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Sozialausschuss fischt im Trüben

Grundschulbetreuung Sozialausschuss fischt im Trüben

Die Hortgruppe der Kita Mäuseburg soll nach dem Willen des Magistrats in die Grundschulbetreuung an der Rauschenberger Grundschule integriert werden. Das Projekt bleibt umstritten.

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Findet auch künftig ein Teil der Grundschul-Betreuung in der Kita Mäuseburg statt? Diese Frage wird
derzeit im Rauschenberger Sozialausschuss diskutiert.
Foto: Matthias Mayer

Rauschenberg. Deshalb befasste sich am Montagabend der Ausschuss Kultur, Sport und Soziales unter Vorsitz von Frank Riedig (Bündnis 90/ Die Grünen) schon zum zweiten Mal mit dem Thema.

Die Konstellation der von vielen Eltern besuchten Sitzung glich der der November-Sitzung zu diesem Thema. Bürgermeister Michael Emmerich (CDU) warb erneut für die Verlegung der Hortgruppe und die Auflösung der Doppelstruktur und begründete dies mit Einsparungen für die Stadt in Höhe von rund 40000 Euro, einer Stärkung des Grundschulstandorts in der Kernstadt und mit in der Kita freiwerdenden Räumen, für die wachsende Nachfrage in der U3-Betreuung. Ilona Gerbitz-Mess, Leiterin der Kita Mäuseburg und Pfarrerin Kathrin Wittich stritten für den Verbleib der Hortgruppe in der Kita, die in der Trägerschaft der Kirche ist, aber zu 90 Prozent von der Stadt finanziert wird.

Die Ausführliche Diskussion erwies sich über weite Strecken als Fischen im Trüben, denn auf die zentrale Frage, ob mit der Verlagerung der Hortgruppe bei gleichen Öffnungszeiten von 7 bis 17 Uhr eine Verschlechterung der Betreuungsqualität verbunden sein wird, lässt sich nach menschlichem Ermessen vom Ausschuss nicht klären. Vertreterinnen der Kita, der Elternschaft und Mitglieder des Ausschusses hatten diese Sorge artikuliert.

Der Lösungsansatz aus dem Ausschuss: Zeit gewinnen, die Sache noch nicht am 31. März im Stadtparlament verabschieden. Dafür machten sich die Stadtverordneten Brigitte Klingelhöfer (SPD), Stefan Seibert (Grüne) und Manfred Günther (SPD) sowie die Erste Stadträtin Ute Badenhaus-Klös (SPD) stark. Günther sah die Chance, dass sich der Kreis nach Bildung der Großen Koalition doch an den Kosten der zusätzlichen Grundschulbetreuung in der Kita beteilige. Das hatte zuvor der zuständige Fachbereichsleiter Uwe Pöppler gegenüber dem Bürgermeister ausgeschlossen. Und Seibert plädierte dafür, „alle Beteiligten ins Boot zu holen“ und ein Konzept für die Betreuung zu erarbeiten. Das dauere aus fachlichen Sicht mindestens ein Jahr. Es wäre fatal, die Sache übers Knie zu brechen.

„Schnellstens handeln“

Die Entwicklung pädagogischer Konzepte sei Aufgabe des Schulträgers und der betreuenden Personen - nicht der Stadt, antwortete Michael Emmerich. Und von „übers Knie brechen“ könne nach einem Vorlauf von 5 Monaten keine Rede seien. Dem stimmten Helmut Müller (CDU) und Frank Riedig zu: „Wir sollten schnellstens handeln, denn sonst wird uns das Heft des Handelns vom Kreis aus der Hand genommen“, warnte der Ausschussvorsitzende mit Blick auf die Schuldenbremse. Am Dienstag tagt der Ausschuss erneut. Dann soll der Magistrat das Einsparpotenzial detailliert vorstellen.

von Matthias Mayer

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