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Siedlergemeinschaft hat „Stadt mitentwickelt“

Jubiläum der Siedlergemeinschaft Rohrborn Siedlergemeinschaft hat „Stadt mitentwickelt“

Die Siedlergemeinschaft Rohrborn feierte in und um das Vereinsheim mit einem fröhlichen Fest und zahlreichen Ehrungen ihr 50-jähriges Bestehen.

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Helmut Ploch (von rechts) ehrte im Beisein von Christian Somogyi und Ilona Schaub (links) zahlreiche Mitglieder. Foto: Klaus Böttcher

Quelle: Klaus Böttcher

Stadtallendorf. Die Sonne lachte auf das schmucke Vereinsheim, draußen saßen die Gäste unter dem Zeltdach, die Kinder tobten auf der Hüpfburg, und die Zweimannkapelle spielte Ohrwürmer der Flippers. Bevor es ans Kuchenbüfett ging, standen zunächst Ansprachen und Grußworte an, und ein Blick zurück auf ein halbes Jahrhundert Vereinsgeschichte.

Das übernahm Gerhard Schlegel, der Vorsitzende der Siedlergemeinschaft Rohrborn. Seine Zeitreise begann 1958, als das Vereinsgelände noch tiefer Herrenwald war. Die Besiedlung wuchs vom Bahnhof ausgehend – zunächst mit den Wohnblocks, später kamen Eigenheime dazu, in denen vielfach Vertriebene aus den Ostgebieten, überwiegend Schlesier oder Ostpreußen, eine neue Heimat fanden.

1966 vereinigten sie sich in der Siedlergemeinschaft. In Spitzenzeiten hatte der Verein 78 Mitglieder. In diese Zeit fällt auch der Bau des Vereinsheims, das später noch einen Anbau erhielt. Schlegel, der seit 1990 Vorsitzender ist, erinnerte an seine Vorgänger – und wurde dann für sein 25 Jahre andauerndes Engagement in dem Posten ausgezeichnet.

Rückblick auf große Wohnungsnot

Helmut Ploch, der Ehrenvorsitzende des hessischen Siedlerverbandes, erinnerte in Reimform an den Kleinsiedlergedanken und speziell an die Arbeit im Rohrborn. Es ging in seinen Versen um die Armut der Vergangenheit und den sprichwörtlichen Gemeinschaftsgeist.

Stadtverordnetenvorsteherin Ilona Schaub blickte auf die Zeit nach dem Krieg im damaligen Allendorf zurück, als die Einwohnerzahl rasch von 1500 auf 10.000 stieg und dadurch bedingt die Wohnungsnot groß war. Die Stadtallendorfer hätten es geschafft, die Menschen aufzunehmen und sozial einzugliedern sowie die Wohnungsnot zu entspannen.

„Die Siedlergemeinschaft steht bei mir für bürgerliches Engagement“, betonte Bürgermeister Christian Somogyi. Bei der Gemeinschaft sei Hilfe zur Selbsthilfe angesagt gewesen. Die Siedler hätten sich aber nicht nur im Verein engagiert, sondern auch in der Stadt, betonte er und ergänzte: „Die Siedlergemeinschaft hat die Stadt mitentwickelt und mitgestaltet.“

von Klaus Böttcher

 
Ehrungen

Für die Verdienste um die Siedlergemeinschaft Rohrborn erhielten Gerhard Schlegel die goldene und Ralf-Jürgen Hutt die silberne Verdienstnadel des Landesverbandes.

25 Jahre Mitgliedschaft in der Siedlergemeinschaft: Ksavera und Horst Grigat, Helga und Reinhard Jung, Brigitte und Harald Timpert, Brunhilde und Michael Wenzel sowie Tuulikki und Lutz-Dieter Woldert.

50 Jahre (also Gründungsmitglieder): Herta und Heinrich Grau, Alfred Hutt, Waltraud und Willi Kawohl, Erna Krüger, Marie Kühnast, Christa und Horst Leider sowie Marianne und Arthur Littig.

 
Helmut Ploch (Mitte) zeichnete Gerhard Schlegel (rechts) und Ralf-Jürgen Hutt aus. Foto: Klaus Böttcher
 
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