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Spatenstich in Hatzbach rückt näher

Investitionen Spatenstich in Hatzbach rückt näher

Bei den nächsten großen Investitionen der Stadt stehen die Feuerwehren im Mittelpunkt. Zunächst bekommt die Hatzbacher Wehr ihr dringend nötiges neues Gerätehaus am bisherigen Standort.

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Freiwillige Feuerwehrleute stehen vor einem brennenden Wohnhaus im Kronring. In den nächsten Jahren muss und will die Stadt hohe Beträge in die Wehren investieren.

Quelle: Florian Gaertner

Stadtallendorf. Etwa sechs bis acht Wochen werde es noch dauern, bis es mit dem Gerätehausneubau in Hatzbach losgehe, schätzt Bürgermeister Christian Somogyi auf Nachfrage der OP. Dass es jetzt wirklich ernst wird im positiven Sinne, war an der Ausschreibung der Rohbauarbeiten für den Neubau erkennbar. In der Ausschreibung legt die Verwaltung den Starttermin dieser Arbeiten auf den 2. Mai fest. Zuletzt hatte sich der Baustart noch einmal um einige Monate verzögert, weil die Stadt eine Winterbaustelle unbedingt vermeiden wollte (die OP berichtete).

Kostenrahmen von 640.000 Euro

Am zuletzt genannten Kostenrahmen von 640.000 Euro hat sich nach Angaben Somogyis nichts verändert. Nur dank der Einparkkünste der Hatzbacher Wehr gelingt es im Tagesgeschäft, das neue Feuerwehrfahrzeug in den Altbau hineinzubugsieren. Platz für weitere Ausrüstung gibt es dort aber nicht mehr. Doch es gibt noch bei weitem mehr Investitionsbedarf. Nach den Beschlüssen des Stadtparlaments ist sicher, dass auch die Erksdorfer Feuerwehr ein neues Gerätehaus bekommen wird. Zuletzt hatte die Stadt den Neubau für das Kommunale Investitionsprogramm von Bund und Land angemeldet, in Summe sind das 677.000 Euro. Dieses Geld reicht die Stadt bei der endgültigen Bewilligung an den Eigenbetrieb Dienstleistungen und Immobilien, kurz DuI, weiter.

Offen ist bisher, wo der Neubau entsteht. Die endgültige Festlegung auf einen Standort steht seitens der Stadt noch aus. Mehrere Grundstücke waren in der Vergangenheit im Gespräch. Auch wenn sich Somogyi auf Nachfrage nicht wirklich festlegen will, so machte er doch klar, dass in Erksdorf wohl Flächen von der Stadt gekauft werden müssen, anders als in Hatzbach. „Möglicherweise wird das Grundstück, das der Ortsbeirat seinerzeit vorgeschlagen hat, intensiver ins Auge gefasst“, sagte Somogyi, aber ohne sich schon abschließend darauf fixieren zu wollen. Diese Fläche liegt in der Langensteiner Straße. Bei der Auswahl eines Gerätehaus-Standortes spielt die Frage der Hilfsfristen eine zentrale Rolle.

Zentrale Fragen offen

Die hat die Stadt zwischenzeitlich mit Unterstützung des Kreisbrandinspektors Lars Schäfer überprüft. Die Hilfsfrist beträgt in Hessen zehn Minuten von der Alarmierung bis zum Einleiten der ersten Hilfsaktionen am Einsatzort. Dass auch in Erksdorf noch in diesem Jahr mit einem Neubau begonnen wird, schließt Somogyi angesichts der vielen noch nötigen Vorarbeiten aus. Bleibt noch der Stützpunkt in der Kernstadt, in der Straße des 17. Junis. Nachdem klar ist, dass es keine Gemeinschaftslösung von städtischer freiwilliger Feuerwehr und den Werksfeuerwehren von Ferrero und der Gießerei Fritz Winter gibt, steht die Stadt alleine in der Pflicht.

Der Sanierungsbedarf ist lange bekannt und parlamentarisch auch unumstritten gewesen in der vergangenen Legislaturperiode. Es sind aber zentrale Fragen noch unbeantwortet, etwa die, ob über eine Sanierung oder doch über einen Neubau zu sprechen sein wird. Auf alle Fälle stehen Planungskosten im verabschiedeten Haushalt. Im DuI-Wirtschaftsplan sind 100.000 Euro im laufenden Jahr eingestellt. Eine solide Kostenberechnung gibt es darum noch nicht. Aber eine „grobe Schätzung“ im Wirtschaftsplan, die dort mit allen Vorbehalten aufgeführt wird. Sie schließt mit sechs Millionen Euro, wobei im Plan nachdrücklich betont ist, dass am Ende aller Planungen andere Summen stehen könnten, niedrigere wie auch höhere. Bei der Hauptversammlung aller Wehren am 19. März wird Somogyi einen Überblick über alle Investitionen geben.

von Michael Rinde

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