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Spielplatz kommt gut an

Stadtallendorf Spielplatz kommt gut an

Die Mitglieder des Ausschusses für Sicherheit, Soziales und Kultur starteten ihre jüngste Sitzung mit einer Exkursion zu drei Spielplätzen in der Stadt.

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Kinder freuten sich auf dem Spielplatz Niederkleiner Straße über den Besuch, unter anderem vom Bürgermeister. Foto: Hielscher

Stadtallendorf. „Mach doch mal das Blaulicht an“ ist ein recht ungewöhnlicher Satz, wenn es um die Arbeit eines Fachausschusses geht, aber durchaus erst gemeint: Maria März (CDU) ist laut eigenem Bekunden noch nie mit Blaulicht gefahren. Trotz jeder Menge, im Bus fraktionsübergreifender, Lacher, steuert Hubertus Müller, Leiter des Fachbereichs 3, den roten Wagen ohne Einsatz von Blaulicht und Martinshorn sicher zum ersten Ziel des Abends: Der Spielplatz in der Niederkleiner Straße. Dort erfuhren die dreizehn Ausschussmitglieder, erfreuliches: Die rund 200000 € teure Investition im Jahr 2009 hat sich wohl in mehrerer Hinsicht gelohnt. Zum einen werden Spielgeräte und eingezäunter Bolzplatz augenscheinlich rege genutzt. Zum anderen gäbe es so gut wie keine Probleme mit Vandalismus, erklärt Uwe Volz, vom Fachbereich 4, die Situation vor Ort. Obwohl sein Fachbereich sich für die günstigere und im Zweifel leichter zu zerstörende Holzvariante bei den Spielgeräten entschieden habe, hätte es in der Vergangenheit kaum größere Beschädigungen gegeben. Auf die ebenfalls vorhanden Seniorensportgeräte angesprochen, erklärt er, dass diese kaum genutzt würden. Im Treysaer Weg wird in naher Zukunft ein Spielplatz für unter Sechsjährige entstehen. Dieser könne laut Volz dann nicht nur von den zahlreichen Familien in der Wohnsiedlung sondern auch insbesondere von dem nahegelegen Kindergarten genutzt werden.

n In der regulären Sitzung gab es einen „Hauch“ von Wahlkampf. Die beiden Ministerpräsidenten Horst Seehofer (CSU) und Volker Bouffier (CDU) hatten vor kurzem beschlossen, ab 2014 einen „Gedenktag für Opfer von Flucht, Vertreibung und Deportation“, am 2. Septembersonntag zu einzurichten. Die CDU- Fraktion stellte daraufhin einen Antrag, in dem zum einen die Entscheidung der schwarz- gelben Landesregierung begrüßt wird und zum anderen Magistrat und Landkreis dazu aufgefordert werden sollen, sich aktiv ein Konzept zum zukünftigen Begehen dieses Gedenkens zu überlegen. Für Wolfgang Salzer (SPD), der selber Heimatvertriebener ist, ist dieser Antrag reiner Wahlkampf: „Dieser Antrag kommt 50 Jahre zu spät. Für mich ist das ein rein populistischer Antrag.“ Ihn selber habe dieses Thema noch betroffen, seine Kinder interessierten sich nicht mehr dafür. Für den Ausschussvorsitzenden Frank Hille (CDU) ist eben diese Tatsache das Argument, warum ein solcher Tag notwendig sei: „Die Opfer von Flucht und Vertreibung sollen nicht in Vergessenheit geraten“. Am Ende einigten sich die Ausschussmitglieder, die die Debatte im Stadtparlament an diesem Donnerstag fortzuführen.

Das Stadtallendorfer Stadtparlament tagt am 12. September ab 19.30 Uhr im Stadtverordneten-Sitzungssaal.

von Jonas Hielscher

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