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Sogar die Queen gibt sich die Ehre

Stadtallendorf Sogar die Queen gibt sich die Ehre

"Wir sind des Wahnsinns fette Beute" hieß das Motto der 46. Prunksitzung des Festkomitees Karneval in den katholischen Kirchengemeinden, kurz FCKK, am Samstag.

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Die „Dancing Diamonds“ tanzten zum „Biene-Maja-Song“. Rechtes Bild: Funkenmariechen Alena Weitzel zeigte bei einem Solo, wie sehr sie sich dehnen kann. Fotos: Jonas Hielscher

Stadtallendorf. Das Prinzenpaar Natascha I. und Mario I. hielten am Samstagabend mit dem Elferrat und den Sitzungspräsidenten Christel Rohm-Naumann und Norbert Naumann Einzug in der Stadthalle. Die Mädchen der Prinzengarde sind die dienstältesten Tänzerinnen des FCKK. Sie bewiesen gleich zum Auftakt ihre Gelenkigkeit und ihr akrobatisches Können. Auch die „Blauen Funken“, die „Flippergarde“, die „Dancing Diamonds“ und die „Wilden Hühner“, alles närrische Tanzgruppen verschiedener Altersklassen, bestritten ihre tänzerischen Aufgaben mit Bravour.

Die Mädchen der „Minikids“ sind alle jünger als sechs Jahre. Großen Respekt, Applaus und eine „karnevalistische Rakete“ zollte das Publikum ihnen beim Auftritt als Pippi Langstrumpf.

Zum dritten Mal hielt Pfarrer Diethelm Vogel eine Büttenrede. Dieses Jahr wurde er als „Doofe Nuss“ angekündigt, und machte diesem Namen alle Ehre. Sein sarkastischer Humor und seine Adaption von althergebrachten Witzen passten so gar nicht in das Bild des Pfarrers von drei Kirchengemeinden.

Als lustigen Reim und in Anlehnung an alte Märchen, trug Büttenredner Detlef Ruffert als Bruder Grimm eine hochpolitische Büttenrede vor. Der Kreistagsvorsitzende traute sich, sich gleichzeitig über alle drei bisher bekannten Kandidaten für das Amt des Landrates lustig zu machen.

Sylvia Ossinger und Regina Kremer traten als „Möchtegern-Prinzenpärchen“ auf. Gegenseitig kritisierten sie auf offener Bühne ihre Proportionen, ihre erotischen Vorzüge und ihre (fehlende) Sportlichkeit.

Doris Mann gehört zu den Närrinnen mit jahrzehntelanger Bühnenerfahrung. Für sie wurden britische Fahnen gehisst und entsprechende Lieder gesungen. Sie trat als perfektes Double von Queen Elisabeth auf. Während die Damen der Ulknudeln einen „Tanz für Erwachsene“ aufführten, stürmten auf einmal „Carmen und Robert Geiss“ die Bühne. Mit beeindruckender Tanzkunst warteten Lisa Weitzel und Tim Sehon auf. Komplexe Drehungen, Pirouetten und das Drehen über Kopf, erinnerten viele Zuschauer eher an eine Show aus dem Fernsehen, als an zwei normale Teenager aus der Region.

Drei Funkenmariechenin bestechender Form

Angelina Sehon, Alena Weitzel und Marie-Christin Falker: drei Namen, drei Altersgruppen, drei Funkenmariechen. Sie alle boten eine individuelle Tanzshow mit komplexen Figuren und schon fast übernatürlich erscheinenden Verrenkungen.

Helmut Weitzel und seine Mitstreiter tanzten zusammen mit „ihren“ Kinder auf der Bühne und sangen zu den passenden Stücken. Die Schornsteinfeger vom KfD St. Michael kombinierten das Tanzen mit ein klein wenig Theater. Nach einigen Schunkelrunden wurde das Finale, bestehend aus drei Gruppen, eingeleitet. Den Auftakt machte eine „importierte“ Tanzgruppe mit besonderem Flair: die „Hanse Transen“ aus Marburg. Auf den ersten Blick konnte es das Publikum nicht erkennen, aber bei den Tänzerinnen handelte es sich wirklich um Männer. Nach den Feuerhexen, eine buntgemischte Gruppe von Frauen des FCKK, bildete das Männerballet den Höhepunkt. Auch dort sah das Publikum viel nackte Haut und männliche Krankenschwestern, die im „Gangnam-Style“ tanzten. Wieder gelang den FCKK-Aktiven ein sehr kreatives fünfstündiges Programm.

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