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Sicherheitsdienst bleibt in der Innenstadt präsent

Sicherheit Sicherheitsdienst bleibt in der Innenstadt präsent

Stadt und Werbegemeinschaft Stadtallendorf aktiv teilen sich die Kosten für den Einsatz eines privaten Sicherheitsdienstes, der seit November vergangenen Jahres in der Stadtmitte eingesetzt ist.

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Ein Einsatzgebiet des privaten Sicherheitsdienstes ist der Kampf gegen die Ladendiebstähle in Stadtallendorfer Geschäften. Themenfoto: Tobias Hirsch

Quelle: Tobias Hirsch

Stadtallendorf. Seit November ist ein privater Sicherheitsdienst im Auftrag von Stadt und Einzelhändlern unterwegs (die OP berichtete). Ursprünglich sollte der Einsatz im Juni enden. Inzwischen haben sich die beiden Initiatoren darauf verständigt, dass der Sicherheitsdienst bis einschließlich Oktober weiterarbeitet. Das geht aus der Antwort auf eine Anfrage des Stadtverordneten Manfred Thierau von der Bürgerunion Stadtallendorf hervor.

In der Antwort hat der Magistrat auch erstmals die Kosten des Einsatzes genannt: Monatlich kostet der Sicherheitsdienst 1200 Euro, Stadt und Werbe­gemeinschaft überweisen jeweils die Hälfte des Betrags.

Öffentlich bekannt geworden war der Sicherheitsdiensteinsatz erst im vergangenen Februar durch einen Pressetermin. Der Magistrat sei unter dem Punkt Mitteilungen informiert worden (der Magistrat tagt nicht öffentlich) steh in der schriftlichrn Antwort auf die Anfrage. Die Öffentlichkeit wie auch die politischen Gremien seien aus „ermittlungstaktischen Gründen“ nicht vorher unterrichtet worden, heißt es in der Antwort auf die „kleine Anfrage“.

Derzeit wirbt der Vorstand der Werbegemeinschaft bei seinen Mitgliedern und auch den weiteren Filialbetrieben um einen Obolus, um den Einsatz des Sicherheitsdienstes mitzufinanzieren. Dabei wird wie schon im Februar der Sicherheitsgewinn für Händler und Kunden hervorgehoben.

Heinz Frank, Leiter der Polizeistation Stadtallendorf, begrüßt auf Nachfrage der OP, dass der Einsatz des privaten Sicherheitsdienstes fortgesetzt wird. „Der positive Effekt, der vom Sicherheitsdienst ausgeht, hält an“, sagt Frank. Stadt, Einzelhändler, Landkreis und Polizei stimmen sich in Sachen Sicherheit im Stadtgebiet bei regelmäßigen Besprechungen ab. Frank sieht die mal inkognito, mal erkennbar auftretenden privaten Sicherheitsleute als „Mosaikstein in der Sicherheitsstruktur“ in der Stadt.

Dabei geht es um mehr als die Unterstützung beim Ergreifen von Ladendieben. Es geht um das Sicherheitsgefühl. „Das hat sich bei Geschäftsinhabern und Mitarbeitern wahrnehmbar verbessert“, sagt Frank. Sicherheitsdienst und Polizei arbeiten koordiniert zusammen. „Seit Februar hat es durch die privaten Sicherheitsleute auch weitere Erfolge im Kampf gegen Ladendiebstähle gegeben“, sagt Reiner Brehmer, Leiter der Stabsstelle in der Stadtverwaltung.

Warten auf denLandesbescheid

Bei einem anderen Element in der Sicherheitsstruktur, der im Frühjahr beschlossenen Aufstockung des Freiwilligen Polizeidienstes in Stadtallendorf, Neustadt und Kirchhain, gibt es noch keinen Fortschritt. Die Aufstockung wird durch eine Landesförderung möglich, der Zuschussantrag ist gestellt. „Allerdings liegt uns noch kein Bewilligungsbescheid vor“, sagt Hubertus Müller. Er ist Leiter des Fachbereichs 3 Ordnung und Soziales. So lange dieser Bescheid nicht vorliegt, dürfen die drei Ostkreis-Städte allerdings keine Einstellungen vornehmen. Ansonsten verfiele die mögliche Förderung. Der Bescheid solle „in Kürze“ vorliegen, wobei es keinen genauen Termin seitens der Landesregierung gibt. Aktuell sind in Stadtallendorf vier freiwillige Polizeihelfer eingesetzt.

In Zukunft sollen es sieben sein. Die Zahl der Stunden eines Polizeihelfers ist auf 20 im Monat beschränkt. Sie erhalten eine Aufwandsentschädigung pro Stunde. Bei der Förderung des Landes geht es um einen Gesamtbetrag von 75000 Euro für alle drei Städte und ihren Freiwilligen Polizeidienst, verteilt auf mehrere Jahre.

von Michael Rinde

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