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Softeis setzt klassisch den Schlusspunkt

Markt-Trilogie Softeis setzt klassisch den Schlusspunkt

Weihnachten ist vorbei, Silvester steht vor der Tür, und der laut Volksmund höchste Feiertag Kirchhains schlägt die Brücke: Am Dienstag tobt beim Neujahrsmarkt in der Innenstadt das Leben.

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Den musikalischen Abstecher in die Klassik wollen Werner Eismann (von links), Michael Walter, Ronny Moucka und Gerhard Eismann optisch unterstreichen. Armin Holten fehlt.Foto: Lerchbacher

Kirchhain. 200 Stände warten beim Neujahrsmarkt zwischen 8 und 18 Uhr in der Kirchhainer Innenstadt auf die Besucher. Und die kommen traditionell in Scharen – was Marktmeister Jürgen Rößler zur Aufforderung an die Eltern von Kleinkindern verleitet, ohne Kinderwagen über das Marktgelände zwischen Bahnhof und Rathaus zu schlendern. „Um Gefährdungen auszuschließen“, wie er betont.

Seit dem Jahr 1360 darf die Stadt Kirchhain Märkte abhalten. Landgraf Heinrich II. gab ihr damals das Recht für zwei Märkte – die Landgrafen Philipp der Großmütige, Karl und Friedrich II. erweiterten es auf bis zu acht Großveranstaltungen, von denen inzwischen nur noch der Oster- und der Neujahrsmarkt übriggeblieben sind.

Discoabend im Bürgerhaus

Und eben jener Neujahrsmarkt ist für die Kirchhainer eigentlich die wichtigste Veranstaltung des Jahres: Von überall kehren sie zurück in die Ohmstadt, um Familie, Freunde und alte Bekannte wiederzutreffen. Oftmals erinnert die Stimmung an eine Art Volksfest, wenn sich rund um die Stände der Vereine Menschentrauben bilden, aus denen lautes Stimmengewirr und Lachen zu vernehmen ist.

Das offizielle Marktende ist um 18 Uhr. Dann packen die Händler ihre Waren weg, und das Feiern steht endgültig im Vordergrund: Der TSV Kirchhain, beziehungsweise der Förderverein Kunstrasen, stellt wieder seine KuRaBar samt einem Discoabend auf die Beine – diesmal aber nicht im Bahnhof, sondern erstmals im umgebauten Bürgerhaus.

Das Kirchhainer Urgestein Heinz Heinen lässt im Hessischen Hof die Band Skyliners spielen sowie im Schlachthaus des Kirchhainer Hofs die Bands The Heads und Farmer‘s Breakfast.

Der SV Kirchhain lädt derweil zum Rockkonzert in die Markthalle ein: Einlass ist ab 18 Uhr. Gegen 20 Uhr eröffnet die Band Lunatic den Abend, dessen Höhepunkt der Auftritt von Softeis werden soll.

Die heimische Rockband gibt zum 18. Mal in Folge ein Konzert beim Neujahrsmarkt – und hat sich auch für diesen Auftritt wieder etwas Besonderes ausgedacht: Diesmal lautet das Motto des Abends „Klassik“: „Aber keine Sorge: Das werden Cover nach unserer Art“, sagt Sänger Ronny Moucka, während Bassist Werner Eismann verspricht: „Wir haben klassische Stücke auf unsere Weise transponiert. Softeis wird erkennbar sein.“

Auszüge aus Beethovens Neunter, Puccinis Nessun Dorma oder Orffs Carmina Burana –also Klassiker der klassischen Musik – stehen auf der Setlist der Musiker, die sich natürlich auch optisch dem Thema anpassen werden. „Seit etwa zehn Jahren liebäugeln wir mit dem Gedanken, zusammen mit einem Orchester zu musizieren. Das gestaltet sich schwierig, daher haben wir diesen Weg gewählt. Unsere Fans werden die Klassikstücke im Ansatz erkennen, und dann gibt es wieder etwas auf die Ohren“, verspricht Eismann und kündigt an, auch die traditionell geforderten Songs zu spielen: „Die Leute sollen auf jeden Fall die Lederjacke anziehen“, ergänzt Moucka.

Und natürlich sind auch wieder Gastmusiker mit dabei: Alex Pöltl wird die Band bei einigen Songs unterstützen. Das gilt auch für Sängerin Friederike Kreh, für die Softeis extra die Ballade „Almost Lover“ von A Fine Frenzy umgeschrieben haben.

von Florian Lerchbacher

27. Neustädter (Nach-)Weihnachtsmarkt hat Konkurrenz

Die Neustädter werden ihrem Weihnachtsmarkt die Treue halten – da ist sich Marktmeister Stephan Henrich ziemlich sicher. Und das unabhängig davon, ob nun 60 oder 120 Stände rund um das Historische Rathaus auf sie warten würden.

In diesem Jahr ergibt sich schließlich wieder eine unglückliche Überschneidung: Traditionell findet der Treysaer Scherzmarkt zwischen dem Neustädter Weihnachtsmarkt und dem Stadtallendorfer Johannismarkt statt. Diesmal würde der Termin jedoch auf den morgigen Sonntag fallen – und das ist schlicht kein Markttag. Entsprechend finden die Veranstaltungen heute von 8 bis 18 Uhr sowohl in Neustadt als auch in Treysa statt, was die Junker-Hansen-Städter den ein oder anderen Händler kostet. Mit rund 60 Ständen rechnet Henrich. „Der Scherzmarkt ist immer ein bisschen größer und zieht entsprechend mehr“, gibt er zu. Unabhängig davon werde es wieder ein breites Angebot geben, das sich von Wäsche über Haushaltswaren bis hin zu Spielsachen und Schnickschnack erstreckt.

Besonders wichtig: Der VfL, die „Wasserratten“ der DLRG und die Freiwillige Feuerwehr Neustadt sind vertreten und geben ihren Mitmenschen einen Anlauf- und Treffpunkt, an dem sie sich bei Glühwein aufwärmen oder andere Leckereien genießen und dabei den ein oder anderen Plausch halten können.

- Der 32. Johannismarkt in Stadtallendorf findet wie gewohnt am 29. Dezember, also am Montag, von 8 bis 18 Uhr in der Innenstadt statt. 120 Stände kündigt Marktmeister Reiner Bremer an – und kleinere Veränderungen. Die Bauarbeiten am Hallenbad zwingen die Stadt dazu, den Parkplatz daneben zum Marktplatz umzufunktionieren. Entsprechend werden dort Stände aufgebaut, und die Fläche steht nicht für Autofahrer zur Verfügung, die einen kleinen Bummel planen. Bremer verweist deswegen auf den neuen Festplatz, an dem geparkt werden könne: „Wir müssen eben alle ein bisschen ausweichen.“Wie in Kirchhain und Neustadt beteiligen sich auch in Stadtallendorf Vereine an dem Markt. „Die üblichen Verdächtigen der vergangenen Jahre“, sagt Bremer mit einem Lachen. Einzig der Schalke-Fanclub baue diesmal keinen Stand auf – als Ersatz springe der TSV Erksdorf ein.

von Florian Lerchbacher

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Von Redakteur Florian Lerchbacher

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