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Sindersfelder meistern alle Probleme

Sindersfeld Sindersfelder meistern alle Probleme

Mit einem enormen Kraftakt schaffte es der FC Sindersfeld innerhalb von anderthalb Jahren, sich einen Rasenplatz zu schaffen.

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Vertreter der Vereins und aus Sport und Politik nahmen mit Sindersfelds Ortsvorsteherin Elke Schall den ersten Anstoß auf dem neuen Rasenplatz vor.

Quelle: Klaus Böttcher

Sindersfeld. Vertreter aus Politik und Sport gaben am Samstag symbolisch den Anstoß zum ersten Fußballspiel auf dem neuen Rasenplatz des FC Sindersfeld. Es spielte zunächst die heimische erste Mannschaft gegen eine Auswahl aus Michelbach. Danach folgte ein Spiel der Alten Herren aus Betziesdorf gegen die des FC Sindersfeld.

Am Rande der Fußballspiele feierten die Bürger des Kirchhainer Stadtteils ihren neuen Rasenplatz. Denn fast alle Einwohner Sindersfelds hatten mit den enormen Eigenleistungen direkt oder indirekt zu tun. Immerhin arbeiteten 55 Bürger im Alter von 16 bis 76 Jahren zusammen 2.770 Stunden an ihrem Sportplatz.

Der zweite Vorsitzende des Fußballclubs (FC) Sindersfeld, Bernd Daube, war Motor und Hauptorganisator bei den Arbeiten. Er blickte auf die Geschichte des Waldsportplatzes außerhalb des Ortes zurück. Sie begann 1954 mit dem Roden der Bäume auf dem Gelände. 1997 musste die Tennendecke des Hartplatzes erneuert werden.

Vor dieser Aufgabe stand der Verein zehn Jahre später bereits wieder. Da kam den fußballbegeisterten Sindersfeldern das Sonderinvestitionsprogramm „Sportland Hessen“ gerade richtig. Es wurden Fördergelder für die Einrichtung eines Rasenplatzes und den Bau eines massiven Geräteschuppens beantragt. Die Spiele wurden so gelegt, dass die Hinrunde nur in Sindersfeld und die Rückrunde auswärts gespielt wurde. Durch diese organisatorische Leistung bedingt begannen die Bauarbeiten schon im November 2007.

Daube erzählte den Sindersfeldern und den Gästen von den Problemen während der Arbeiten. Statt der geplanten 100 Kubikmeter Sand hätten 700 Kubikmeter mit Erde gemischt werden müssen: „Wir haben in Eigenleistung gemischt, bis Mensch und Maschine kaputt waren“, erinnerte sich Daube an diesen Kraftakt.
Im Juli 2008 sei der Rasen eingesät worden, aber „der neue Platz gefiel nicht nur uns, sondern auch den Wildschweinen“, blickte der Sindersfelder auf eine so nicht erwartete weitere Schwierigkeit zurück. Also hätte auch noch ein Zaun gezogen werden müssen.

Durch derartige Mehrkosten verteuerte sich das Bauprojekt Rasenplatz von den geplanten 79.000 Euro auf 90.000 Euro. Die Landeszuwendung beträgt 30.000 Euro, der Landessportbund steuerte 6.800 Euro bei und vom Landkreis gab es 7.900 Euro. Die Stadt Kirchhain stellte die Erde im Wert von 14.500 Euro bereit. Am Ende blieb eine Eigenleistung der Sindersfelder im Wert von rund 25.000 Euro.

Bei den Grußworten der Gäste stand bei der Einweihung darum auch die enorme Eigenleistung im Vordergrund. Der Kreisbeigeordneter Klaus Weber aus Kirchhain brachte es auf den Punkt: „Die Erfolgsgeschichte heißt Eigenleistung.“
von Klaus Böttcher

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