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So mancher Mund bleibt offen stehen

Kulturspektakel So mancher Mund bleibt offen stehen

200 Kinder waren Feuer und Flamme: Während der hinreißenden Aufführung von "Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer" hoben sie begeistert die Arme und imitierten Feuerquallen.

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Begeistert verfolgten 200 Kinder Ulrich Schulz und die Aufführung „Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer“.Fotos: Karin Waldhüter

Amöneburg. Hand in Hand hielten am Donnerstagmorgen Jungen und Mädchen aus den Kindergärten Amöneburg, Roßdorf, Mardorf, Anzefahr und Stadtallendorf (St. Katharina) Einzug in die abgedunkelte Tennishalle. Mit der Aufführung für Kinder begann der zweite Block des siebten Amöneburger Kulturspektakels höchst unterhaltsam. „Die Veranstaltung ist zu einem Selbstläufer geworden“, freute sich Michael Richter-Plettenberg, Bürgermeister und Vorsitzender des Kulturspektakel-Vereins in Personalunion. Nur wenige Tage nach der Ausschreibung waren beide Veranstaltungen ausgebucht

Mit dem Figurentheater „Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer“ von Michael Ende waren „Die Complizen“ mit Ulrich Schulz aus Hannover zu Gast in Amöneburg. „Wer von euch war schon einmal in einem Theater?“, hatte Ulrich Schulz gleich zu Beginn erfragt und den Kindern ein paar Verhaltensregeln mit auf den Weg gegeben, bevor er mit seinen fantasievoll ausgestatteten Figuren die Aufführung startete.

Schnell hatten die Kinder einen Refrain gelernt und sangen lauthals mit. Auf Ansage machten sie auch noch mit und hoben ihre Arme wie die Feuerquallen. Inspiriert von so viel Elan folgten auch die „erwachsenen Meeresfrüchte“ ohne Scheu.

Jim, Lukas und Lokomotive Emma nahmen die jungen Besucher mit auf eine Reise, um „Lummerland“ zu retten. Und egal, ob Lukas, Jim, die kleine Meerjungfrau Sursularpitschi, Herr Tur-Tur oder der Halbdrache - allen hauchte Ulrich Schulz mit seiner warmen Stimme Leben ein und verlieh ihnen damit ihren ganz eigenen, unverwechselbaren Charme und Charakter.

Mittendrin schlüpfte Schulz selbst in die Rolle des „Gurumusch“ und tauchte als Unterwasserkönig beeindruckend aus den blauen Fluten auf - da blieb so manchem jungen Besucher vor Staunen fast der Mund offen.

Mit einfachen Mitteln, wie grünen oder blauen Tüchern zauberte Schulz einfache und doch wirkungsvolle Meeres-, Berg und Wiesenkulissen. Wie nebenbei erläuterte Schulz den Kindern die Wirkungsweise eines „Perpetumobils“ und erklärte dabei die Wirkungsweise eines Magnetfeldes.

Gefallen hat die Aufführung nicht nur den Kindern, die begeistert applaudierten, sondern auch Ute Haar, Leiterin des Kindergarten St. Katharina. „Die Aufführung war sehr gut. Die Kinder haben mit offenem Mund gut aufgepasst und waren voll in der Geschichte drin, obwohl alle auf dem Boden saßen kam keine Unruhe auf“, freute sie sich.

von Karin Waldhüter

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Von Redakteur Florian Lerchbacher

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