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Spiel dauerte 210 statt nur 90 Minuten

Karneval Spiel dauerte 210 statt nur 90 Minuten

Seniorenfasching in Momberg hat eine mehr als 30-jährige Tradition. So war es nicht verwunderlich, dass die Besucher­reihen im Dorfgemeinschaftshaus beim "Anpfiff" gut gefüllt waren.

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Die Ranzengarde hatte einen umjubelten Auftritt.Fotos: Heinz-Dieter Henkel

Momberg. Getreu dem Motto „Im Stadion“ hatten emsige Frauen aus Speckswinkel, Mengsberg und Momberg mit ihren männlichen Helfern die Gemeinschaftseinrichtung zur Fußballarena umgestaltet.

Nicht nur zu Beginn präsentierten sich die freiwilligen Seniorenhelferinnen auf der Bühne. Nein, sie gestalteten den größten Teil des umfangreichen, 22 Punkte zählenden Programms und freuten sich, dass Bürgermeister Thomas Groll einen um sieben Prozent inhaltsreicheren Scheck als im Vorjahr dabei hatte - der zum Running-Gag des Nachmittags wurde.

Wie bei den ganz großen Shows hatten auch die Momberger abwechselnd Tanz, Büttenreden oder Sketche im Programm. Zunächst tanzten die vier- bis sechsjährigen Minis unter Leitung von Eva-Maria Decher und Michaela Krieger zum Pur-Song „Wo sind all die Indianer hin“. Im zweiten Teil überzeugten die älteren Tänzerinnen der Ranzengarde mit einem Showtanz, den sie mit Trainerin Sabrina Groß einstudiert hatten.

Einzige Gastgruppe des Nachmittags war die Showtanzgruppe des Kirchhainer Kolping-Karneval, die gleich zweimal in unterschiedlichen Outfits ran durfte.

Gute Auftritte hatte auch „Stadionsprecherin“ Sonja Stark, die die Umbaupausen überbrückte und, wo notwendig, auch Kalauer zum Besten gab und so für Stimmung sorgte. Mit einem Pfiff startete sie auch die lautstarken, dreistufigen Raketen - ihr Versuch, sich auch noch eine Kapitänsbinde über den Arm zu streifen, schlug allerdings fehl, weil die Binde einfach zu ausgeleiert war. Da kam aus den hinteren Reihen ganz trocken der Vorschlag, sie möge sich die Kapitänsbinde doch über den Oberschenkel ziehen - was selbst die Moderatorin, wenn allerdings nur kurzzeitig, aus dem Gleichgewicht brachte.

Besondere Erwähnung verdienen auch Klaudia Geisel, Gabriele Mösch, Gabi Stark, Iris Ebel, Gabi Fischer, Susanne Wilhelm, Marie-Luise Wolf, Marion Schmitz, Dagmar Trieschmann, Bettina Hoffmann und Helga Ramb, die meist gleich mehrere Auftritte hatten und für ­gute Laune sorgten. Wolf und Mösch führten beispielsweise den Sketch „Goldene Hochzeit“ auf. In einer Büttenrede ging es um den vergeblichen Versuch, „Schönheitskönigin“ zu werden. Wilhelm widmete sich Problemen beim Einkauf im Internet. Vom Publikum richtiggehend erwartet war der Auftritt der ebenfalls von den Frauen dargestellten Zwerge, die für ordentlich Lokalkolorit sorgten: Sie berichteten, was sich „hei un do“ im Neustädter Stadtteil im Laufe des Jahres ereignet hatte.

Natürlich durfte auch ein Sketch über Fußballzuschauer, dargeboten von Ebel und Wolf, nicht fehlen. Zudem trat in Marlene Stark eine Nachwuchsnärrin auf, die schon in jungen Jahren mit dem Gummiboot ganz ihrer Mama nacheifert. Nach mehr als dreieinhalb Stunden bester Unterhaltung wurde das Nachmittagsfaschingsspiel in Momberg dann abgepfiffen.

von Heinz-Dieter Henkel

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Von Redakteur Florian Lerchbacher

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