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Schwimmen im Freien kostet mehr

Freibadpreise Schwimmen im Freien kostet mehr

Die Verwaltung und die Stadtwerke haben ihren Auftrag erledigt und Pläne für eine Anhebung der Freibadpreise vorgelegt. Eine Entscheidung zwischen zwei Alternativen soll am Donnerstagabend fallen.

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Eine besondere Attraktion der Freibadsaison 2016 war das Nachtschwimmen.

Quelle: Karin Waldhüter

Stadtallendorf. Am Dienstagabend gab es noch kein definitives Meinungsbild im Fachausschuss für Grundsatzangelegenheiten, zentrale Steuerung und Finanzen, für welche der zwei Optionen sich eine Mehrheit findet. Seit dem Jahr 2007 sind die Eintrittspreise für das Freibad unverändert. Im vergangenen Jahr gab es - auch im Zusammenhang mit den Gebühren für das Hallenbad Alldomare - den Auftrag an die Stadtwerke, die Preise zu überprüfen.

Fest steht, dass sich im Freibad die Tarifstruktur nicht ändern wird. Es bleibt bei der einzelnen Tageskarte oder der Möglichkeit, 10er-, 25er- oder 50er-Karten zu kaufen. Im Alldomare richtet sich der Eintrittspreis nach der Besuchsdauer, ein modernes Kassensystem macht es möglich. Dessen Einführung steht im Freibad aber nicht zur Diskussion.

Wie hoch könnte die Preiserhöhung ausfallen? Der Einfachheit halber sei hier zunächst das Beispiel einer einfachen Erwachsenenkarte gewählt: Aktuell kostet die Karte 2 Euro. Zum Vergleich: Im Kirchhainer wie auch im Neustädter Freibad kostet die Erwachsenenkarte 3,30 Euro. Die Alternative Eins der Verwaltung sieht ab dieser Saison einen Eintrittspreis von 3,50 Euro vor (analog zum Alldomare beim Zwei-Stunden-Tarif). Alternative Zwei plant mit einem Betrag von 3 Euro. Beide Versionen sehen schon bekannte Ermäßigungen für Schüler ab 18 Jahren wie auch für Studenten oder Schwerbehinderte vor.

Das neue Preismodell sieht in jedem Falle die Einführung des Stadtpasses auch für das Freibad vor. Den Stadtpass erhalten Empfänger von Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch II und anderen Sozialgesetzen auf Antrag bei der Stadtverwaltung. Er bringt bisher Ermäßigungen im Hallenbad Alldomare. Weitere städtische Einrichtungen, so war es bei Einführung bereits klar, sollen Zug um Zug hinzukommen.

Fraktionen beraten noch

Was für ein Preisgefüge am Ende in der Sitzung beschlossen werden wird, war am Dienstag offen. Insbesondere die CDU-Fraktion will erst in einer Sitzung vor dem Stadtparlament am Donnerstag, 11. Mai, ihre Position festlegen. Es ist durchaus denkbar, dass am Ende ein neue, dritte Variante stehen könnte, bei der beispielsweise Details bei den künftigen Preisen für 10er- oder 25er-Karten noch variiert werden.

Der Grund dafür, dass jetzt überhaupt über höhere Eintrittspreise beim Freibad geredet wird, ist das anhaltend hohe Defizit, dass Stadtallendorfs Bäder einfahren. Es erhöht sich durch die steigenden Abschreibungen beim Alldomare auf einen Betrag von rund 1,2 Millionen Euro. Legt sich das Parlament heute auf die Variante mit 3,50 Euro Eintrittspreis für Erwachsene fest, so brächte dies Mehreinnahmen von rund 30000 Euro, so die Berechnungen der Stadtwerke.

Die Stadtwerke gehen bei diesen Berechnungen von einer guten Freibad-Saison mit rund 30000 Besuchern aus. Dies wäre eine Einnahmeverbesserung von rund 48 Prozent. Bei der Alternative Zwei mit 3 Euro Eintritt käme es nur zu einer Steigerung der Einnahmen um rund 24 Prozent.

Das Stadtparlament tagt ab 19.30 Uhr im Sitzungssaal neben der Stadtallendorfer Stadthalle.

von Michael Rinde

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