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Sogar ein XXL-Promi passt in die Kiste

Kunst-Projekt Amöneburg in the box Sogar ein XXL-Promi passt in die Kiste

Eigentlich geht‘s erst heute mit dem Projekt „Amöneburg in the box“ los, doch das erste Foto für das Mosaik ist imKasten – bei Promis muss man eben manchmal eine Ausnahme machen.

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Nur wenige Anweisungen musste Anja Feldevert dem XXL-Ostfriesen geben, bis dieser die richtige Position gefunden hatte und sein Beitrag zum Kunstprojekt im Kasten war.Fotos: Bilderprofi Zabel

Amöneburg. Die Teilnahme von Tamme Hanken am Kunstprojekt des Amöneburger Fotostudios „Bilderprofi Zabel“ hat gleich mehrere Vorteile: Zum einen ist ein Prominenter bei „Amöneburg in the box“ unumstritten ein Blickfang, zum anderen wird vielleicht der ein oder andere Amöneburger dem Beispiel folgen oder die Entscheidung zur Teilnahme leichter fällen – frei nach dem Motto „Wenn der dabei ist, muss ich auch dabei sein“. Oder eben „Was der kann, kann ich schon lange“. Am wichtigsten ist aber wohl, dass der aus dem Fernsehen bekannte XXL-Ostfriese den Bürgern die Ausrede genommen hat: „Ich bin zu groß, ich pass da nicht rein.“ Ohne zu murren und zu knurren faltete sich der weit über zwei Meter große Pferdeflüsterer, Tier-Chiropraktiker und Buchautor zusammen und machte sich in der Kiste breit – in der übrigens immer noch Platz war.

Fotografin Anja Feldevert, die das Projekt zusammen mit Holger Gröb initiiert hat, ist jedenfalls begeistert: „Er ist total nett und sehr witzig – also genau so, wie man ihn aus dem Fernsehen kennt. Und er hatte auch viel Spaß an unserem Projekt – so wirkte es zumindest. Er gab sich sehr viel Mühe, ein schönes Motiv abzugeben.“

Der XXL-Ostfriese hatte seine Teilnahme spontan zugesagt: Feldevert wusste, dass Hanken in Kirchhain auf Tour ist (Bericht folgt), nahm Kontakt auf und fragte einfach nach, ob er nicht mitmachen wolle. Wenn er die Zeit finde, sei er dabei, habe er ihr gesagt – und sich dann abends tatsächlich gemeldet und angekündigt, kurz darauf beim „Bilderprofi“ zu sein. „Er hat wunderbar in die Kiste gepasst – sieht darin aber riesig aus“, ergänzt die Amöneburgerin, die nun auf zahlreiche Nachahmer hofft.

Drei Tage lang lichten sie und ihre Kolleginnen Katja Warkentin, Stefanie Klos und Stephanie Piffczyk Bürger der Großgemeinde Amöneburg ab – die sich alleine, zu zweit, mit der ganzen Familie oder auch mit Haustieren für das Bild in die Kiste/Box setzen müssen. Das Fotoshooting ist kostenlos. Ziel ist es, möglichst viele „Amönebürger“ zur Teilnahme zu bewegen, schließlich soll am Ende aus den Bildern ein Mosaik entstehen, das wiederum im Rathaus aufgehängt wird.

Heute und morgen können Bürger zwischen 10 und 18 Uhr sowie am Samstag zwischen 10 und 14 Uhr beim „Bilderprofi Zabel“ (Am kleinen Born 13) vorbeischauen und sich – ohne vorher einen Termin vereinbaren zu müssen – in der Box fotografieren lassen.

Nach der positiven Resonanz auf die erste Ankündigung des Projektes denkt Feldevert jetzt sogar darüber nach, eine zusätzliche Sonderausstellung zu gestalten. Sie strebt an, auch noch thematisch sortiert nach Gruppen Menschen zu fotografieren: zum Beispiel Schornsteinfeger oder Feuerwehrleute – natürlich samt einem Teil ihrer Ausrüstung und in kompletter Montur – oder auch Musikgruppen.

von Florian Lerchbacher

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Von Redakteur Florian Lerchbacher

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