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"Selber trinken" ist die beste Prävention

Karneval "Selber trinken" ist die beste Prävention

Die örtliche Gymnastikgruppe begeisterte beim Wolferoder Kuckucksfasching mit "Szenen aus dem Altersheim".

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Wolferode. Wolfgang Sengelaub und seine verrückten Hühner sorgten beim Kuckucksfasching für eine Eröffnung mit viel Schwung. Trotz kostenlosen Eierlikörchens brauchte die Stimmung im gut besuchen Kuckucksbau noch ein wenig, um richtig auf Touren zu kommen.

Maßgeblichen Anteil daran hatten die „Eichwaldlerchen“ des heimischen Gesangvereins: Birgit Jasky-Menz und ihre Kids beantworteten im heimischen Dialekt schlagfertig die gestellten Fragen. Und auch die Linedancegruppe unter Leitung von Katja Wendel, die inzwischen ohne männliche Mitglieder auskommen muss, trugen ihren Teil dazu bei.

Die erste Büttenrede hielt Christina Cassilli. Sie hatte viel heimischen Bezug und endete mit der Feststellung: „Frauen sind die Juwelen der Schöpfung. Man muss sie mit Fassung tragen.“

Spätestens nach dem Auftritt von Petra Paulus, Birgit Jasky-Menz und Adelheid Schütz und ihrer modernen Version von Hänsel und Gretel, gab es kein Halten mehr für die Gäste im Kuckucksbau: Bei der türkisch-deutschen Aufführung mit Ayse und Mehmet in den Hauptrollen kamen selbst die Darsteller nicht mehr aus dem Lachen heraus.

Anne Becker-Rauber und Birgit Amrhein sprachen als „Novotna und Hablischek“ über medizinische Erkenntnisse und gaben Hinweise auf zu Rate zu ziehende Fachärzte. Danach folgte ein weiterer Höhepunkt des zweistündigen Faschingsprogramms an dem sich alle Wolferoder Vereine beteiligten.

Der Kirchenvorstand unter aktiver Mitarbeit von Pfarrerin Anja Fülling erstürmte als Heilsarmee den Kuckucksbau - mit dem festen Vorsatz, nicht nur vor dem Alkohol zu warnen, sondern ihn auch praktisch zu vernichten. Für die uneigennützige und eher selbstzerstörerische Aktion hielt das Narrenvolk viel Applaus parat.

Gänzlich aus dem Häuschen waren die Besucher dann beim Auftritt der Gymnastikgruppe. Ohne viele Worte zu machen, parodierten acht Frauen Szenen aus dem Altersheim. Da kam der orientalische Bauchtanz aus einem völlig anderen Genre gerade recht, um die Gemüter wieder etwas zu beruhigen.

Nach dem Programm war der Fasching in Wolferode aber noch lange nicht vorbei: Die Gäste feierten noch bis spät in die Nacht.

von Heinz-Dieter Henkel

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Von Redakteur Florian Lerchbacher

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