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Songs und Reise-Erlebnisse

Lesung Songs und Reise-Erlebnisse

Der Sänger Paddy Schmidt macht auch auf ungewohntem Terrain auf sich aufmerksam. Im Jugendzentrum stellte er sein eigenes Buch vor.

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Paddy Schmidt hat eine Vorliebe für Stadtallendorf entwickelt. Er las und spielte im Jugendzentrum. Foto: Yanik Schick

Stadtallendorf. In Stadtallendorf scheint sich Paddy Schmidt besonders wohl zu fühlen. Nach seinen Konzerten auf dem Hessentag und zum Start der Kunst- und Kulturtage im vergangenen Jahr war der Musiker bereits zum dritten Mal zu Gast. An diesem Wochenende durfte sich Schmidts Auditorium allerdings auf mehr freuen als nur seine Musik - die zahlreichen Besucher im Jugendzentrum bekamen einen Einblick in das Leben und die Gedanken des Menschen Harald Kligge. So lautet Schmidts bürgerlicher Name.

Der Frontmann der „Irish Folk“-Band „Paddy goes To Holyhead“ berichtete im Café Babylon von seinen Erfahrungen, die er gemeinsam mit einem Freund im Hochsommer 2012 gemacht hatte. Damals fuhr Paddy Schmidt 18 Tage lang mit seinem Motorrad durch Dänemark, Schweden und Finnland, erreichte dabei sein großes Ziel: die nördlichste Straße Europas. Von dort führte ihn der Weg über die Lofoten und die skandinavische Westküste zurück nach Deutschland. „Es war die schönste Tour meines Lebens“, resümierte der leidenschaftliche Biker. Insgesamt 8000 Kilometer hatte er hinter sich gelassen und während seiner Erlebnisse immer fleißig Tagebuch geführt.

Auf der Basis seiner Notizen schrieb Schmidt schließlich ein Buch, in dem er von allen Eindrücken seiner Reise erzählt. Das brachte der 51-Jährige den Stadtallendorfern auf besondere Weise nahe: Er gab eine Konzertlesung, verband also seine persönlichen Erfahrungen mit seiner Leidenschaft, dem Singen. „Ich habe mir gedacht: nur lesen ist zu eintönig. Und weil ich auch auf der Tour meine kleine Gitarre dabei hatte und sporadisch gespielt habe, mache ich einfach beides“, erklärte Schmidt.

Gerade Stadtallendorf sei für diesen ausgefallenen Mix eine gute Anlaufstelle. „Man kann diese Konzertlesung definitiv nicht überall machen“, betonte Schmidt, „man braucht eine gewisse Atmosphäre, und dazu hat dieses Café ein schönes Ambiente.“ Er selbst bemerke, dass seine Lesungen nicht nur Stammgäste interessierten, sondern auch Motorradfahrer und Fans der skandinavischen Landschaft. „Es ist für mich auch mal etwas anderes.“

von Yanik Schick

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