst noch die Aussparung für die Muschel ausgesägt werden. Abwechselnd dürfen die Vorschulkinder die Stichsäge anschieben, die der Stadtjugendpfleger steuert. Das Geschehen zieht natürlich auch die kleineren Kinder magnetisch an, die die geräuschvollen Arbeiten aus gebührender Entfernung und zum Teil mit zugehaltenen Ohren beobachten.

Als für den OP-Fotografen ein kleiner Teil der Riesenmurmelbahn aufgebaut wird, sind bis auf die ganz Kleinen alle Kita-Kinder mit Feuereifer dabei. Rohre werden herbeigeschleppt und miteinander verbunden, Kurven eingebaut, bis die ersten bunten Bälle durch die Röhre sausen, deren Absender talwärts jagen, um die Bälle unten wieder einzusammeln.

„Es geht in der Kita und der Jugendpflege nur noch um dieses Thema“, beschreibt Stefan Ulrich die Begeisterung um dieses Gemeinschaftsprojekt der Stadtjugendpflege und des Kita-Teams. Und dieses wird gleich von mehreren Gruppierungen getragen.

Die Kleinsten bastelndie Wimpelkette

Um die 70 Spielstationen mit Spielen bestücken zu können, mussten zahlreiche Spiele­ ­selbst­gebaut werden. Diese Arbeiten sind seit knapp neun Monaten im Gange. „Was wir in dieser Zeit geschaffen haben, können wir immer wieder verwenden. Ohne die Nachhaltigkeit hätten wir uns diese Aufgabe nie zugemutet“, sagt Stefan Ulrich.

Die Ergebnisse dieser Anstrengungen sind überall zu sehen. Lange Wimpelketten, die die U-3-Kinder in monatelanger Arbeit gebastelt haben, liegen neben selbstgebastelten Spielen, die die älteren Kinder und das Kita-Team angefertigt haben. Auch außerhalb der Kita wurde viel geschafft.

Die Mitglieder der Jugendclubs betätigten sich als Modellbauer und die Kinder und Jugendlichen, die die offene Jugendarbeit besuchten, legten ebenfalls Hand an. Einige Jugendliche aus den Stadtteilen erklärten sich bereit, am Dienstag Spielstationen zu betreuen.

Die Grundschule Rauschenberg wird einige Spiele zur Verfügung stellen und zudem eine Stadt-Rallye anbieten.

Gäste sind zumSpielfest willkommen

Aber auch Erwachsene unterstützen das Projekt in vielfältiger Weise, wie Ilona Gerbitz-Mess feststellt. „Die Hilfsbereitschaft der Bürger ist groß. Wir haben in dieser Zeit Menschen und Vereine auf einer ganz anderen Ebene kennengelernt und viele gute Kontakte geknüpft. Die müssen wir pflegen“, sagte die Kita-Leiterin.

Bürgermeister Michael Emmerich würdigte die enge Zusammenarbeit zwischen Kita und Stadtjugendpflege, die hervorragend funktioniere. „Da wird für diesen Tag der 750-Jahr-Feier eine Top-Leistung erbracht, die Hochachtung verdient. Es wird ein toller Tag, in der Altstadt wird es richtig rundgehen“, prophezeite der Bürgermeister.

Für Letzteres steht allein die Band „Missing Page“, die um 15 Uhr und zum Ausklang um 18 Uhr auftreten wird. Dazu gibt es von 10 bis 18 Uhr Theater, Puppentheater, Kinder-Kunstaktionen, Straßenkünstler und natürlich die Spielstationen. Diese werden aufgebaut entlang der Straßen Römer, Hinter der Mauer, Pfaffengasse, Schloßstraße und auf dem Kita-Gelände.

Selbstverständlich sind auch die Kinder und Jugendlichen mit ihren Eltern zum grenzenlosen spielen in Rauschenberg eingeladen. Entsprechende Flyer liegen in den Kitas, Schulen und öffentlichen Einrichtungen der Nachbar-Kommunen aus.

von Matthias Mayer

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