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Senioren halten sich an der Scheune fit

Spende Senioren halten sich an der Scheune fit

Rauschenberg ist um eine Attraktion reicher: Der neue Bewegungsparcours an der Kratz‘schen Scheune ist offiziell für die Öffentlichkeit freigegeben.

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Landrätin Kirsten Fründt hatte viel Freude bei der Einweihung des Bewegungsparcours zusammen mit Rauschenbergs Bürgermeister Michael Emmerich (links) und Stadtverordnetenvorsteher Norbert Ruhl. Foto: Heinz-Dieter Henkel

Rauschenberg. Bereits seit einigen Wochen sind die Geräte für ein Fitnesstraining im Freien geliefert und aufgestellt. Bisher haben jedoch zumeist Kinder und Jugendliche die sechs Sportgeräte getestet und all ihre Funktionen ausprobiert. Dabei sind diese Geräte eher für die Generation 50plus konzipiert.Die stabilen Bewegungsgeräte dienen dazu, Koordination und Gleichgewichtsgefühl zu schulen, die Beweglichkeit zu erhalten und im bescheidenen Umfang die jeweiligen Muskelgruppen zu trainieren.

„Wir waren überaus erfreut, als wir im Jahre 2012 von der Erbschaft des Ehepaars Köhler erfahren haben“, erinnerte Bürgermeister Michael Emmerich an die Anfänge des Bewegungsparcours. Erste Überlegungen, die Sportgeräte am Waldspielplatz aufzustellen, wurden wegen der großen Entfernung zur Ortslage schnell verworfen. Mit dem Umbau der Kratz‘schen Scheune zum Gemeinschaftszentrum bot sich der Standort „Freifläche hinter dem Parkplatz“ in unmittelbarer Nähe zum Seniorenheim Haus Rauschenberg an, beschrieb der Rathauschef den weiteren Verlauf zum Werdegang des Parcours.

Bereits zum zweiten Male innerhalb kurzer Zeit musste Emmerich erfreut eingestehen, dass für ein Objekt, welches jetzt allen Rauschenbergern unentgeltlich zur Verfügung steht, keine Mittel der Stadt verausgabt wurden.

„Das ist ein tolle Maßnahme“, lobte Landrätin Kirsten Fründt auch als Vertreterin der Region Burgwald-Ederbergland die neue Attraktion. Der Parcours, in den auch Finanzmittel aus Brüssel geflossen sind, diene ganz im Sinne des Leader-Programms dazu, den Ort aufzuwerten und darüber hinaus eine Stätte der Begegnung zu schaffen, wo man sich treffe und neue Kontakte knüpfen könne. Über die Intention der Spender, die Eheleute Marianne und Josef Köhler, berichtete der Stadtallendorfer Steuerberater Thomas Nasemann, der praktisch als Testamentsvollstrecker auftrat. Die Eheleute Köhler, die aus dem Sudetenland stammten, seien kinderlos geblieben. Da sie immer überaus bescheiden gelebt hätten, sei ein stolzes Erbe zusammengekommen. 100000 Euro davon haben sie anteilig den Kommunen Stadtallendorf, Neustadt, Kirchhain, Amöneburg und Rauschenberg gespendet mit der Vorgabe etwas zu schaffen, das generationenübergreifend wirkt. Die Spende an die umliegenden Gemeinden habe in Stadtallendorf schon für ungläubiges Erstaunen gesorgt, berichtete der Diplom-Kaufmann, der noch ein kleines Schild mit den Spendernamen anbringen wird.

Die frühere Sportlehrerin Martha Henkel bietet donnerstags ab 9.30 Uhr eine kostenlose Übungsstunde für die ältere Generation an. Dort besteht auch Gelegenheit, miteinander ins Gespräch zu kommen, ganz im Sinne einer Begegnungsstätte.

von Heinz-Dieter Henkel

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