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Spielplatz am Treysaer Weg kehrt zurück

Infrastruktur Spielplatz am Treysaer Weg kehrt zurück

Im August vergangenen Jahres baute die Stadt den Spielplatz im Treysaer Weg ab. Grund waren vor allem Sanierungsarbeiten am verrohrten Münchbach.

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Anne Kirchner (von links) von der Stadtverwaltung, Bürgermeister Christian Somogyi, Ute Haar und Marita Littich vom Kindergarten St. Katharina und Uwe Volz von der Verwaltung präsentierten am Treysaer Weg die Planungen. Foto: Michael Rinde

Stadtallendorf. Noch liegt die frühere Spielplatzfläche am Ende des Treysaer Weges brach. Doch nach dem Willen von Magistrat und Verwaltung soll sich das bald ändern. 70000 Euro stehen im Haushalt bereit, um den Spielplatz neu zu gestalten.

Der frühere Spielplatz entstand 1996 und war ohnehin in die Jahre gekommen, so waren die Spielgeräte veraltet und teilweise auch durch Vandalismus ruiniert. Als der verrohrte Münchbach saniert werden musste, baute die Stadt den Spielplatz zunächst ab.

Jetzt soll der Spielplatz samt eines getrennten Bolzplatzes neu entstehen. Zustimmung und Unterstützung dafür gibt es vom Kindergarten-Team St. Katharina. Leiterin Marita Littich weist im Gespräch mit der OP darauf hin, dass das Spielgelände des Kindergartens eigentlich zu klein für alle 75 Kinder ist, die den Kindergarten besuchen.

Die Stadtverwaltung lässt sich bei den Planungen von den Erzieherinnen des Kindergartens beraten. Es entstehen zwei Spielflächen, vorgesehen sind Kombinations-Spielgeräte, Schaukel, Federtiere und Sandflächen. „Der Bolzplatz ist uns ebenfalls wichtig, schließlich gab es auch entsprechende Vorgaben im Sport-Entwicklungsplan, dass wir dort Bedarf haben“, betont Stadtallendorfs Bürgermeister Christian Somogyi (SPD). Der Platz bekommt einen neuen Belag und Tore, außerdem wird der vorhandene Weg wieder hergestellt.

Doch Somogyi weiß auch, dass der Spielplatz in der Vergangenheit immer wieder zu einem Problem für Anwohner und Stadtverwaltung wurde. Dort versammelten sich besonders in den Abendstunden Jugendliche, es gab Ärger um zerbrochene Flaschen und nächtlichen Lärm. Unabhängig davon kam es zum erwähnten Vandalismus. Im OP-Archiv finden sich in den vergangenen drei Jahren allein drei Polizeimeldungen, bei denen es um Schäden auf dem Spielplatz Treysaer Weg ging.

„Wir haben ein Signal von Anliegern bekommen, dass sie angesichts der Vorfälle Bedenken wegen der Rückkehr des Spielplatzes haben“, sagt Somogyi. Dem will die Verwaltung durchaus Rechnung tragen. So sei bei der Planung bewusst auf Überdachungen verzichtet worden, um keine Anlaufpunkte zu schaffen, erläuterten Uwe Volz und Anne Kirchner von der Stadtverwaltung. Sie haben die Planungen erstellt. Zielgruppe für den Kinderspielplatz sind Kinder im Alter zwischen zwei und acht Jahren.

Die Aufgabe des Spielplatzes war für den Stadtallendorfer Bürgermeister kein Thema. Somogyi verweist darauf, dass der nächste öffentliche Spielplatz erst im Neubaugebiet Kronäcker zu finden ist. Diese Entfernung hält er für Kinder aus dem alten Dorf letztlich für zu weit. „Es wäre schade, wenn dieser Spielplatz weggefallen wäre“, sagt Kindergarten-Leiterin Marita Littich mit Blick auf den alten Baumbestand, der den Spielplatz an einer Seite umgibt. Die Stadt will außerdem vor einer mit Graffitis beschmierten Lagerhalle eine Bepflanzung schaffen, um das Gelände auch in dieser Hinsicht ansehnlicher zu gestalten.

Sobald die letzten Planungen gelaufen sind, soll es eine Ausschreibung geben. Ziel der Stadt ist es, den Spielplatz so bald wie möglich wieder herzurichten.

von Michael Rinde

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