Volltextsuche über das Angebot:

5 ° / 1 ° Regenschauer

Navigation:
Spezialpumpen leeren Becken

Feuerwehr Spezialpumpen leeren Becken

Vor dem Hallenbad brummten die Notstromaggregate, daneben standen Feuerwehr-Fahrzeuge. Im Becken im Inneren saugten Hochleistungspumpen das Wasser ab - eine besondere Ausbildung für Katastrophenschützer.

Voriger Artikel
Neustadt hat doch wieder einen Junker Hans
Nächster Artikel
Wenn die Wahrheit ein Gerücht sein soll

Zwei Feuerwehrleute befüllten auf kreative Art eine der Hochleistungspumpen, um sie startklar zu machen. Foto: Michael Rinde

Stadtallendorf. Es war eine ganz besondere Ausbildungseinheit, die die Leiter der 21 Katastrophenschutz-Züge des Landkreises im geschlossenen Stadtallendorfer Hallenbad am vergangenen Freitag absolvieren konnten. Möglich war sie nur, weil das Stadtallendorfer Hallenbad vor der Sanierung steht und die Becken ehedem abgelassen werden müssen.

Das machte es möglich, die „Hochwasserkomponenten“, die der Kreis bereithält, intensiv auszuprobieren. Zu dieser Ausrüstung, die zu gleichen Teilen in Marburg und Kirchhain bereitgehalten wird, gehören Hochleistungspumpen. Sie schaffen einen Leistung von bis zu 5000 Litern pro Minute. Bei der Ausbildungseinheit im Hallenbad ging es dabei um ein VOlumen von 500000 Litern.

„Das ist eine einmalige Gelegenheit für uns, mit den verantwortlichen der Katastrophenschutz-Züge zu üben“, sagte Kreisbrandmeister Stephan Schienbein. Möglich wurde diese einmalige Gelegenheit durch die Stadtwerke Stadtallendorf. Betriebsleiter Giselher Pontow und Schwimmmeister Horst Kraft hatten die Planung für das Ausräumen des Gebäudes kurzfristig umgestellt, um den Feuerwehren zu helfen. Feuerwehrleute aus dem gesamten Kreisgebiet beteiligten sich an der Ausbildungseinheit, die der stellvertretende Kreisbrandinspektor Jörg Fackert leitete. Schlauchleitungen führten das aus dem großen Becken abgepumpte Wasser zunächst in das bereits leere Kinderbecken. Von dort floss es langsam durch einen Filter in die Kanalisation.

Es galt, viele praktische Details zu trainieren, etwa das richtige Befüllen der zunächst leeren Pumpen, was unter Einsatzbedingungen zu einer echten Herausforderung werden kann.

Rund 30000 Euro haben Kreis und Land ausgegeben, um die Gerätschaften für den Hochwassereinsatz anzuschaffen. Einen Teil der Ausrüstung hatten die 120 Einsatzkräfte, die im vergangenen Jahr im Katastropheneinsatz im brandenburgischen Mühlberg waren, seinerzeit schon mitgenommen. „Wir haben das Gerät dort aber nicht gebraucht“, sagt Schienbein.

Der groß angelegten Ausbildungseinheit, die bis nach 22 Uhr am Freitag dauerte, ging eine intensive Unterweisung durch Schienbein wie auch Kreisbrandmeister Thorsten Thierbach voraus. Dabei ging es auch um die eigene Sicherheit: Die Pumpen sind so stark, dass sie gegebenenfalls auch eine Hand ansaugen können. Da sie zum Teil über Häckselwerke verfügen, könnten die Konsequenzen verheerend sein.

von Michael Rinde

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Ostkreis

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr