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Sindersfeld geht im Jahr 2017 leer aus

Enttäuschter Ortsbeirat Sindersfeld geht im Jahr 2017 leer aus

Zur ersten Sitzung im ­neuen Jahr traf sich der Sindersfelder Ortsbeirat wie üblich im Feuerwehrgerätehaus. Zunächst gab der Ortsvorsteher einen Tätigkeitsbericht, was er seit der letzten Sitzung ­erledigt hat.

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Am Sindersfelder Sorgenkind, dem Feuerwehrgerätehaus, finden in diesem Jahr keine Sanierungsarbeiten statt.

Quelle: Matthias Mayer

Sindersfeld. Danach richtete Lothar Schmid den Blick auf den bereits verabschiedeten Kirchhainer Haushalt mit dem Investitionsplan, in dem der Stadtteil Sindersfeld einfach nicht vorkommt. „Wir haben unsere Haushaltsanmeldungen pünktlich abgegeben“, sagte der Ortsvorsteher. Auf Anforderung habe der Ortsbeirat noch eine fünfseitige Begründung nachgereicht. Umso ernüchternder, dass man keine Rückmeldung bekommen habe, ja nicht einmal der Eingang bestätigt wurde, erklärte Lothar Schmid.

Dabei sei seitens der Verantwortlichen die beantragten Verwendungszwecke, wie zum Beispiel die Dachsanierung des Feuerwehrgerätehauses, durchaus positiv aufgenommen worden. Das Gebäude, das auch den Gemeinschaftsraum für das Dorf beherbergt, ist seit vielen Jahren ein Sorgenkind. Der Putz bröckelt von der Fassade. Von unten steigt Feuchtigkeit auf.

Die Enttäuschung war auch den übrigen Ortsbeiratsmitgliedern anzumerken, die zuerst davon ausgingen, dass bei der Durchsicht der Anträge zum Haushalt in der Stadtverwaltung ihr Stadtteil einfach nur „überlesen“ wurde.

Vereinfachten Einrichtung von Tempo-30-Zonen

Der Ortsbeirat kam überein, besonnen auf diese Enttäuschung zu reagieren. Ortsvorsteher Lothar Schmid kündigte an, das Gespräch mit den politischen Gremien zu suchen. Außerdem solle der neue Bürgermeister Olaf Hausmann zum Ortstermin nach Sindersfeld eingeladen werden.

Das Thema Verkehrsberuhigung war auf die Tagesordnung geraten, da ein Ortsbeiratsmitglied von einer vereinfachten Einrichtung von Tempo-30-Zonen gehört hatte. In der Tat ist es seit dem 1. Januar möglich, dass vor Schulen, Kitas, Seniorenheimen und auch auf Vorfahrts- und Durchgangsstraßen leichter Tempo 30 festgelegt werden kann. Die Behörden müssen nicht mehr nachweisen, dass solche sensiblen Stellen Unfallschwerpunkte darstellen.

In Sindersfeld gibt es aber keine der genannten Einrichtungen. „Da müssen wir in Sindersfeld erst noch ein Seniorenheim bauen“, stellte Schriftführerin Kristin Ploch lakonisch fest. Nach den Wahrnehmungen der Sindersfelder wird auf der zum Teil sehr engen Hauptstraße gerast. Geschwindigkeitskontrollen haben diesen Eindruck aber nicht bestätigt, wie diese Zeitung berichtete.

Abschließend die etwas erfreulichere Nachricht, dass zum Stichtag 31. Dezember 2016 in Sindersfeld 382 Bürgerinnen und Bürger mit Erstwohnsitz gemeldet seien. Das sei lediglich ein Minus von einem Einwohner im Vergleich zum Vorjahr. Auch müsse man sich in Sindersfeld noch nicht mit dem Thema Leerstand beschäftigen. Alle Häuser seien noch bewohnt, so Ortsvorsteher Schmid.

Die nächste Sprechstunde des Ortsvorstehers findet am 6. Februar ab 19 Uhr, im Feuerwehrgerätehaus statt.

von Heinz-Dieter Henkel

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