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Spende hilft beim "Endspurt"

Dorfmuseum Spende hilft beim "Endspurt"

Der Burschenverein "Rissderfer Stinze" identifiziert sich mit der Heimatgeschichte und spendete 1000 Euro für das Roßdorfer Dorf- und Trachtenmuseum.

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Dennis Rausch (von links), Manuel Lecher, Mathias Lecher, Simon Krähling, Heinrich Ried und Daniel Bieker nahmen an der Spendenübergabe teil. Foto: Klaus Böttcher

Roßdorf. Rissderfer Stinze nennt sich die Burschenschaft in Roßdorf, die es seit 1986 gibt und der derzeit 84 junge Männer angehören. Seit einigen Jahren ist wieder mehr Leben in dem Burschenverein, nachdem er zuvor in einen Dornröschenschlaf versunken war. Mit dem neu gewählten Vorstand um den Vorsitzenden Manuel Lecher wurde die Ausrichtung des Kirmesfreitags übernommen, was der Dorfkirmes wieder mehr Zuspruch gab. Es folgten weitere Aktivitäten und Ausrichtungen von Festen. Dazu zählte kürzlich das Fest auf der Warthe, ein Hügel zwischen Roßdorf und Schröck gelegen.

Die Burschen hatten die gesamte Dorfbevölkerung eingeladen und viele waren gekommen. Es wurde ausnahmsweise Eintritt erhoben und ein Spendenschwein aufgestellt. „Wir wollten etwas Soziales tun und wenn Stephan Maus und Ludwig Preis sagen, wir brauchen noch Geld für das Museum, dann spenden wir dafür“, erklärt Manuel Lecher. Der Ortsvorsteher Stephan Maus und Ludwig Preis waren maßgeblich an der Herrichtung des Raumes für das Dorf- und Trachtenmuseum im ersten Stock des Hauses der Vereine beteiligt (die OP berichtete).

Für die letzten benötigten Materialien fehlte noch Geld, da seien die 1000 Euro der Burschenschaft gerade recht gekommen, erklärte Maus bei der Scheckübergabe. Mit ihm freute sich der Ur-Roßdorfer, aber mittlerweile in Stausebach lebende Heinrich Ried, der das Museum durch seine umfangreiche Sammlung mit Leben erfüllen wird.

Das Dorf- und Trachtenmuseum wird mit einem Dorffest am Wochenende 28. und 29. September eingeweiht und der Öffentlichkeit vorgestellt. Der Burschenverein will die Eigenleistung für das Museum unterstützen und dazu beitragen, dass sich auch künftige Generationen noch mit der Tracht beschäftigen können.

„Es ist eine prima Sache, dass die Burschenschaft das Geld gespendet hat, sie hätten ja auch eine Fahrt dafür machen können“, freut sich Ortsvorsteher Maus und Heinrich Ried meint: „Die 1000 Euro können wir gut gebrauchen, aber alleine die Geste hat uns sehr gefreut. Dass die jungen Menschen sich dafür interessieren, gibt uns zusätzliche Motivation.“

von Klaus Böttcher

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