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Soldaten spielen Blasmusik vom Feinsten

Wohltätigkeitskonzert Soldaten spielen Blasmusik vom Feinsten

Rund 400 Besucher waren begeistert vom Wohltätigkeitskonzert, das das Heeresmusikkorps 2 in der Egerländer-Besetzung im Bürgerpark gab.

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Ein Hauptfeldwebel im Dirndl: Diana Blume sang gemeinsam mit Stabsfeldwebel Udo Seiferts beim Benefizkonzert Egerländer Melodien. Foto: Klaus Böttcher

Neustadt. Klatschen, schunkeln, mitsingen - und am Ende stehender, schier endloser Beifall in der herrlichen Kulisse des Bürgerparks: die Zuhörer waren regelrecht aus dem Häuschen. „Die Jungs sind einfach Klasse“, schwärmte eine Besucherin aus, wobei sie die einzige Dame unter den 20 Musikern unterschlug. Denn die Klarinettistin, Hauptfeldwebel Diana Blume, war mindestens ebenso gut wie ihre männlichen Kollegen. Sie war es, die im Duett mit dem Leiter der Egerländer Besetzung, Stabsfeldwebel Udo Seifert, bei Polkas und Walzern sang. Dazu wechselte sie am Ende des Konzerts sogar die Uniform gegen ein schmuckes Dirndl.

Die Berufsmusiker zeigten sich am Abend im Wallgrabenpavillon in bester Spiellaune. Man merkte ihnen die Freude beim Musizieren an, so dass der Funke zum Publikum recht bald übersprang. Märsche, Polkas und Walzer kennzeichnen die Egerländer Musik, die von den Musikern bravourös gespielt wurde. Der hingebungsvolle Gesang des Duos Seifert/Blume setzte dem Musikgenuss noch das Sahnehäubchen auf. Für die gute Stimmung sorgte außerdem der bewährte Moderator, Hauptfeldwebel Andreas Aichinger, der bestens gelaunt und humorvoll durch das Programm führte.

Den schwungvollen Auftakt bildete der Marsch „Gruß an Böhmen“. Es folgten Walzer und Polkas so recht nach dem Geschmack der Anhänger der Egerländer Musik. So etwa die Polka „Wenn der Tag erwacht“ oder der Walzer „Wenn der Wein blüht“. Stabsfeldwebel Udo Seifert liegt die Egerländer Musik im Blut, was man bei seinem ausdrucksstarken Dirigat bemerkte. Er hatte ebenso wie der Hauptfeldwebel Lars Schwalm fast ein Heimspiel, da beide aus Mengsberg stammen.

Jeder der Musiker kann auch als Solist auftreten, was sie bei vielen Soli nachdrücklich unter Beweis stellten. So beispielsweise der Schlagzeuger Hauptfeldwebel Rainer Harte, der bei der „Trommelparade“ ein minutenlanges Schlagzeugsolo erster Klasse hinlegte. Am Ende jubelten die Besucher über die Klassiker „Auf der Vogelwiese“, „Rauschende Birken“ und „Egerland - Heimatland“. Am Schluss der Zugaben nahmen die Besucher mit auf den Heimweg: „Jeder Tag bringt neue Hoffnung“.

Neustadts Bürgermeister Thomas Groll verkündete am Ende den Erlös des Konzerts von 3200 Euro für die „Aktion für behinderte Menschen Oberhessen“. Am Rande des Konzerts informierte an einem Stand der Stabsfeldwebel Karl-Heinz Laudon über die Aktion. „Die Spendengelder sind aufgebraucht und wir haben keine Panzerbrigade 14 mehr“, erklärte er, warum die Freizeit für behinderte Menschen in diesem Jahr ausfallen musste.

Es würden die Soldaten zur Betreuung fehlen, erklärte er im Gespräch mit der OP. „Ein Divisionsstab hat eine ganz andere Struktur und nach der Auflösung des Fernmelde-Luftlandebataillons wird es noch schwieriger“. Freizeiten solle es aber in Zukunft wieder geben, versicherte er. Allerdings in anderer Form. Wahrscheinlich kleinere Gruppen und Betreuer aus anderen sozialen Einrichtungen.

Heute und morgenStraßenmaler-Festival

Das Benefizkonzert fand im Rahmen des Neustädter Straßenmaler-Festivals statt, das am heutigen Samstag um 11 Uhr beginnt und um 15 Uhr offiziell eröffnet wird. Dazu werden rund 150 Straßenmaler auf der Marktstraße erwartet - vom Kindergarten-Kind bis zum Profi-Künstler. Am Samstag wird bis 18 Uhr gemalt. Anschließend beginnt das 1. Neustädter Bierfest am Haus der Vereine. Am Sonntag geht es ab 9 Uhr auf der Marktstraße weiter. Die Siegerehrung erfolgt um 17 Uhr.

von Klaus Böttcher

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