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"Sorgenkind" entwickelt sich

Haus der Begegnung "Sorgenkind" entwickelt sich

Bis zum 31. Dezember 2016 haben Dieter Wolf, Hans-Jürgen Bindbeutel und Bernd Combé mit der "Projektentwicklung 60 plus GbR" nun Zeit, einen Teil des Hauses der Begegnung zu erwerben.

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Schritt für Schritt geht es beim Haus der Begegnung und dem geplanten Verkauf des Wohntraktes weiter.Foto: Florian Lerchbacher

Neustadt. Die Stadtverordneten nahmen ein entsprechendes „Angebot zum Abschluss eines Kaufvertrages“ zustimmend zur Kenntnis. Dadurch hat die „Projektentwicklung 60 plus GbR“ nun zweieinhalb Jahre Zeit, den Wohnhaus-Trakt des Hauses der Begegnung und die angrenzende Fläche zu erwerben. Für rund zwei Millionen Euro wollen Bernd Combé, Hans-Jürgen Bindbeutel und Architekt Dieter Wolf diesen Teil des Neustädter Sorgenkindes vom Rest abtrennen, den Gebäudeteil sanieren und dahinter ein Haus mit 20 bis 24 Einheiten à 50 bis 60 Quadratmeter für betreutes Wohnen einrichten (die OP berichtete).

Noch liegt kein Baurecht vor. Wohl aber hat der Bauträger, die „WBC GbR - Bauen für Senioren“, bereits die Kosten für das Bauleitverfahren eingezahlt . Ins Obergeschoss des bisherigen Fremdenzimmer-Traktes soll ein Verwaltungstrakt mit Büros kommen. Ins Erdgeschoss wollen die künftigen Betreiber eine Art Begegnungsstätte installieren.

n Die Stadtverordneten beschlossen ebenfalls einstimmig eine ohnehin fraktionsübergreifend eingebrachte Resolution: Damit möchten sie ein Zeichen setzen gegen die Pläne der hessischen Landesregierung, die vorsehen, die Kommunalaufsicht von den Landkreisen zu den Regierungspräsidien zu verlagern. Hans-Gerhard Gatzweiler (SPD) betonte, größere Wege zwischen Kommune und Kommunalaufsicht würden bedeuten, dass es Controller einfacher hätten, aus der Entfernung Dinge zu streichen, da er die Strukturen vor Ort nicht kennen und keine Rücksicht nehmen würde. Bürgermeister Thomas Groll (CDU) pflichtete ihm bei. Er betonte, nicht immer mit allem einverstanden gewesen zu sein, was die Kommunalaufsicht entschieden habe und es sei durchaus diskutierbar, ob Landkreise noch notwendig sind. Er halte es aber für falsch, wenn es eine zentrale Stelle gebe, die Direktiven herausgebe, „die von Waldsolms bis nach Neustadt gelten“. Nach weiterer Kritik an der Finanzpolitik des Landes betonte er, dass die kleinsten Einheiten - also die Kommunen - nun an einem Strang ziehen sollten: „Der Aufschrei muss von unten nach oben gehen.“ Er hoffe, dass noch weitere Städte und Gemeinden die vom Kreistagsvorsitzenden Detlef Ruffert entworfene und den Neustädtern leicht abgeänderte Resolution unterzeichneten.

von Florian Lerchbacher

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Von Redakteur Florian Lerchbacher

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